Natur im Garten: Wildbienen und ihren Verwandten Lebensraum bieten

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Nachdem ich im Frühjahr bei einem Vortrag über Wildbienen war, sind mir auf einmal ganz viele Wildbienen und andere Insekten in meinem Garten aufgefallen, die ich dann  im Laufe des Jahres alle fleißig per Foto gesammelt habe. Das ganze Jahr drehte sich medial ja um das Insektensterben und die Gefährdung ihrer Vielfalt und ihrer Lebensräume. So nahm ich mir vor, über das Jahr mal zu schauen, welche Insekten so meinen Garten besuchen und bewohnen.

Jedes Mal habe ich recherchiert, was das für eine Art ist, wie sie lebt und welche Ansprüche sie an ihren Lebensraum hat und ich war ganz begeistert, was für eine Vielfalt ich vorgefunden habe und dass sie ihren Weg in meinen Garten gefunden haben. Ich habe mich dann um so mehr bemüht meinen Garten als Lebensraum attraktiver zu machen. Mehr dazu in Teil 2.

Also los geht es mit den Sichtungen:

Der Bienenwolf:

Dieses mir bis Dato unbekanntes Tier ist der Bienenwolf. Der Bienenwolf (Philanthus triangulum) gehört zur Familie der Grabwespen.

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Grabwespen sind eine parsitoide Wespenart. Das bedeutet, dass die Larven dieser Wespen in ihrer Entwicklung parasitisch leben und den Wirt bis zum Ende ihrer Entwicklung am Leben erhalten, der Wirt aber mit dem Ende dieser Entwicklung getötet wird.   Beim Bienenwolf ist dieser Wirt die Honigbiene. Meine Bienen ;-(! Unter Umständen kann es in der Nähe von Bienenstöcken zu einer Massenvermehrung des Bienenwolfes kommen, so dass der Honigertrag beeinträchtigt wird. In der Regel kommt die Art aber vereinzelt vor und verursacht keine Schäden. Ich habe ihn nur dieses eine Mal gesehen. Es hatte gerade geregnet und er konnte nicht weg.

Der “Wolf” lauert da auf seine Beute, wo sie hinkommen wird- hier auf dem gerne besuchten Schleierkraut.  Das Opfer wird bei der Nektarsuche überwältigt. Das mit den Beinen ergriffene Opfer wird sofort durch einen Stich zwischen die Vorderhüfte gelähmt. Daraufhin presst der Bienenwolf mit seiner Hinterleibspitze den Hinterleib der Beute zusammen. Durch diesen Druck auf den Honigmagen der Biene tritt an ihrem Mund ein Nektartropfen aus, den der Bienenwolf aufleckt. Die Beute wird anschließend in Rückenlage gedreht und im Flug zum Nest transportiert- praktische Doppelverwertung- bloß nichts umkommen lassen. In dem Filmchen unten kann man sich ansehen, wie das abläuft.

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https://www.youtube.com/watch?v=8H4vGVqPZcU

Besonders beeindruckend finde ich den breiten Kopf und die stark ausgeprägten Mundwerkzeuge, die Mandibeln. Auch ohne zu wissen, was das für eine Art ist, ahnt man, dass man hier ein Raubtier sieht.

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Als Lebensraum braucht der Bienenwolf warme Sandböden, insbesondere an Steilhängen von Sandgruben oder Hohlwegen. Ich habe nur diesen kleinen Streifen- der Steingarten- ich bin fasziniert, was da alles Platz findet. Aber wer weiß, wo der brütet.

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Bienen im Sperrbezirk: Ausbruch der Amerkanischen Faulbrut

Eigentlich wollte ich mich die Tage hinsetzten und einen Post über mein erstes Honig-Schleudern schreiben, aber aus aktuellem Anlass muss ich umschwenken auf die Bedrohung durch die Amerikanische Faulbrut.

Mitte November bekam ich Post vom Veterinäramt meines Bienen-Bezirkes, dass die amerikanische Faulbrut ausgebrochen sei, und ich bin mit meinen Bienen im Sperrbezirk. Anhängig lange Ausführungen von Geboten und Verboten. Der Sperrbezirk hat nur 1 Km Radius, das ist recht klein und ich stelle fest, bin richtig in der Mitte. Das heißt ich bin schön nah dran am Herd und ich habe Angst.

