Kleine Überraschungen

Mein prächtiger Rittersporn ‘Janusz Korczak’ siehe hier:

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hat sich zahlreich ausgesäht, u. Anderem auch in den Gemüsegarten. Da ich sowas immer spannend finde, habe ich die Sämlinge wachsen lassen. Zwei haben es schon zur Blüte gebracht. Der erste sah der Mutterpflanze sehr ähnlich, das zweite Kind ist aber eine ganz außergewöhnliche Neukreation und ich frage mich, wie das möglich ist:

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Was ist das für eine Blütenform? Was ist das für eine Farbe? Kreuzen sich Rittersporne wild untereinander? Diese beiden Rittersporne könnten Pollen gespendet haben: ‘Lanzenträger’ und ‘Augenweide’:

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Wirklich abgefahren und ich bin sehr gespannt, was die anderen Nachkommen noch so zeigen werden. Was spannend aussieht, darf bleiben.

Auch eine interessante Neuausformung zeigte sich bei den Cosmeen. Die sehen ja eigentlich eher so aus:

DSC_0232Und dann steht unter all den Normalen diese Fast geometrisch geformte Cosmea:

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Beim Unkraut rupfen bin ich erschrocken von dieser wespen-artigen Spinne zurück geschreckt. Die schreit ja schon Alarm, Alarm! Ich habe sowas vorher noch nie gesehen, ich habe es zuhause gleich einmal nachgeschlagen. Sie hat hier gerade eine Biene in einen Kokon versponnen. Diese Spinne heißt tatsächlich Wespenspinne!

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Das Verbreitungsgebiet der Wespenspinne reicht vom Mittelmeerraum bis an die asiatische Pazifikküste. Um 1900 bestanden in Deutschland nur zwei Vorkommen im Oberrheingraben mit unterem Maintal und bei Berlin. Möglicherweise war zumindest das Berliner Vorkommen ein Relikt aus der nacheiszeitlichen Wärmeperiode. Von diesen beiden “Wärmeinseln” breitete sich die Spinne im Laufe des 20. Jahrhunderts überwiegend durch Windverdriftung der Jungspinnen weiter aus. Die Berliner Population besiedelte nach 1920 Polen und Ostdeutschland.

Quelle: https://schleswig-holstein.nabu.de

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Nach den fast zwei Jahren, in denen ich den Garten habe, gibt es doch noch immer eine Überraschung, weil eine Pflanze wieder an die Oberfläche kommt, die die Jahre lange Vernachlässigung im Boden überlebt hat. Aktuell habe ich an drei Standorten winzige Blätter von Astilben entdeckt. Und diese blüht sogar. Wenn auch alles in Miniatur:

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So klein ist sie im Vergleich zur Pfingstrose.

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Vor ein paar Wochen habe ich diese winterharte Opuntie geschenkt bekommen. Sie ist nach dem Pflanzen wegen einer gewissen Dehydrierung in sie zusammen gefallen, deshalb musste ich sie stützen. Sie sieht da auch etwas schrumplig aus, aber jetzt ist das schon wieder besser. Jetzt habe ich meinen eigenen Kaktus, voll Carl-Spitzweg-mäßig. Wundervoll!

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Und heute hat mein großer Kirschbaum das erste Blatt verloren. Ja ist es denn schon wieder Herbst?! Ich will nicht! Dieses Jahr ist alles früher.

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Mein kleines Pilzproblem

Dieses Jahr war hier zumindest schön feucht warm, oder etwas mehr feucht als warm, und überall zeigen sich bei mir diverse Pilzerkrankungen. Hier eine kleine Sammlung:

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Das ist keine gammlige Banane, das ist eine Aubergine mit Fäulnis. Eine ungewöhnliche längliche Sorte, sie trägt sehr reichlich. Warum es diese Frucht ereilt hat ist mir ein Rätsel. Der Rest der Pflanze sieht gut aus.

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Dach fertig!

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Bevor es untergeht, poste ich endlich mal das Ende des Dachdeckens. Das letzte Drittel hat sich ewig gezogen und es fehlen immer noch ein paar Details. Aber im Großen und Ganzen sind wir fertig und so sieht es aus.

Längere Zeit blieben wir an dieser Stelle stehen, den ich hatte mich bei der Menge der benötigten Platten verrechnet. Das lag daran, dass ich das Vordach ursprünglich mit der Plexi-Glas-Variante decken wollte und daran, dass ich die Überlappungen beim Decken nicht eingerechnet hatte. Wäre schön, wenn der Hersteller mal sein Bedarfsrechner fertig stellt.

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Gartenrundgang Juli: Gemüsegarten

Zum Gemüsegarten:

Ich habe einen heimatlichen kernechten Pfirsich geschenkt bekommen. Ich habe ewig überlegt, wo ich ihn pflanze. Jetzt habe ich mich für die Randzone im Gemüsegarten entschieden. Dort scheint immer die Sonne und von einem bisschen wandernden Schatten können alle Pflanzungen dort nur profitieren.

