Month: April 2015 (page 1 of 2)

Es wird schön!

Einen Vorteil hat es, dass die ganze Nachbarschaft ihren Gelben-Sack-Müll und Sperrmüll vor meiner Hecke abstellt: Ich bin immer der Erste, der es sieht und kann Brauchbares rausfischen. so habe ich heute ein paar Rankstangen ergattert und vor Allem diesen schönen Tisch, den ich als Pflanztisch benutzen kann. Das Holz ist an einer Stelle etwas marode, aber das kann ich einfach auswechseln. Das Gestellt ist aus Eisen, super robust und einfach schön.

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Die Kirschblüte ist fast vorbei und überall fliegen die Kirchblütenblätter umher. Dafür beginnen die Apfelbäume und Pflaumen jetzt zu blühen.

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Auf der Wiese blühen viele Blumen, wilde und Kulturformen und ergeben wunderschöne Kompositionen:

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Hier ist es in blau-lila Kerzen der Günsel, im Vordergrund blüht Vergissmeinnicht, im Mittelfeld und Hintergrund Gänseblümchen und Löwenzahn, übertrohnt von creme-gelben Osterglocken. Dazwischen die silbernen Blattrosetten von 2 Vexiernelken.

Dort wo das so ist, lasse ich die Wiese vorerst einfach stehen und mähe nur die Flächen, die ich viel begehen muss, damit das Gras nicht nur plattgerammelt wird. Das setzt schöne Akzente aus gepflegt und bewusst naturnah gelassen. Es unterteilt größere Rasenflächen optisch in verschiedene Nutzungsbereiche und wirkt dadurch abwechslungsreicher. Die Blühenden Wildblumen sind auch für Insekten relevant.

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Und in dieser Bullerbü-Romantik kann ich jetzt meinen Kaffee-Tisch aufstellen und über einer Peca-Nuss-Tasche sinnieren. Danke noch ein mal an die Schenker:-)

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Heute habe ich auch im Garten einen Vogel gesehen, den ich mein Lebtag bisher noch nicht gesehen habe, und ich war der Meinung ich kenne alle Vogelarten, die Gärten als ihr Revier nutzen. Das sowas sein kann, hätte ich nicht für möglich gehalten:-) Ich musste sogar nachschlagen, was es war: Ein Gartenrotschwanz, ich kannte nur den Hausrotschwanz. Zwei Männchen balgten sich im Apfelbaum vermutlich ums Revier oder die Braut. Später sah ich auch den Gewinner mit seinem Weibchen. Das saß auf dem Stiel meiner Grabegabel und badete in ein paar Regentropfen.

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Im Gewächshaus läuft es gut, einigen Tomaten kann man beim Wachsen zusehen. Ich beschäftigte mich mit verschiedenen Konzepten zur Bewässerung und werde das bald umsetzen müssen.

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Das Moorbeet: Rhododendron und Heidelbeeren

“Es war einmal, als das Wünschen noch half, da hatte eine alte Frau einen großen Garten. Und weil sie nicht wusste, was anfangen mit all dem Land, pflanzte sie zwei Tannen, 5 Zuckerhutfichten, 1 Rhododendron und ein Mandelröschen. Als die alte Frau gestorben war, kam der König und befahl alle Tannen und Zuckerhutfichten fällen zu lassen. So stand der Rhododendron verloren und allein, beraubt des Schutzes der Anderen und wurde krank und immer kränker.”

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Da sprach der Busch: “Dünge mich, dünge mich, alle meine Blätter sind schon ganz gelb!”

Der Rhododendron sieht wirklich schlimm aus: Er hat Nährstoffmangel und das hat damit zu tun, dass der Boden nicht sauer genug ist (habe ich mehrfach getestet)  und die Pflanze somit die ev. vorhandenen Nährstoffe gar nicht aufnehmen kann. Wahrscheinlich war es das letzte Jahr auch zu trocken und zu sonnig, obwohl man sagt, das könnten Rhododendren aushalten, wenn sie genug gegossen werden.