Amerikanische Faulbrut-kurz AFB, was ist das?:

Die Amerikanische Faulbrut ist eine hochansteckende anzeigepflichtige Bienenseuche. Sobald der Verdacht besteht muss der Amtstierarzt informiert werden.
Erreger
  • Lateinischer Name: Paenibacillus larvae larvae
  • Sporenbildendes Bakterium
  • Sporen sind Dauerstadien und sehr widerstandsfähig gegenüber hohen Temperaturen (bis zu 120°C) sowie nahezu unbegrenzt ansteckungsfähig.
Entwicklung
  • Der Erreger befällt ausschließlich die Brut der Honigbiene.
  • Durch sporenhaltiges Futter gelangt der Erreger in den Larvendarm und keimt hier aus.
  • Jüngste Maden (bis 1 1/2 Tage) werden bereits durch wenige Sporen angesteckt und sterben frühzeitig, noch ehe es zur Massenvermehrung des Erregers kommt.
  • In den Larven kommt es erst nach Verdeckelung der Zelle zur eigentlichen Massenvermehrung der Faulbrutbakterien.
  • Die Streckmade oder Vorpuppe wird nun samt der Chitinhaut vollständig zersetzt und bildet in der unteren Zellrinne eine zungenförmige schleimige Masse.

Quelle: https://www.lwg.bayern.de/bienen/krankheiten/084048/index.php

Von Tanarus – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=7884746

Sperrbezirk & Juristische Regelungen

In Deutschland regelt die Bienenseuchen-Verordnung sowohl Prophylaxe als auch Schutzmaßnahmen im Verdachtsfall bzw. nach amtlicher Feststellung der Seuche, die als anzeigepflichtige Tierseuche amtlich bekämpft wird.

Prophylaktisch kann jeder Imker jederzeit seine Bienenvölker durch einen amtlich bestellten Bienensachverständigen auf Amerikanische Faulbrut untersuchen lassen. Der sinnvollste Zeitpunkt dafür liegt im Frühjahr vor der Bildung von Ablegern. Eine solche Untersuchung ist zwingend erforderlich, wenn der Imker beabsichtigt, Völker zu verkaufen bzw. abzugeben, eine Belegstelle zu beschicken oder mit Bienenvölkern zu wandern. Bienensachverständige stellen für diese Zwecke Gesundheitsbescheinigungen aus, die in Kopie sichtbar an den Beuten befestigt werden. (Meine Bienen wurden auch letztes Jahr getestet- alles OK.)

Im Fall des Verdachts oder des Ausbruchs der AFB dürfen vor der amtlichen Klärung bzw. Feststellung der Seuche durch das Veterinäramt an dem Bienenstand keine Veränderungen vorgenommen werden. Für alle Personen außer dem Besitzer und seinen Vertretern und Handlungsgehilfen, Tierärzten und zuständigen Bienensachverständigen gilt ein Betretungsverbot.

Nach amtlicher Feststellung der AFB müssen am betroffenen Bienenstand Bienenwohnungen, tote Bienen, Gerätschaften, Wabenmaterial, Wachsvorräte usw. nach Anweisung des Amtstierarztes desinfiziert oder unschädlich beseitigt werden. Seuchenkranke Bienenvölker werden je nach amtlicher Anordnung entweder getötet („abgeschwefelt“) oder durch ein Kunstschwarmverfahren behandelt.

Mit der amtlichen Feststellung weist die Veterinärbehörde auch einen Sperrbezirk mit mindestens einem Kilometer Radius um den betroffenen Bienenstand aus, in dem alle dort gelegenen Bienenstände ebenfalls auf AFB untersucht werden müssen.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Faulbrut

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Baumverstümmelung Teil 2- Noch mehr, was beim Baumschnitt falsch laufen kann

Weiter geht’s mit der Don’t Do Liste:

3. Stammparallele Schnitte (Missachtung des Astringes):

Wenn man einen Ast abschneidet und dabei in den Astring hinein schneidet oder ihn ganz missachtet, indem man möglichst dicht am Stamm entlang schneidet, nennt man das einen stammparallelen Schnitt. Diese Schnitte verursachen häufig schon unmittelbar deutlich größere Wunden aber haben insbesondere langfristig negative Folgen für den Baum.

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Unmittelbar größere Wunden entstehen deshalb, weil der Durchmesser der Schnittfläche hinter dem Astring ungleich größer ist. Falsche Schnitttechnik führt oft zu einem Abreißen des angeschnittenen Astes vom Stamm durch das Eigengewicht. Dabei wird oft ein längeres Stück Rinde mit heraus gerissen. Die Bruchkanten haben aufgrund ihrer Struktur eine viel größere Oberfläche als eine glatte Schnittkante. Das Einfallstor für Schadorganismen ist dadurch noch viel größer. Solche Wunden können vom Baum nicht vollständig geschlossen werden.