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Mein Problem hier nach einiger Recherche: Die Blätter zeigen Phosphatmangel an. Das Bäumchen stand seit Pfingsten Töpfchen mit Erde von hinter dem Gewächshausbeet und hat da auch Phospatmangel. Also entweder reagieren die Pflanzen ganz unterschiedlich auf vorhandene oder fehlende Nährstoffe im Boden, oder mein Boden ist punktuell sehr unterschiedlich.

Ich habe neben Mulch, wo immer es geht, nun auch gedüngt. Flächig mit Hornspänen und im Pflanzloch mit Pferdemistpellets und auch in meinem Gießtopf. Den brauche ich hier, weil hier etwas Gefälle ist und das Wasser immer nur auf den Weg läuft. So kann ich gezielt wässern. Immer wenn es regnet oder ich drauf gieße, lösen sich ein paar Nährstoffe. Das habe ich bei den Tomaten auch so gemacht.

Zumindest im Hochbeet habe ich kein Nährstoffproblem.

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IMG_0888Zucchini, mächtig gewaltig. Problem hier die gleichmäßige Bewässerung. Man kann in der Frucht sehen an welchen Tagen zu wenig Wasser da war. Die Früchte werden ungleichmäßig, krieg dünne, runzlige Zipfel an der Spitze. Kommt dann Wasser, wird es in die Frucht gepumpt, so dass sie aussieht wie ein nicht ganz aufgeblasener Luftballon.

Hier sieht man mal wie groß ein Blatt im Vergleich zum Kater ist. Er könnte es glatt als Regenschirm nehmen.  Ich kann nirgends treten, ohne über die Katze zu fallen. Er folgt mir auf Schritt und tritt.

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Gartenrundgang Juli, Teil 1 Blümchen

Meine SD-Karte in der guten Kamera hat einen Schaden und hat Bilder gelöscht, die ich gerne zu Einträgen verwurstet hätte. Zum Beispiel bin ich Zeuge einer Paarung von zwei Tiger-Nacktschnecken geworden. Es war spektakulär, aber leider ist alles davon verloren. Auch schöne Nachtbilder sind verloren gegangen.

Deshalb gibt es diesen Monat weniger Einträge als ich mir gewünscht hätte und ich habe den Rundgang größtenteils mit dem Handy fotografiert, weswegen die Qualität nicht optimal ist. Zudem waren die Lichtverhältnisse gestern eher mau.

Fangen wir an mit Blümchen-guck: Heute starten wir mal am Kiesbeet, mit dem bin ich nämlich aktuell sehr zufrieden, im Gegensatz zu anderen Rabatten:

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Rotes Perlargonium und Oleander im Topf, schön im Spitzweg-Biedermeier-Stil, fehlt nur noch mein Kaktus. Das Ganze schön eingerahmt mit Kandelaber-Königskerze, Wein und Oregano. Daneben noch ein Topf mit roter Kokardenblume.

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Auf der gegenüberliegenden Seite hat die die Prachtkerze oder auch Präriekerze angefangen zu blühen. Auf dieser Rabatte passt gerade alles perfekt zusammen. Das Weiß, die rosa Blütenspitzen mit der rosa Stockrose, dem Schleierkraut und dem pastel-lila Oregano.

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Kirschernte

Die letzten Süßkirschen werden von den Staren von den Bäumen geholt und es riecht unerfreulich nach Gärung, wo ihre Überreste sich stapeln und ich ich stelle mit Verdruss fest, dass Süßkirschen bei Weitem nicht so gewinnbringend sind, wie Sauerkirschen.

Irgendwie waren sie immer gering geschätzt von mir, weil man sie in natura einfach nicht so lecker sind und die Bäume oft so kränkeln. Aber sie haben einige Vorteile: Sie lassen sich vielfältig verarbeiten und lassen sich deutlich länger beernten. Die Spanne zwischen Genussreife und voll ausgereift am Baum ist gefühlt doppelt so lang, wie bei Süßkirschen und sie halten sich länger, auch im Kühlschrank, wenn man mal 2 Tage nicht schafft, was zu verarbeiten.

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Aktuell verarbeite ich vor allem die Sauerkirschernte. Ich musste mir einen neuen Entsteiner kaufen, der alte ist letztes Jahr kaputt gegangen. Mit einem Kernfix- Auf-Tisch-Entsteiner wäre ich noch schneller. Muss ich mir noch anschaffen.

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Ich bin echt stolz auf die Größe der diesjährigen Kirschen. Die Münze zum Größenvergleich ist ein 50 Cent Stück.

