Month: Dezember 2014

Stubbenfräsen

Das Stubbenfräsen fand am Folgetag des Fällens ohne mich statt, obwohl ich gerne dabei gewesen wäre. Ich habe zwar die Stubbenfräse schon auf Bildern gesehen,  aber ich hätte sie schon gerne mal in Aktion gesehen. Ich habe das auf auf Youtube nachgeholt. So sieht es aus.

Es ist kaum zu fassen mit welcher Leichtigkeit der Stubben abgetragen wird. Die Fräse geht bis 30 Zentimeter in den Boden und bis auf Holzschnitzel bleibt nichts zurück. Ich könnte theoretisch sofort wieder neu anpflanzen. Das geht bei mir erstmal nicht, weil ich die Erde erst mal umverteilen und einebnen muss. Ich wollte sie eigentlich auch auch mit Kompost aufwerten, weil die Erde die letzten 24 Jahe wohl keine Aufwertung durch Kompost erhalten hat und die Bäume sie kontinuierlich ausgezehrt haben. Sie ist jetzt also einsichtig ausgelaugt, hat aber wahrscheinlich Überschüsse durch Stoffwechselprodukte der Tannen in eine andere Richtung. Leider fehlen mir noch einige Werkzeuge, die ich für die Arbeiten brauche und ich kann den Kompost noch nicht umsetzen, weil mir ein Zweiter Haufen fehlt.

So oder so, zur Zeit sieht es furchtbar kahl aus und aufgewühlt wie auf einer Baustelle. Der Boden ist von Holzspänen übersäht.  

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Die Bäume erfüllten auch die Funktion des Sichtschutzes und sie unterteilten das Grundstück in ein Vorne und ein Hinten. Hinten hatte man mehr das Gefühl, dass man sich unbeochtet bewegen konnte. Jetzt kann man von vorne nach hinten durchgucken und man blickt noch viel stärker auf die hässliche Zaunkonstruktion des Nachbars, in der eine blaue Plane eingearbeitet ist, die aussieht wie ein Schwerlastenmüllsack oder die blaue Ikeatüte. Ich muss mir schnellstens etwas einfallen lassen, wie ich den Blickschutz wieder herstelle. Hier mal ein Voher/Nacher-Bild:

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Der Haselnussstrauch, der durch die Tannen sehr stark beschattet wurde, wird jetzt bestimmt besser wachsen. Auf der gleichen Höhe auf der Hausseite plane ich eine Felsenbirne zu pflanzen. Der Rasen soll bis an die Haselnuss rangezogen werden. Zwischen Haselnuss und Felsenbirne soll ein Rosenbogen mit Tor hin, links und rechts davon sollen Kletterrosen stehen, die zusammen mit den Stäuchern einen Blickschutz bilden. Im Vordergrund liegt das Moorbeet mit den noch umzuziehenden Blaubeeren.

Ich habe das hier mal mit Gimp skizziert. Leider ist mir dabei der Rechner abgestürzt und ich musste das Bild abfotografieren, weil ich es nicht speichern konnte. Deshalb ist die Bildqualität so mies. Aber es gibt meine Vorstelung ganz gut wieder.

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Baum fällt

“Nadelbäume machen starre Häuser nur noch starrer. Nadelbäume werfen auch im Winter Schatten, wenn man sich nach der Sonne sehnt. Nadelbäume versäuern den Gartenboden. Nadelbäume sind wie Kuckuckseier: Sie werden unten immer breiter und werfen den Besitzer schließlich aus dem Garten. Irgendwann ist Schluss, Endstation: Alle aussteigen (..). Nadelbäume sind keine Gute Gesellschaft. Schauen sie: Ihre Kinder können nicht drin klettern; sie selbst können sich nicht an den Stamm lehnen, um ein Buch zu lesen; sie können keine Hängematte dran fest machen; sie können nicht mal ein Fahhrad dran lehnen. Und niemand wird sich in einer Badehose zu einer Fichte legen. Nadelbäume sind ohne jede Überraschung, ohne Wechsel, ohne Farbenspiel. Sie könnten sich auch eigentlich gleich drei Littfasssäulen in den Garten stellen.”

-Zitat von Dieter Wieland-

Dieses Zitat lässt mich im nachhinein mehr Frieden mit der Fällung der Tannen finden:

Gestern war Fälltermin. Wegen der Lage der Bäume (zwischen zwei Gartenlauben und  dicht am Nachbargrundstück) mussten sie mit Klettertechnik gefällt werden. Unter den Bäumen war bis auf den kleinen Sandkasten nichts, was hätte Schaden nehmen können und das was da mal war, hatte ich bereits ausgegraben. Den Sandkasten deckten wir mit Steinplatten ab.