IMG_20181105_1313423Mit einem Stammparallelen Schnitt wird (auch ohne Abreißen) der Astring mit entfernt, in dem sich das Schutzholz bildet, das  die Wunde verschließen soll.  Auch die Astschutzzone, die das Kernholz gegen die Verotttungsprozesse im Stubben schützt (siehe unter “Aststubben stehen lassen”), wird mit entfernt. Der Baum ist schutzlos gegenüber Infektionen.

Langfristige Folgen:

Der angeschnittene Bereich wird von Pilzen befallen, die in das das Stammholz vordringen. Es kommt wieder zur zentralen Fäule. Der Baum geht ein. Hier ein schöner Link zu baumbesiedelnden Pilzen:

http://biotopholz.de/media/download_gallery/Holzzersetzende_Pilze.pdf

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Diverser Pilzbefall an einer großen Schnittwunde an einer Weide.

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Kleines Gemüsegarten-Intermezzo: Last days of tomatoes

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Ernte 16.11.2018

Heute habe ich noch mal einen Blick ins Gewächshaus geworfen: So sah es aus. Durch das milde Klima gab es immer noch kein Frost und die Tomaten haben immer noch Lebenswillen.

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16.11.2018

Sehr lange wird dieser Zustand aber nicht mehr anhalten, deshalb habe ich nun die letzten verbliebenen Tomaten abgeräumt. Das ist jetzt die vierte grüne  oder semi-grüne Ernte, die ich kleckerweise nachreifen lasse. Ein Teil wird kühl zur Entwicklungsverzögerung im Gartenhaus geparkt. Der Andere Teil kommt in die warme Küche.

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IMG_20181116_1347135Die Striped Roman reift sogar noch selbstständig ab. Es ist immer noch interessant zu sehen, wie unterschiedlich die verschieden Tomatensorten mit den äußeren Einflüssen umgehen. Die Striped Roman ist neben  einer weiteren Sorte z.B. stärker von Fruchtfäule und Schimmel befallen als andere. Am meisten überrascht mich die Michael Pollan, die im Freiland extrem anfällig gegen Nässe ist und dadurch auch gegen Braunfäule. Hier hält sie sich immer noch sehr gut, obwohl sie ein begrenztes Höhenwachstum hat und schon im August damit durch war. Doch sie bildet aus den Blattachsen immer wieder kurze Seitentriebe  mit 1-3 Tomaten. Eine sehr ungewöhnliche Art zu wachsen. Aber auch andere Tomaten blühen noch und schieben Geiztriebe, da wo die alte Mutterpflanze nicht mehr so fit aussieht:

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Baumverstümmelung Teil 1- Was beim Baumschnitt falsch laufen kann

Juristisch ist der Baum eine Sache, tatsächlich aber ein Lebewesen. Bäume haben Äußerungsformen, Bedürfnisse und Würde. Jeder, der an und mit Bäumen arbeitet, trägt deswegen große Verantwortung und hat ein hohes Maß an Verpflichtung. Alle Handlungen die wir an Bäumen ausführen, müssen sich an der biologischen Vertretbarkeit und der Baumwürde messen. Die Kappung orientiert sich jedoch in keiner Weise am Wohl und/oder der Würde des Baumes. Sie macht sich das Wissen um biologische Abläufe in negativer Art zunutze. Die Kappung ist ein Beispiel für Vandalismus, der in anderem Zusammenhang immer wieder angeprangert wird.

Zitat: Marko Wäldchen und Helge Breloer, http://www.baeumeundrecht.de/vsp/ziffer12.htm

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Das radikale Schneiden und Kappen von Bäumen scheint in Kleingartenanlagen in besonderem Maße ausgeprägt zu sein. Man muss in keiner Anlage weit gehen, um ein schönes Portfolio davon sehen zu können. Aktuell ist trauriger Weise wieder  Hochkonjunktur.

Es schmerzt mich zu sehen, was nach solchen Schnittmaßnahmen übrig bleibt und ich frage mich immer, welches Ziel damit verfolgt wird. Kann das noch Nicht-Besser-Wissen sein? Steht dahinter noch eine gute Absicht? Liebt der Gärtner nicht seine Pflanzen?  Oder ist das eine Maßnahme, um durch einen langsamen Baumtod ein Fällungsverbot zu umgehen? Vielleicht ist es dem Glauben des Kleingärtnertums geschuldet, alles dem geringen Platzangebot anpassen zu müssen.