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Von den letzten Kirschen habe ich Marmelade gemacht. Wenn ich keine Zeit habe friere ich sie einfach ein. Dummerweise habe ich beim Vakuumieren einer solchen Charge das Vakuumiergerät geschrottet. Es schweißt noch die Folie, aber es macht keine Anstalten mehr Vakuum zu erzeugen. Es hat Saft gezogen.

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Heute habe  ich auch Bohnen geerntet. Wahnsinn wie viel Bohnen von zwei Reihen auf einem halben Beet geerntet werden können. Die werden morgen blanchiert und gefroren.

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Die erste Zucchini wurde auch tiefgefroren. Sie hätte sich so schön vakuumieren lassen, so ein Mist.

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Gemüsegarten Rundgang Ende Juni

Teil 2 vom Juni-Rundgang: Der Gemüsegarten

Anderer Leuts Gemüsegärten machen mich neidisch, weil ihre Pflanzen so prächtig sind, aber heute stellte ich mit etwas Erleichterug fest, dass diese NPK Dünger einsetzen und ich nicht. Deshalb sehen meine Pflanzen bis auf die im Kompostbeet nicht so prächtig aus. Dafür bio mit Kompostwirtschaft und Mulch. Und so sieht’s derzeit aus:

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Ich habe mir für bestimmte Starkzehrer ein Hochbeet gebaut, dass mit Komposterde gefüllt wurde. Dort stehen eine Zucchini, Gurken und meine Johannesbeertomate. Damit ev. ungewollte Samen im Kompost nicht aufgehen liegt ein Unkrautvlies darüber, darüber wird gemulcht.

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Gartenrundgang zwischen zwei Gewittern (Ende Juni)

Teil 1: Der Gemüsegarten kommt exra, sonst wird es zu lang.

Am Samstag und Sonntag war es so heiß, der Schweiß rann nur so in Strömen. Man konnte kaum etwas machen ohne Kreislauf-Koller. Nicht mal Fotos konnte ich machen währenddessen, weil durch das krasse Sonnenlicht die Kontraste so hart sind und ich zudem hätte in der Sonne stehen müssen.

Wir flüchteten zum Badesee und als wir wieder in den Garten zurück kamen braute sich schon ein Gewitter zusammen. Wegen des Gewitters wurde das Licht so schlecht, dass ich mit manueller Belichtung fotografieren musste, die Automatik ist bei solchen Lichtverhältnissen immer überfordert. Deshalb sehen die Fotos etwas übernatürlich aus.

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Die große Obstwiese mit der kleinen Süßkirsche und der Sauerkirsche.

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Die Sauerkirsche, an der ich letztes Jahr den Korrekturschnitt gemacht hatte. Sie trägt irre viel.

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Unsere Stubentieger das erste Mal im Garten

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Immer lassen wir die Katzen allein zu Haus, um von früh bis spät im Garten zu schaffen, damit das Haus endlich soweit ist, dass man darin übernachteten kann. Denn dann dachte ich könnte man die Katzen sicher an den Garten gewöhnen. Aber es zieht und zieht sich.

Wenn wir nach Hause kommen werden wir von maulenden und meckernden Katzen empfangen und wir haben ein schlechtes Gewissen.

Deshalb haben wir uns spontan dazu entschieden es jetzt zu wagen, ohne lange Eingewöhnung usw. Ergebnis: Katzen sind happy und wir konnten sie auch wieder einfangen. Wir werden das jetzt immer machen, wenn es möglich ist.

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Was passiert im Kartoffelkeller im Sommer?

Nun, da das Dach Langsam fertig wird, kommen wir auch im Haus mehr und mehr zum Aufräumen. Baustoffe kommen weg. Säcke und Planen werden fortgeräumt und der Blick streicht durch Ecken, die länger verbaut und verborgen waren.

Und was sieht da mein Auge? Das ist doch ein Kartoffelblatt!? Und es kommt am Deckel vorbei aus dem Kartoffelkeller? Wie hat es das bloß geschafft?

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Ich hatte die übrigen Kartoffeln im Keller im April nicht zum Pflanzen benutzt, da ich Sorge hatte etwaige Krankheiten damit zu vermehren, und dann kam ich nicht mehr ran, um den Keller auszuräumen. Ich hatte mir alles Mögliche vorgestellt was darin auf mich gewartet hätte, aber nicht das:

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Gruselig, ein bisschen alien-mäßig. Da zieh ich mir doch lieber mal die Handschuhe an. Wie viel Biomasse diese Triebe sind. Gar nicht leicht die Dinger aus dem Kies-Bett zu ziehen, denn die haben gewurzelt.

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Eine sehr saubere Methode des Anbaus :-). Wie Gewächshauspflanzen auf Steinwolle. Ob sich da auch neue Kartoffeln bilden könnten?

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Den Mutterkartoffeln geht es jedenfalls prächtig. Nicht grün, immer noch prall und knackig, wie frisch geerntet. Tolles Klima da unten, nur nicht dunkel genug.

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