Month: Februar 2015

Instandsetzung der Beete Teil 3

Es hört einfach nicht auf, die Arbeit an diesen verwilderten Beetflächen! Sie sind so groß, die Erde ist teilweise so verdichtet und das Unkraut rausklauben ist soo aufwändig. Ich bin echt angenervt, es ist körperlich auch wirklich anstrengend. Heute habe ich bedenkliche Rückenschmerzen und bin total ermattet. Die gebückte Arbeit mit so großer Kraftausübung ist wirklich unergonomisch und ich habe erst die Hälfte geschafft.

So hatte ich es mir vorgestellt, als ich das erste Mal über die verwilderten Beete sah. Es ist normal in dieser Zeit fast nicht zu schaffen. Ich hab auch drüber nachgedacht eine Motorhacke zu mieten, aber ich hab noch nie selbst damit gearbeitet und ich zweifle immer an der Art der Unkrautbeseitigung. Denn ich denke, es wird nur zerteilt und in den Boden eingearbeitet und dann sprießt es vielleicht wieder schlimmer als zuvor. Deshalb wollte ich es ausbuddeln, wenigsten 1 Mal zur Urbarmachung. Das  Entwildern ist halt immer das Schlimmste

Vielleicht miete ich mir doch noch eine Motorhacke, oder ich kauf vielleicht besser eine, die Mietpreise sind ja auch nicht ohne und dann muss das Ding noch hin und her transportiert werden:-/

Eins aber ist sicher. Diese Fläche werde ich nie wieder so verunkrauten lassen!! Ich werde Folien oder Fließe ausbringen, wo es geht und ansonsten Mulchen, was das Zeug hält.

Jetzt habe ich wenigstens den linke Rabatte fertig um sie neu anzulegen. Es sieht wirklich schön aus, das ist ein kleiner Trost. Ich habe Trittsteine und Gehwegplatten in Fortsetzung der Beetwege verlegt, damit man vom Hauptgang zum Beet kommt, und damit ich in der Rabatte Pflege betreiben kann.

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Ich sehe schon wo später was steht und freue mich dass jetzt Platz dafür ist. Weiter vorne bin ich auf ein Wurzelgeflecht gestoßen, dass ich erst für Goldrute gehalten habe, die habe ich da im Herbst gesehen gehabt. Da packte mich natürlich der Ehrgeiz das ganze Wurzelgeflecht zu entfernen. Aber es hörte nicht auf, ich buddelte immer weiter und tiefer. Es dauerte eine halbe Stunde, bis mir klar wurde, dass das keine Goldrute sein kann. Es sind Maiglöcken. Aber dort, wo ich gegraben habe, hatte ich keine oberflächlichen Teile gesehen, ich näherte mich aber langsam einem Gebüsch, wo noch welke Blätter zu sehen waren.

Ich hab ebend noch nie Maiglöckchen von unten gesehen. Aber so schön sie auch aussehen, dort wird mein Kräuterbeet hinkommen und dazwischen machen sich Maiglöckchen nicht so gut.

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Die Maiglöcken-Wurzeln: Ein Geflecht wie bei einem Myzel

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Besessen gebuddelt, 40 -50 cm tief. Diesen Erdhaufen habe ich jetzt erstmal liegen lassen. Ich brauche eine Pause davon.

Erneuerung der Rosenbögen

So sah er aus, der hintere Rosenbogen Anfang Dezember. Dann kam Silvester und ob es die “Winterstürme” waren oder zu Späßen auf gelegte Besucher, die sich durch die Hecke gequetsch und mein Grundstück mit Kartoffelsalat dekoriert haben, der Rosenbogen neigte sich jedenfalls so bedenklich, dass ich ihn abbauen musste. Die Metallfüße hatte die Last bereits verbogen.

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Nach dem Abbau neigte sie die Kletterrose bis auf den Weg, so dass man diesen gar nicht mehr passieren konnte. Deshalb musste schnell ein neuer her. Ich kaufte Latten derselben Größe im Baumaurkt nur länger (2 Meter) mit den Metallfüßen ist der Rosenbogen jetzt ca 2,30 hoch. Da können jetzt auch große Menschen durchgehen, ohne mit der Kopfhaut hängen zu bleiben. Die Latten ließ ich ich Baumarkt schon zurechtsägen. Dann strich ich sie im Heimarbeit (moosgrün) und baute sie an Ort und Stelle nur noch zusammen.