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Baumschnitt kann Baumpflege sein und dem Baum Vorteile verschaffen, wenn man es richtig macht. Vielleicht rührt daher die positive Haltung zum Schneiden.

Da sucht der unsichere Gärtner ” bäume schneiden wann? ” in der Suchmaschine und das ist der erste Treffer: Achtung Negativbeispiel!:

“Beim Baumschnitt nicht zu vorsichtig sein

Einer der häufigsten Fehler beim Baumschnitt: Aus Angst, die Pflanze zu ruinieren, schneiden die meisten Hobbygärtner zu wenig ab. “Wer sich unsicher ist, sollte lieber zu viel abschneiden, dies schadet dem Gewächs in der Regel nicht”, rät der Gartenexperte. Schlimmstenfalls gerate lediglich die Baumkrone außer Form, ergänzt Eggert. Schlimmer ist es, beim Stutzen zu vorsichtig zu sein. Denn dann hat der Baum keine Möglichkeit, schön zu wachsen und kräftige Zweige zu entwickeln.”

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Wer sich unsicher ist, sollte nicht mehr abschneiden, sondern sich rückversichern. Zum Beispiel in dem man Jemanden zu Rate zieht, der sich damit auskennt!  Oder eine gute Fachfirma konsultieren oder versuchen sich tieferes Wissen selbst anzueignen. Aber selbst das ist alles gar nicht so einfach, das habe ich sogar von Leuten aus der Branche gehört. Nicht jeder der Bäume beruflich schneidet, macht es im Sinne des Baumes. Und gute Bücher sind irgendwie rar gesäht.

Das “Schlimmstenfalls” oben stimmt jedenfalls nicht. Man kann seinen Bäumen sehr wohl schaden. Bäume sind Lebewesen und haben wie jedes Lebewesen Grenzen für das, was sie verkraften können, bevor ihr System kolabiert. Zu starke und falsche Eingriffe zerstören die Abwehrfähigkeit des Baumes Krankheiten und Schädlingen gegenüber. Bis der Baum zugrunde geht dauert es nur länger, als bei anderen Lebewesen.

Also was passiert, wenn man Bäume falsch verschneidet?

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Rückblick Gartenreise England: Smallhythe Place

DSC_0755Smallhythe Place im kleinen Örtchen  Small Hythe, in der Nähe von Tenterden in Kent, ist ein Fachwerkhaus aus dem späten 15. oder frühen 16. Jahrhundert und seit 1947 vom National Trust betreut.

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Das Haus hieß ursprünglich “Port House”, denn bevor der Fluss Rother und das Meer zurückzogen und die Küstenlinine um einige Kilometer verschoben, diente es einer blühenden Werft: auf Alt-Englisch  bedeutet hythe  “Landeplatz”.

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Smallhythe Place war die Heimat der viktorianischen Schauspielerin Ellen Terry von 1899 bis zu ihrem Tod im Jahr 1928. Das Haus enthält Ellen Terrys Theater-Sammlung, während das Grundstück ihren Rosengarten, Obstgarten, die “nuttery” (Haselnusswäldchen zum gezielten Anbau) und das Scheunen-Theater beherbergt. DSC_0686

Leider konnte ich nicht viel mehr zum Haus herausfinden, obwohl es so alt ist. Die Inbesitznahme durch Ellen Terry hat alle vorigen Geschichten in den Schatten der Bedeutungslosigkeit verbannt. Sehr schade.

Es sieht so spannend aus. Sehr verwinkelt. Immer wieder wurde angebaut. Noch ein Treppchen hier, noch ein Erker da.  Hier ein Ziegeldach, dort ein Reetdach.

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Gartenrundgang Oktober und letzte große Ernte

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Blick vom Gemüsegarten über die kleine Obstwiese mit den Bienen.

Der goldene Oktober neigt sich dem Ende und langsam geht es ans Abernten und Aufräumen. Aber der Garten hat noch immer einiges zu bieten, da wird es doch mal wieder Zeit für einen Gartenrundgang:

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Jetzt spielen die Ringelblumen ihre Stärke aus: Ihre anhaltende Blüte, auch sehr spät im Jahr.  Ich schneide die Pflanzen immer zurück, damit sie sich nicht unkontrolliert aussähen. Dadurch verlängert sich die Blühdauer einer Pflanze sehr.

Die automatische Bewässerung ist noch immer in Betrieb, weil für die ersten beiden Oktoberwochen kein Regen angesagt war. Aber die Frequenz und Beregnungsdauer ist runter geregelt.