Also wie kriege ich meinen Boden saurer? Das einzige, was sich außer Erde austauschen anbot, war dieses vielversprechende Mittel:

IMG_0242“Substral Bodenkur Rhodo-Vital ist ein Bodenhilfsstoff mit Nährstoffzusatz auf Basis hochwirksamer Meeresalgen zur gezielten Behandlung von Rhododendren und anderen Moorbeetpflanzen. Die hochwertigen Inhaltsstoffe verbessern den Wasser-, Luft- und Nährstoffhaushalt des Bodens langfristig und senken den pH-Wert bereits innerhalb eines Jahres um bis zu dem Wert von 1. Für eine optimale Wirkung 200 g/qm im Frühjahr ausstreuen, weitere 75 bis 100 g/qm im Juli/August. Organisch-mineralischer NPK-Dünger
5 + 4 + 7,5 mit Bor, Eisen, Mangan, Molybdän und Zink. 57% Algen.” – Herstellertext

 Allerdings dauert es auch bei vorschriftsmaßiger Anwendung um die ein bis zwei Jahre, bis so ein krankes Gewächs wieder gut aussieht. Zudem dünge ich mit Stickstoff. Ich bin gespannt.

Diese Bodenbehandlung habe ich auch bei den Heidelbeeren und den sibirischen Blaubeeren vorgenommen. Anschließend habe ich das ganze Beet mit Nadelholz-Rindenmulch abgedeckt, damit sich die Feuchtigkeit besser im Boden hält. Ich habe Nadelholzrindenmulch genommen, das wirkt vielleicht auch in Richtung Ph-Wert-Senkung, auf alle Fälle unterdrückt es schön das Unkraut und ich habe weniger damit zu tun. Auf der gemulchten Fläche kann ich auch schön rumlaufen, wenn ich die Heidelbeeren beernte.

Und so sieht es derzeit aus: Die Rasenkannte ist mir ausgegangen, deswegen konnte ich das Beet nicht ganz abschließen und es fehlt dadurchauch die Begrenzung eines Weges, der vom Rasenteil an den Heidelbeeren vorbei zum Gewächshaus führen soll.  Der im Herbst gesähte Rasen auf der anderen Hälfte auf gleicher Höhe wächst  langsam, aber die Spatzen fressen die Nachsaat weg. Sie grasen auf der Fläche wie eine kleine Schafherde.

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Hier gibt es noch mal ein kleines Vorher-Nachher: Nov. 2014 noch mit den Tannen und Babysandkasten, Dez.2014 nach der Fällung und jetzt.

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Die Tomaten kommen ins Gewächshaus

Das Gewächshaus steht. Aus Kostengründen habe ich mich vorerst für ein Foliengewächshaus entschieden, denn Gewächshäuser, die für mich von ihrer Größe überhaupt in Frage kommen, möchte ich mir vorerst nicht leisten, denn das Dach des Häuschens ist noch zu machen und das ist dringender und teuer genug. Das Foliengewächshaus ist eine gute Alternative, zumal es in seiner Ausführung eines der Durchdachteren ist. Es hat sowohl vorne, als auch hinten eine Tür, so dass man, wenn es sehr heiß oder feuchtwarm ist, Durchzug erzeugen kann. Und es hat 6 Fenster mit Insektenschutznetzt, ebenfalls zur guten Durchlüftung. Es ist 1,90m breit,: 4,5m lang  und 2m hoch. Die Folie soll UV-bständig sein.

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Da ich es auf die Stelle gestellt habe, auf der vorher die Tannen wuchsen, werde ich den Boden dort komplett austauschen müssen. Überraschender Weise ist dieser nicht wie zu vermuten sauer, aber er ist ganz sicher ausgelutscht und im Gewächshaus soll ja immer der beste Boden sein. Auf der rechten Seite ist der Austausch bereits geschehen.

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So geräumig ist es von innen und es ist schon jetzt mächtig warm!

Auch den Kompost habe ich auf seinen Ph-Wert getestet, weil ich annahm, er müsse auch sauer sein, weil dort soviele Tannennadeln, Tannenzapfen und Thuja-Schnitt umgesetzt wurde. Aber auch er ist überraschender Weise nicht sauer, allerhöchstens schwach. Es war jedenfalls blau. Das finde ich wirklich erstaunlich. Dabei riecht der Kompost ganz harzig, wie nach Latschenkiefern. Aber er ist so schön feinkrümelig, wunderbarer Humus alles schön ausgekäckert von Regenwürmern und Nashornkäferlarven.