Der Firmeneigner hatte sich noch einen zweiten Arbeiter mitgebracht, eine Vertretung seines üblichen Co-Workers. Im Gegensatz zu ihm war der Co-Worker deshalb nicht so gut angezogen, was Arbeitschutz angeht und er benutzte auch keine Seilklettertechnik, sondern kletterte mit der Kettensäge in der Hand so im Baum hoch. Das sah schon sehr geübt aus, aber dennoch beängstigend und potentiell sehr gefährlich für ihn. Der Fällmeister trug einen Helm und Steighilfen an den Beinen. Er hatte die Kettensäge an einem Seil gesichert und wenn er aufstieg ließ er sie daran unter sich ab und baumeln, während sie lief. Wenn er seine Position gesichert hatte, zog er sie wieder hoch. Für den Halt im Baum hatte er zwei Sicherungsseile um seinen Rumpf und um den Baum und lehnte sich dagegen, um sie zu straffen. So robbte er den Baum stückweise nach oben.

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In einer Mordsgeschwindigkeit sägten sie die Äste ab und ließen sich nach unten plumsen. Der Co-Worker ließ immer ein gute Länge der Äste stehen, weil er sie als Leitersprossen für den Weg rauf und runter brauchte. Unter den Bäumen stapelte sich das Geäst und das Tannengrün. Der Fällmeister ließ die Äste sehr dicht am Baum herabfallen, sein Kollege nicht, weil er sehr schnell arbeitete und die Äste nicht von unten einschnitt. So vielen einige große Äste aus der Krone auf den Sichtschutzaum des Nachbern, der sowieso immer Angst hatte, dass seine kleine Hütte eines Tages von einer der Tannen zermalmt würde. Da der Zaun sehr behelfsmäßig zusammelt gebastelt war, hatte ich echt Stress, dass etwas kaputt gehen könnte.

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Dann kappten sie die Spitzen und ließen sie nach unten krachen. Es rumste mächtig. Dann kletterte der Co-Worker runter und zerschnitt große Äste, um sie teileweiße schon mal weg zu schleppen, damit sie die Stammblöcke von weiter oben, die sie gleich runterfallen lassen wollten, besser wegrollen könnten. Das Tannegrün wurde Richtung Hecke gezerrt, über die es später geworfen wurde. Auf dem Streifen vor der Hecke stand der Häcksler.
Dann kamen Teile der Stämme unter die Säge und wurden auf dem Rasen gestapelt.

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Ich zählte die Jahresringe und kam auf 24. Der Baum war also 24 Jahre alt. Ich finde es wirklich schändlich diese Bäume zu fällen wegen so einer Nadelbaumverbotsverordnung. Ich finde es durchaus sinnvoll Nadelbäume aus Kleingärten raus zuhalten, aber es würde meiner Meinung nach reichen, wenn das für Neupflanzungen gelten würde.

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Dann wurde der Häcksler angeschmissen. Der Co-Worker schmiss dem Fällmeister die Äste über die Hecke, wobei mit zunehmender Dauer dieser Tätigkeit, die Wurfhöhe immer niedriger wurde und die Hecke immer platter. Auf der anderen Seite wurden die Äste in einen riesigen fahrbaren Walzenhächsler gezogen und kamen als extrem komprimierter Baumschrot hinten wieder raus. Das Auswurfrohr sah aus wie ein Wasserwerfer in einem Spa unter dem man sich sonst vom Wasser den Rücken durchmassieren lässt. Hinter dem Häcksler stand ein Hänger in dem das Zeug aufgefangen wurde. So wurde die Baummasse auf 1/5 reduziert. Allerdings war der Auswurf nicht ganz so gerichtet und streute ganz schön. Zur Straße war ein Schutzzaun aufgestellt worden, damit nicht alles auf der Straße landet. Dummerweise  war der Hänger vor meinem Roller geparkt worden, und da die Leute nicht wussten, dass es mein Fahrzeug war, sagten sie auch nicht Bescheid, so dass ich es hätte umparken können. Als ich dann mal zum Häcksler gucken kam, war der Roller ordentlich mit “Dreck beschmissen” worden. Bis zum nächsten Regen ist er jetzt gesprenkelt.