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Nach dem Foto habe ich das Spargelkraut runter geschnitten. Ein mal in der Woche nehme ich das Laub auf, zusammen mit dem Rasenmähen. Das nehme ich gerne um abgeräumte Beete zu mulchen.

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Wie voll sind die Bienen?

Auch wenn wir es nicht so richtig merken, die Bienen gehen auf den Winter zu. Großes Thema in der letzten Zeit war deswegen das Einfüttern. Ein Thema, bei dem ich ein bisschen unsicher bin, weil mir das Erfahrungswissen fehlt. Auch die Varroabehandlung stand auf dem Plan und auch das hat mich sehr verunsichert, denn die Angaben die ich von meinem Lehrimker bekam, waren nicht gleich denen meines Imkerpaten. Und da geht es ja nicht um irgendwas, es geht wenn es schlecht läuft um Leben und Tod. Lassen kann man es aber auch nicht, weil das auch den Tod des Volkes bedeuten kann.

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Das ist ein Futterrähmchen, voll befüllt und verdeckelt. Eine solche Wabe wiegt 2,3 Kilo. Ich habe volle und nicht volle gewogen. Die nicht vollen wiegen ca. 1,6 kg.

Dieses Jahr war es sehr schwierig, denn es war zu lange zu heiß, in dem Zeitraum, der für die Behandlung vorgesehen ist. Die ist an den Jahrezyklus gekoppelt und deshalb nicht undendlich verschiebbar. Ich habe es also im vorgesehenen Zeitraum gemacht, ich habe die Temperaturen auf Varrowetter gecheckt, eine Seite, die anzeigt, wenn die Temperaturen ok, zu hoch oder zu niedrig sind. Und ich habe die die Mitte von der Mengenangabe der Ameisensäure genommen, die ich von beiden Imkern bekam. Aber zwischendurch ist es dann zu heiß geworden und es ist zu viel von der Ameisensäure auf einmal verdunstet. Das ist natürlich kein Spass für die Bienen.  Bei zu starker Bedampfung können die Bienen  Verätzungen erleiden, Löcher können in den Chitinpanzer geätzt werden oder die Bienen sterben sogar. Ich musste also die Ameisensäure an den zu heißen Tagen raus nehmen. Das hat mich auch nervös gemacht, weil dann ja unterbrochen wurde- hat das dann dennoch  die gleiche Wirkung? Ich weiß es nicht.

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Ich hatte keine Folie zwischen Brutraum und Deckel gelegt und deshalb ist alles zugekittet mit Propolis. Heute habe ich bei einem Vortrag zur Bienenhaltung eine schöne Begriffsherleitug gehört: Propolis- zusammen gesetzt aus Pro und Polis, ‘pro’ heißt ‘davor’ und als ‘Polis’ wird für gewöhnlich der typische Staatsverband im antiken Griechenland bezeichnet. Das meint also den Bienenstaat und seinen Bau. Ursprünglich bewohnten Bienen alte Baumhöhlen, zb. frühere Spechthöhlen, in denen natürlich Zersetzungsprozesse durch Pilze und Bakterien stattfanden. Um den Bien- den Bienenstaat- zu schützen vor schädlichen Auswirkungen dieser Umgebung, verkitteten die Bienen die Wände der Höhlen sowie die Schlitze und Zuglöcher. Das Propolis umschloss und schützte den Bien, wie eine Stadtmauer die Stadt, die ja auch vor der Siedlung verläuft. Propolis eben. Das erklärt auch die antibiotische und antimykotische Wirkung. Sie war nötig in der Umgebung, in der sich die Honigbienen natürlich entwickelt haben.

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Astern und Blatschmuck im Herbst

Die Gartensaison neigt sich dem Ende und das macht mich immer sehr wehmütig. Ein Trostpflaster sind aber die Asternblüte und die schönen Farben im Laub. Da wird selbst zur Blattschmuckstaude, was eigentlich nicht als solche gilt:

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Pfingstrose im Vordergrund, Straußenfarn hinten.

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Chinesischer Bleiwurz -Ceratostigma plumbaginoides

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Die Tomaten gehen in die “Verlängerung”

Soho: Seit September zeigt sich der Effekt der Tomatenhaken. Ich nuddele ab und hänge um und die Tomatenpflanzen werden immer länger. Zeit es mal her zu zeigen:

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Weil selbst mein großes Gewächshaus nicht sooo groß ist, funktioniert das mit dem Umhängen nicht so elegant, wie es gedacht war. Hier ist noch mal der Film über die Funktionsweise der Tomatenhaken, der mich dazu inspirierte (ab Min. 5:53):

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