Auf diesen Streifen habe ich, mit 70 Zentimeter Abstand zwischen den Pflanzen, die Tomaten gepflanzt, die bisher am größten sind: 2 San Marzano, 1 Black Russian, 1 Black Plum und 1 Hillbilly. Eine Black Russian wartet noch im Topf, bis die andere Seite bepflanzbar ist. Eigentlich habe ich das Gewächshaus für die San Marzano, weil diese so spät reift und feuchtigkeitsempfindlicher ist, aber ich habe gerade mal 4 von der Sorte. Ich werde von jeder Sorte, bis auf die Johannesbeertomate, mindestens eine Pflanze ins Gewächshaus setzen, um mal zu vergleichen, wie der Unterschied in der Entwicklung verläuft. Die Johannesbeertomate wird einfach zu ausladend für ein Gewächshaus und wächst auch draußen problemlos.

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Die weiteren Tomatenpflanzen werde ich auch ins Gewächshaus stellen, allerdings in Töpfen. Sie werden jetzt dort besser wachsen als bei mir zuhause unter Kunstlicht. Sie brauchen einfach größere Töpfe, dann  nehmen sie aber so viel Platz ein, dass sie nicht mehr unter die Lampen passen. Außerdem kann nichts mit echter Sonne mithalten und es ist auch immer etwas zu kühl in meinen 4 Wänden.

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So haben die Tomaten den Transport per Roller in den Garten wohlerhalten überstanden. Ein Hoch auf die Stullenbüchse!

Den übrigen Beeten geht es auch gut: Die Erdbeeren sind alle gepflanzt. Die Steckzwiebel sprießen, die Kartoffeln habe ich zur Hälfte gelegt und Salat habe ich, bis das Beet fertig ist, auch im Gewächshaus gesäht.

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Die naturnahen Bereiche des Gartens haben gerade einen Wachstumsschub:

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Kirschblüte!

Gestern hat die Süßkirsche angefangen zu blühen und heute konnte ich es mir ansehen. Es ist wunderschön!

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Von allen Richtungen bin ich um den Baum geschlichen, um mir diese Blütenpracht anzusehen. Bei den niedrig hängenden Ästen konnte ich auch mal meine Nase in ein Paar Blütenbüschel stecken.

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Ich könnte ewig nur da stehen und schauen. Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie das auf mich wirkt. Aber ich glaube die Wirkung  der Schönheit und Größe in der Natur auf den Geist und  Körper des Menschen ist Vielen viel zu wenig bewusst und kann gar nicht hoch genug bewertet werden.

Unter dem ausladenden Kirschbaum herrscht, wie schon öfter erwähnt Waldklima. Neben der Waldmaus und den Nashornkäfern, zeigt das auch der fröhlich wuchernde Giersch und die Walderbeeren, die dort sprießen. Diese geradezu aufforderndern Standortbedingungen habe ich genutzt, um mal zu probieren, ob Waldmeister und Bärlauch bei mir wachsen wollen. Wer hat nicht Lust auf Waldmeisterbowle und Bärlauchpesto?

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Auch das Mandelröschen hat angefangen zu blühen:

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Instandsetzung der Beete Teil 5

Sohooo! Es geht weiter: Ich habe vor ein paar Tagen Schalotten und Zwiebeln gesteckt und Wurzelgemüse gesäht. Letztes Jahr hatte ich im alten Garten unangenehm viele Probleme mit Schnecken, Blattläusen und Kohlweißlingen. Deshalb bin ich zum mechanischen Pflanzenschutz übergegangen. Letztes Jahr konnte ich einiges an Salat durch einen kupfernen Schneckenzaun oder durch ganzjährigen Salatanbau im Frühbeet retten.