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Die alten Latten vom abgebauten Bogen hebe ich auf. Die werde ich für den Laubengang an der Terasse benutzen, wenn ich dort den Stall zurückbaue (siehe Gartenplan).

Trotz meiner akuraten Schraubkünste 😉 steht der neue Bogen leider nicht gerade, den die Halterung, worin die Leisten festgeschraubt sind, wurden nur in den Boden getrieben und durch die Hebelwirkung der Rosenlast ausgegrackelt. Die Rose hat ein ganz schönes Gewicht und neigt sich der Sonne zu. In diese Richtung hat sie auch die Füße gedrückt. Ich habe den neuen Bogen jetzt trotzdem erst mal eingebaut, damit man den Weg benutzen kann. Vielleicht kann ich die Füße irgendwann später doch noch einzementieren, wenn auch nur oberflächlich. Dann könnten sie nicht mehr nachgeben.  Das Problem ist nur dass die Rose preß an den Fuß gewachsen ist. Ich würde die Rose oder Teile mit zementieren und und müsste die Füße erst mal gerade bekommen und in Form halten bis der Zement trocknet. Vielleicht ist es doch einfacher neuere Hülsen einzuschlagen. Aber die sind immer quadratisch, mein Holz ist rechteckeckig. Naja ein kleiner Schönheitsfehler. Mal gucken.

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Der Frühling hat angefangen

Die Erste Blüte im Garten, am Wochenende fotografiert:

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Die Tomatenanzucht beginnt!

So es ist Februar und das heißt die Vorgartensaison geht schon los. Ich starte immer mit Tomaten, weil die unendlich lange brauchen um vom Zustand eines Kresse-ähnlichen Spösslings zu einer Jungpflanze. Ich tue mir das an, weil mir die Sorten, die ich zu kaufen kriege nicht gefallen. Das beläuft sich hier meistens auf Harzfeuer und auf ein paar Cocktail-Tomaten-Sorten. Meistens auch noch F1-Hybriden, die ich nicht unterstützen möchte. Ich möchte nur samenfeste Sorten.

Letztes Jahr hatte ich Zuhause die Wiltomatensorten Red- und Golden-Current vorgezogen. Der Anfang war schwer und mit den Sorten war ich letztendlich nicht so zufrieden. Aber jetzt weiß ich, wie es geht und möchte die Sortenvielfalt ausweiten. Deshalb habe ich mir von den Kanaren Saatgut von seltenen und wiederstandstfähigen Sorten schicken lassen.

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Davon baue ich dieses Jahr an:

Black Plum: “Schwarze” Pflaumentomate

Purple Russian: eine “schwarz-violette” russische Eiertomate, vollfleischig, soll unempfindlicher gegen Kälte sein

Stupice: Eine tchechische Cherrytomate, rot, soll auch unempfindlicher gegen Kälte sein

Hillbilly: große gelb-pink-orange marmorierte Fleischtomate aus West – Virginia, mit Früchten zwischen 300-900 Gramm

Zwei Sorten, der Bestellten hebe ich mir für nächstes Jahr aus. Wer soll so viele Tomaten sonst verarbeiten. Im Baumarkt gekauft habe ich:

San Marzano: Eine walzenförmige, rote, italienische Marktomate, fürs Einkochen und Saucen

Eigenes Saatgut:

Johannesbeer Tomate (nicht Golden Current): Rispenartige Wildtomate mit winzigen, überaus zahlreichen wellensittichei-großen, ovalen Tomaten

Für Bilder hier suchen: http://www.tomaten-atlas.de/direktsuche

Und so sieht es dann aus:

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Aktuell benutze ich diese magenta strahlende Pflanzenlampe, weil mir meine bevorzugte Tageslichtlampe kaputt gegangen ist. Sie hatte eine enorm hohe Wattzahl und es gibt sie im Moment nicht im Sortiment des Baumarktes. Alle wollen ja Energie sparen, war wohl kein Verkaufsschlager. (Dennoch hat sich das nicht in der Stromrechnung niedergeschlagen, was ich letztes Jahr noch befürchtet habe.) Da das Licht der Tageslichtlampe nicht für die Photosynthese optomiert ist, wie die Magenta-Leuchte, muss es eben stärker leuchten. Die Ergebnisse waren super und es sah einfach nicht so krank aus.