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Während vorne gehäckselt wurde wurde hinten der erste Stamm komplett gefällt und in Stücke gesägt. Angefangen hatten wir um 10.20 jetzt war es 16 Uhr. Den ganzen Tag hatte es nie ganz aufgehört zu regnen. Es war dunkel und feucht und ich verabschiedete mich als es noch dunkler wurde.  Weitere Aufräumarbeiten und das Stubbenfräsen werden noch mal einen Tag in Anspruch nehmen, bei dem ich aber nicht dabei sein kann. Ich werde erst wieder das Ergebnis sehen.

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Instansetzung der Beete Teil 1

Vom Vorpächter habe ich  50 qm Beetfläche übernommen, die glücklicher Weise schön kompakt zusammen liegen und auch sonst an der idealen Stelle sind. Deshalb sollen die Beete eigentlich fast wie sie sind erhalten werden. Es gibt nur 2 Probleme, die bearbeitet werden müssen. Diese riesige Fläche ist bodendeckend zugewachsen mit Unkraut (vor allem Schöllkraut, Ferkelkraut, Schachtelhalm und Gras). Dann wurden die Beete als lange erhöhte Reihen angelegt, fast wie Hügelbeete. Vielleicht war das Absicht, weil der Boden zu feucht war und man so Abhilfe schaffen konnte. Aber dadurch ist das Wasser von den Beeten an den tiefsten Punkt gelaufen- den Weg. Den Unkräutern ging es dort deshalb besonders gut und von da aus breiteten sie sich in die Beete aus. Versucht man das Unkraut jetzt zu beseitigen fällt das ganze Beet auseinander, die Erde von den Beetenflächen fällt auf die Wege und begräbt das Unkraut da, das dann bald wieder durchwächst. Selbst wenn ich das ganze Unkraut jetzt beseitige, werde ich mit dieser Form im nächsten Jahr Probleme mit der Pflege haben und schließlich genau den gleichen Wildwuchs.

Deshalb habe ich mich entschlossen das Niveau zwischen Beetfläche und Wegen wieder anzugleichen. Das ist eine Schweinearbeit, ich werde noch lange brauchen, um das abzuschließen. Die langen Beetreihen werden durch einen querlaufenden Mittelweg ergänzt, damit man kürzere Wege hat und auch schnell vom Haus zur Wiese kommt, ohne immer außen rum zu gehen. Die Rabatten werden mit Rasenkannten abgetrennt werden. Zur Zeit gehen die Beete bis an die Hecke. Auch das führt zu Problemen, da die Hecke regelmäßig geschnitten werden muss und man Platz braucht sich zu bewegen und das Schnittgut wegzuharken. Hier wird ein breiter Weg angelegt, der auch mit einer Rasenkante abgetrennt wird. Die Rasenkannte sollte in dem Fall aus Schneckenzaun bestehen, da sich in schattigen Bereichen wie der Hecke immer Schnecken verstecken, die dann einen kurzen Weg zum Salat haben und alles Platt machen.

Um auf einer so großen Fläche ein Unkrautdesaster zu vermeiden, werde ich nächstes Jahr schön mulchen. Die Hälfte des zusammen geharkten Laubes habe ich im Schuppen gesammelt. Das werde ich für die Wege benutzen, sobald sie fertig sind. Wahrcheinlich gibt es gar nicht genug Grasschnitt für die ganze Fläche. Mal gucken wie ich es dann mache.

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15.11.- 01.12.2014 Rabattenplanung

Die letzten Tage bin ich viel im Garten gewesen. Ich freue mich so, dass das jetzt Meins ist, mein Kopf quillt über vor Ideen. Ich versuche den Garten kennen zu lernen, Pflanzen zu erfassen und zu gucken, was zu optimieren ist, mit dem was an Bestand da ist. Ich habe auch geguckt, was am Haus zu machen ist und wie schwierig der Abriss des alten Schweinestalls werden könnte. Ich habe vor sich hin mickernde Schwertilien und Beetrosen unter den Tannen ausgegraben und an bessere Standorte verpflanzt. Beim Fällen wären sie sonst gänzlich drauf gegangen. Ich hab Skizzen zu Pflanzplänen für die Rabatten links und rechts vom Hauptweg  entworfen. Ich denke, das muss zuerst gemacht werden, wegen der Außenwirkung. Der Garten ist bis auf den Baumbestand recht leer (bis auf eine Pfingstrose, zwei verkümmernde, alte Lavendel und die seit bestimmt einem Jahrzehnt ums Überleben kämpfenden Schwertlilien/ Beetrosen gibt es nichts an Stauden). Zwei Kletterrosen  gibt es noch und ein paar Büsche. Alles muss daher neu eingebracht werden. Aber diese Leere hat viele Vorteile. Ich habe völlige Gestaltungssfreiheit.