Vor fliegenen Schädlingen hat das aber nicht geschützt und so habe ich mein Reportoire für dieses Jahr um diese schöne Insektenschutznetztkonstruktion erweitert:

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Das habe ich von rrhase auf seinem Selbstversorgerkanal gelernt:

Allerdings sind meine Beete nicht so breit und mein Boden nicht so hart. Ich kann meine Rohre einfach so in die Erde stecken. Die Bögen sind aus PE-Wasserleitung/-Rohr für Außenbereiche ( PE HD Rohr 20 x 2,0 mm, 10 Meter) Diese 10 Meter habe ich für das Beet komplett verbraucht. Zugeschnitten habe ich sie mit einer Astschere.

Auch kaufe ich das Schutznetz nicht in Meterware wie rrhase, so groß ist mein Bedarf nicht. Ich habe fertige Netzte im Baumarkt gekauft. Sie waren 2 Meter breit und 5 Meter lang. Ich habe sie nicht zugeschnitten, ein bisschen Spiel ist gut. Ich habe, was zu viel ist einfach aufgewickelt oder an der Beetkante eingegraben. Um so dichter es an Boden abschließt, um so besser. Im Sonnenschein sieht’s gleich noch viel besser aus.

IMG_0225Alle Beete auf diesen Bild sind mit Irgendetwas abgedeckt, zur Erklärung: Rechts vom Schutznetz ist der Spargel. Er ist mit Wachstumsfließ abgedeckt, was eine konstantere Temperatur halten soll und vor leichtem Frost schützen soll. Links vom Schutznetz ist das Beet gegen Unkrautbewuchs mit einer Kompost-Abdeckfolie und einem Rest Erdebeermulchfolie abgedeckt. Da kommen Bohnen hin. Das Beet war früh fertig und muss auf die Bepflanzung länger warten, in der Zwischenzeit könnte sich da so Einiges ausbreiten, dass ich dann wieder mühsam entfernen müsste. So weit muss es ja nicht kommen. Im Vordergrund sieht man das Erdbeerbeet. Im Bild sind Erdbeeren, die ich auf alten Beeten gefunden habe, deshalb sind sie so klein. Aber sie werden sich erholen. Ich habe für die Erdbeermulchfolie noch kein Mulchmaterial, um sie zu beschweren. Noch ist sie sehr anfällig für Wind. Er findet bei den Einschnitten für die Pflanzlöcher eine Angriffsfläche und erweitert so die Löcher immer mehr, weil die Folie dann einreist. Deshalb sind die Pflanzlöcher mit Steinen beschwert. Sobald ich das erste Mal Rasen gemäht habe, kommt der Rasenschnitt als Mulch drauf. Am Rand ist die Folie durchgängig eingebraben und hat so gut wie kein Spiel.

Weiter Richtung Haus, wo noch die Anbaufläche umgegraben und gestaltet wird,  habe ich bei der Arbeit am zweiten Hauptweg neben den Brombeeren auch eine alte, wahrscheinlich schwarze, Johannesbeere ausgegraben. Ich wollte sie eigentlich neben die kleine Hecke vor dem Spargelbeet Pflanzen, als optische Abgrenzung zum Rasen und als Windschutz. Aber die Wurzeln waren so riesig, dass ich es unpraktisch und fragwürdig fand, zu versuchen, dort deartig zu graben.  Auch das letzte Beet ganz vorne Richtung Haus musste ich aufgeben. Dort wachsen auch überall Pfingstrosen und Maiglöckchen. Man muss sich den Gegebenheiten anpassen. Durch das Gewächshaus brauche ich nicht alle Flächen draußen. Wie ich allerdings die Kräuter unterbringe, die auf das gestrichene Beet sollten muss ich mir noch überlegen.

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Schwarz sind die ursprünglich geplanten Beete und Wege. Pink sind die neuen Beetverläufe und Wege.