Jetzt habe ich dieses Lila-Oma-Dauerwellen-Licht, das mich ganz krank macht von der Optik. Sobald es dunkel wird, illuminiert es mein Fenster und die halbe Straße. Alle haben was davon. Es sieht nach außen aus als würde ich eine Hanfplantage betreiben.  Oder auch, als würde bei mir eine Akte-X Entführung durch Aliens stattfinden.  Deshalb immer schnell die Jalousie runter. Aber ich komm ebend oft spät.

Gestern sind die ersten Sorten aufgegangen. Es waren Black Plum und Stupice. Heute Abend entdeckte ich auch die ersten zwei Johannesbeertomaten. Der Anzucht-Spass geht noch bis April/Anfang Mai. Ich werde noch öfter darüber berichten.

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Instandsetzung der Beete Teil 2

Immer wenn es warm genug ist und der Boden einigermaßen trocken genug ist, grabe ich weiter die Beete um. Ich habe mittler Weile eine Technik entwickelt, wie ich bei dem Höhenunterschied zwischen altem Weg und Beet das Unkraut ausgraben kann, ohne dass mir die runterfallende Erde die verunkrauteten Wege begräbt.

Ich grabe immer erst den Weg. Dannach grabe ich das Beet längs runter aber immer nur bis zur Hälfte des Beetes, weil ja auf der anderen Seite der nächste Weg erst noch gegraben werden muss. Am Ende kann ich den Überschuss an Erde von den erhöhten Beeten gleichmäßig verteilen, somit den Höhenunterschied begleichen und dann die Wege treten. Ich komme sehr langsam voran, ich habe noch nicht mal die Hälfte geschafft.

Vor ein paar Tagen habe ich Beet 5 (im Bepflanzungsplan) fertig gestellt. Weil der Boden in der Natur nie offen liegt und um die Neuansiedlung von Unkraut bis zum Frühjahr zu verhindern, habe ich die Beete provisorisch mit Erdbeer-Mulchfolie abgedeckt. Auf dem Teil zur Hecke kommt die später wieder runter. Im vorderen Teil wird sie bleiben, weil dort tatsächlich Erdbeeren hinkommen werden. Ohne Mulchfolie werde ich dem Kampf gegen das Unkraut sonst nicht Herr. Die Flächen sind einfach zu groß.

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Lange habe ich über die ideale Rasenkante nachgedacht. Brauchen tu ich eine. Links als Abgrenzung zu den Stauden, rechts als Abgrenzung zum Weg, der teilweise  aus Rindenmulch bestehen wird, der an Ort undStelle gehalten werden muss und nach hinten als Abgrenzung zum Rasen/ zu den Beerensträuchern. Rasenkanten aus Metall hätte ich gut und praktisch befunden, aber mit 10 Euro pro qm macht man sich ja arm. Die üblichen Kunststoffrasenkannten sind Mist. Sie zerstören sich selbst durch Brüchigkeit, halten dem Rasenmäher nicht stand und lassen sich schlecht verlegen.

Meine Wahl fiel auf eine PP-Rasenkante mit 1 mm Dicke, mit dem besten Preisleistungsverhältnis, vom Hersteller so beworben:

aus hochwertigem Polypropylen • biegbar, ohne zu brechen oder zu knicken • passt sich der Linienführung von Wegen, Beeten und Plätzen an • verhindert das Ausbreiten von Wurzelausläufern • rostfrei, witterungsbeständig, langlebig, formstabil, frost- und UV-beständig, farbbeständig • frei von Schadstoffen • resistent gegen Chemikalien”

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Ich habe eine 30 Meter-Rolle gekauft. Heute habe ich die fertigen Bereiche und ein Staudenbeet damit versehen und stelle fest, dass ich gut noch 60 Meter brauchen könnte. Aber mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden.

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