Am 30.11. hat der Frost eingesetzt. Ich kann nichts mehr umpflanzen, der 1. Zentimeter Boden ist auch schon gefroren. Der umgepflanzte Palmkohl lässt teilweise die Blätter hängen. Er ist noch nicht genug angewachsen und kriegt kein Wasser mehr. Ich habe noch ein paar Tulpen in die Erde gebracht. Die Heidelbeeren, noch woanders zwischen geparkt sind, kann ich nicht mehr umsetzten. Das kann ich erst im März nächstes Jahr machen. Die Endivien die auch noch woanders stehen, kann ich deswegen auch nicht mehr mitnehmen.

Ja, ich male auf Briefumschläge. Man muss nehmen was zur Hand ist, wenn man eine gute Idee hat. Wo das Adressfenster ist, steht das Gartenhaus. Hellblau ist der Bestand. Dunkelbau, das was werden soll.

Beim Rododendron werde ich ein Moorbeet anlegen und deshalb die Erde austauschen müssen. Er mickert schon ein wenig und bekommt gelbe Blätter. Überhaupt erstaunlich, dass der so verhältnismäßig gut aussieht, denn wegen der Tannen ist der Boden viel zu trocken für so ein Gewächs. Passend zum Moorbeet plane ich dazu die Unterpflanzung mit bodendeckenden Zwerghortensien, die dann hoffentlich blau blühen. Hier will ich auch die Blaubeeren hinpflanzen. Ein ehemaiger Gartenachbar hat mir mal gesagt, dass diese den gleichen Anspruch an den Boden haben auch was Feuchtigkeit angeht.  Vielleicht lege ich einen Tröpfchenbewässerungsschlauch.

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15.11- 27.11.2014 Übernahme

08.11. Erste Besichtigung, 09.11. Zusage, 15.11 Übergabe vom Vorpächter, Abstandszahlung und Schlüsselübergabe.

27.11. Vertragsunterschrift beim Bezirksverbands. Ich bekomme das Schätzprotokoll, das einen Wert von 1700 Euro ermittelt hat, die Auflagen aber mit rund 6000 Euro gegen gerechnet hat. Auf dem 720 qm Grundstück stehen zwei Tannen, die zum 30.12. gefällt und entsorgt sein müssen, die Stubben der Tannen müssen auch weg und auch die der bereits abgesägten Wacholder. Zur gleichen Frist ist ein halber Kubikmeter Schnittgut zu entsorgen und tote Weinreben zu entfernen.Für die anderen Auflagen habe ich mehr Zeit bekommen. Der Schuppen, ehemals Schweinebuchten, muss bis 2017 abgerissen werden. Schade, dass Tierhatung nicht mehr gestattet ist. Ein paar Hühner, Gänse oder Hängebauchschweine hätten sich bei dem großen Grundstück sicher wohl gefühlz. Der Ortbeton der Stallböden darf bleiben, bis ich von der Parzelle gehe.

. Sattelitenbild Gartenclean

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Hier sieht man noch mal schön, wie hoch diese Tannen sind. Aber es herrscht Nadelbaumverbot auf der Anlage. Wenn die Bäume weg sind wird viel Fläche frei und ich überlege, was ich damit mache. Noch wächst dort kaum etwas, wegen der Trockenheit und dem Schatten, aber das wird sich dann schnell ändern. Ich kann mir ein Gewächshaus dort sehr gut vorstellen.

Lang ist es her, dass die Hecke so aussah. Die Aufnahme ist von 2008. Aktuell ist die Hecke total verwachsen, aus der Form, lückenhaft und alle möglichen Gewächse tummeln sich darin. Auch Hofen und eine Brombeere. Weiter hinten auch selbst ausgesähte Ahörner, die schon über 2 Meter hoch sind. Die Hecke ist unglaublich lang: 38 Meter zur Straßenseite und 15 Meter im Weidenweg. Ich überlege die ganze Zeit, wie ich es anstellen soll, sie zu schneiden, denn ich brauche Unmengen an Verlängerungskabel.

 So sehen die Schätzprotokolle aus. Bauzeichnung vom Gartenhaus ist auch dabei, damit ich weiß, was ich abreißen muss.

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