So sieht es in Real aus:

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Auf dem zweiten Bild unten sieht man den “Kartoffelacker”, der schon zur Hälfte umgegraben ist. Gott, das geht so langsam voran. Da ist überall Giersch drin und es ist eine Menge Fummelei den raus zu suchen. Der Boden ist bei diesem Beet auch sehr verfestigt, weil wir, inklusive der Baumfäller bei der Entsorgung der Tannen über die Hecke und bei jeder anderen Gelegenheit  immer schön drauf rumgelatscht sind. Auf den alten Wegen wollte ja keiner laufen, sie hatten so eine Qualität von Gosse, eine tieflegende, stolpergefährdende, weil viel zu schmale, unebene Ablaufrinne in der sich der ganze Dreck sammelte. Da wollte man lieber einen Fuß höher auf dem breiten, überschaubaren Beet wandeln. . Hier noch mal ein Vorher-Nacher zum Vergleich: Alles, was auf dem Vorher-Foto grün ist, und auf dem Nachherfoto nicht mehr zu sehen ist wurde per Hand entfernt und füllt jetzt 1 1/2 Komposthaufen. Wahnsinn, wenn ich das selbst so sehe.

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Der zweite Hauptweg

Heute wurde auch die Anlage des zweiten Hauptweges am Gemüsegarten abgeschlossen. Das ist ein breiter, dauerhafter, Arbeitsweg, der so breit ist, dass man dort auch mit einer Schubkarre lang kann.

Der Weg verläuft paralell zur Hecke und dient auch zur räumlichen Trennung des Gemüsegartens von der Hecke (wegen deren Wurzeln und weil sich dort gerne Schnecken verstecken, die sich dann über meinen Salat hermachen. Der Weg ist eine längere, unattraktive Strecke, die von Vögeln bejagt wird und das hält einige Schnecken fern.)

Bis zum heutigen Zustand war es ein langer Weg. Hier ein Vorher-Nachher-Foto Nov. 2014 und April 2015:

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Als Erstes musste die Hecke geschnitten werden. Dann mussten die Beete gegraben werden und die Unterschiede im Höhenniveau mussten beglichen werden. Dann mussten alle unterirdischen Ausläufer der Hecke abgestochen werden und alle Büschlein und Triebe auf den zukünftigen Weg mussten ausgegraben werden, ganz besinders die Brombeerabsenker-Ächz. Dann wurde die Rasenkannte gesetzt als Wurzelsperre zur Hecke und damit der Mulch sich nicht in die Beete verteilt. Dann wurde ein Unterbodengewebe ausbracht, damit kein Unkraut und keine neuen Ausläufer durch den Rindenmulch wachsen.

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Dann wurden die Gehwegplatten in Schrittabständen verlegt.

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Die Zwischenräume wurden schließlich mit Rindenmulch aufgefüllt. Das dient dazu Material (Wegplatten) zu sparen, nivelliert aber die Höhenunterschiede zwischen Platte und Boden, so das man ohne Probleme mit einer Schubkarre über den Weg fahren kann, auch wenn sie voll und schwer ist.

Fertig! Hat aber auch lange gedauert! Ich hoffe ich werde lange Freude an diesem Werk haben.

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Nashornkäferlarven im Kompost

Heute haben wir den großen Kompost umgesetzt. Der Kompostbehälter Marke Eigenbau war viel zu hoch und es wurde immer nur drauf geschüttet. Er ist einfach riesig. Man muss mit einer Leiter raufsteigen, wenn man etwas ausräumen möchte, verhebt sich wenn man schwere Unkrauteimer über die letzte Latte hebt. Und vor allem kann man ihn zum Entleeren nicht auseinandernehmen, weil er fest verschraubt ist.

Also haben wir heute kurzen Prozess gemacht und den Komposthaufen auf halber Höhe mit einer Stichsäge in 2 Teile geteilt. Den oberen Teil haben wir abgenommen und daneben als neuen Komposthaufen eröffnet. In diese obere Hälfe habe ich dann vom Riesenhaufen das gefüllt, was auch schon vorher dort war: Nur von einem Haufen auf den Anderen. Übrig bleibt im unteren Teil des alten Komposts der richtige zersetzte Kompost, an den ich jetzt auch rankomme. Ich brauche den Kompost für das Gewächshaus. Wenn dann der alte Kompost (das untere Teil) entleert ist, habe ich dort Platz für das anfalende Grünzeug der diesjährigen Gartensaison.

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Der umgesetzte Kompost, der noch weiter verotten muss.

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Der reife Kompost. So schön, wie ein dampfender Misthaufen :-)

In der Mitte des Komposts habe ich beim Umsetzten einen riesigen Engerling gefunden. Ich glaube ich habe noch nie einen so Großen gesehen.

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Ich dachte erst, dass sei ein Maikäferengerling. Und weil ich schon so lange keine mehr gesehen habe, dachte ich so schädlich wird der schon nicht sein. Zuhause habe ich noch mal recherchiert, wegen der ungewöhnlichen Größe und siehe da, ich habe sehr gut daran getan: Es ist nähmlich kein Maikäfer, die fressen keinen Kompost. Kompost und diese enorme Größe bedeuten, dass dies ein Nashornkäfer wird. Der Käfer und seine Larven stehen sogar unter Naturschutz, weil es ganze Gebiete in Deutschland gibt, wo er ausgestorben ist. In unserer Gegend gibt es ihn wohl noch häufiger.

Etwas weiter unten kam eine ganze Engerlingparade zum Vorschein, sowas habe ich in der Form auch noch nicht gesehen. Irgendwie musste ich immer daran denken, was die für einen eiweißreichen Asiasnack ergeben würden.

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Im Internet stand sie ernähren sich neben üblichen toten Pflanzenmaterial von totem Holz.  Offensichtlich bietet mein Kompost so einiges. Noch ein Beweis für die Waldigkeit meiner Kompostecke.

Umtopfen der jungen Tomatenpflanzen

Wie angekündigt stand heute das Umtopfen der jungen Tomaten an, die besonders gut gewachsen sind und denen es in ihren kleinen Torftöpfen bereits zu eng geworden ist. So sahen die Pflanzen heute vor der Aktion aus:

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Die besonders großen Pflanzen stehen an den Rändern, weil die Wachstumsbedingungen in der Mitte etwas besser sind, so können die kleineren Pflanzen etwas aufholen. Dort überscheiden sich beide Lichtkegel und das Mikroklima zwischen den Töpfen wirkt auch förderlich.

Ich pflanze in nur unwesentlich größere Torftöpfe, wie man hier unten sieht.  Sie sind etwas tiefer, so dass ich die nicht tiefergesetzten Tomaten jetzt tiefersetzen kann, so dass der Stengel nicht zu lang wird. Bei dieser Art tiefersetzen gibt es keine Wachstumsunterbrechung, da die Wurzeln nicht gestört werden. Vor dem Umtopfen reiße ich die oberen Kanten der alten Töpfe  ab. Sie stören nur beim Verteilen der Erde und haben keinen Nutzen mehr.

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So gut durchwurzelt die die Ballen der Pflanzen, die ich heute umsetze. Töpfe die nicht so gut durchwurzelt sind, topfe ich auch noch nicht um, es besteht ja offensichtlich kein Bedarf.

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Das bleibt übrig, wenn ich mit dem Abreißen fertig bin. Und das kommt jetzt in den neuen Topf. Bei den Pflanzen, die tiefer gesetzt werden sollen, stelle ich den Ballen direkt ohne weitere Erde in den Topf und fülle nur oben und an den Seiten auf. Auch eine Schrägstellung des Stengels kann man jetzt gut korrigieren. Bei den Pflanzen, bei denen das nicht nötig ist, fülle ein wenig Erde in den neuen Topf und mache es dann wie bei den Anderen.

 

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Ein gewisses Tier stört mich immer bei der Arbeit.

Die Anzuchterde ist sowas von trocken. Das macht sich ganz gut beim Aufüllen der Töpfe, weil es sich gut verteilen lässt, aber das Angießen ist eine Geduldsprobe. Das Wasser perlt nur so ob. Es dauert ewig.

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So sieht es nach getaner Arbeit aus. Die Kleinen müssen noch ein Wenig wachsen, dann kommen sie auch dran und dann wird es auch langsam eng auf meinem Backblech. Ich habe keinen Platz für die Gurken, oder Zuchinis oder Studentenblumen. Da bräuchte ich noch ein Blech und noch zwei Stehlampen.

Das war jetzt eigentlich die letzte große Aktion bei der Anzucht von Tomaten. Eventuell müssen die Pflanzen noch einmal umgetopft werden, weil die Töpfe jetzt recht klein sind. Aber ansonsten müssen die Pflanzen jetzt nur noch wachsen, bis sie raus kommen.

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Aus dem Garten auf den Teller

So, die Wintergemüse müssen weg, um die letzten Beete umzugraben. Deshalb habe ich heute Palmkohl oder auch Cavalo Nero, eine dem Grünkohl eng verwandte Kohlsorte geerntet. Ich mag sie lieber als Grünkohl, weil der Geschmack nicht so streng ist, wie bei Grünkohl. Der Kohl hat sein Ursprungsgebiet in der Toskana, weshalb es schöne Rezepte der italienischen Gemüseküche mit ihm gibt. Bei Wirsing oder Grünkohl, denke ich immer an deutsche Küche, in der beide Sorten immer nur Beilage sind oder sie sonst dazu dienen fleischiges einzuwickeln.

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Daraus gemacht habe ich heute Gnocchetti mit geschmorten Möhrchen und Pastinaken und blanchierten Palmkohl, mit einer Cremesoße aus Soja-Kochreme und der Gewürzmischung Kürbiskönig. Der Palmkohl wird zum Schluss mit den Gnocchetti untergehoben und kurz zum Durchziehen stehengelassen. Der Kohl gibt den süßen Möhren und Pastinaken eine spannungsvolle, herbe Komponente. Geriebener Parmesan rundet das ganze wundervoll ab.

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Pflanzenlieferung für die Rabatte und die Hecke

Heute  ist trotz Poststreik mein vorerst letztes Pflanzenpaket gekommen mit einem Holunder, zwei Lenzbeeren und 5 wurzelnackten Brautspieren zur Auffortstung der Hecke.

In den vergangenen Tagen habe ich die Stauden, die mit der Post gekommen sind in die Rabatten gepflanzt. Das sieht jetzt noch sehr wenig spektakulär aus, nächstes Jahr sieht es anders aus:

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Am Ende der schmalen Rabatte auf der Gemüsegarten-Seite habe ich in Abgrenzung zum Rasen einen kleinen Trampelpfad mit Ziegeln gepflastert, damit das Gras nicht in die Rabatte wächst.

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Heute habe ich die Brautspieren in die Lücken der Hecke gepflanzt. Das konnte nicht warten, weil die Pflanzen, wie gesagt,  wurzelnackt geliefert wurden. Dafür war es besonders günstig (3,95 das Stück!). 5 Stück habe ich in der Hecke verteilt. Die Pflanzen sind rund 1,20 m groß und passen sich derartig unauffällig in die Hecke ein, dass man zweimal hinsehen muss, und wenn man nicht weiß, dass man sie just dort hin gepflanzt hat findet man sie gar nicht mehr wieder.

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So sah die Lieferung aus.

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Die Hecke ist eigentlich zweireihig gepflanzt. Hier fehlen auf einen Meter Länge die Pflanzen auf der inneren Reihe und die Lücke bietet Platz für 2 neue Pflanzen.

Hier das Ergebnis: Wie sie sehen, sehen sie nichts. Passt perfekt. Damit man was erkennen kann, habe ich auf den zweiten Bild die Pflanzen mal markiert:

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Weiter  vorne in der Hecke musste ich erst wieder riesige, widerspenstige Brombeerabsenker ausgraben. In den Krater habe ich die letzte Brautspiere gepflanzt. Das zweite Bild zeigt eine Pflanzung in der Außenseite der Hecke Richtung Straße.

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Für die Blaubeeren und den Rododendron habe ich einen Test zur Bestimmung des Ph-Wertes des Boden gekauft, weil der ja bekanntlich sauer sein soll. Und ich glaube zwar, dass er sauer sein müsste, aber wer weiß das schon. Überraschender Weise zeigt der Test, dass der Boden dort neutral ist. Ich habe aber auch vielleicht die Probe falsch entnommen. Ich habe die Erde direkt von oben genommen und nicht aus 10-20 cm Tiefe. Ich werde das noch mal so machen und die Ergebnisse vergleichen.

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