Month: Juli 2015

Bunte Gemüseernte wird zum Eintopf – mit Rezept

DSC_0645Heute verarbeite ich die erste eigene Ernte an Kartoffeln und Schwarzkohl, auch die rote Beete ist die Erste, die ich aus der Erde gezogen habe. Aus dem Sammelsurium an kleinen Mengen lässt sich gut ein Eintapf machen:

Kichererbsen-Gemüseeintopf

  • 1 Dose Kichererbsen
  •  Tomaten oder eine Dose passierte Tomaten
  •  Möhren
  • Kartoffeln
  • zur Verfügung stehendes Gemüse, welches sich mit Tomaten versteht.

Ich benutze die aktuelle Ernte aus Rote Beete, Grünen Bohnen, Borlotti-Bohnen, Zuchini, Sellerie (noch gekauft), Schwarzkohl

  • Olivenöl
  • 3-6 Zehen Knoblauch
  • Gewürze: Salz, Pfeffer, Thymiam, Harrissa, Tajine-Gewürz, Blattsellerie
  • Räuchertofu

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Das Phosphor-Dilemma und Urin als Dünger

Synthetische Dünger bestehen zu großen Teilen aus Phosphor. Der Phosphordünger hat die Industrielle Landwirtschaft möglich gemacht, die es wiederum ermöglicht eine stetig wachsende Weltbevölerung zu ernähren. Dieser Phosphor muss im Bergbau gewonnen werden und ist ein endliches Gut. Neben seiner Endlichkeit als Abbauprodukt, birgt er noch andere Probleme, die man  im Zusammenspiel mit unserer Abhängigkeit von diesem Stoff als das Phosphor-Dilemma umschreiben kann. Die Industrielle Gewinnung, sowie der massenhafte Einsatz in der Industriellen Landwirtschaft haben zu einer Art Phosphor-Einbahnstraße geführt, in der Phosphor von wenigen Ländern gewonnen wird, auf dem Land im Ackerbau ausgebracht und verbraucht wird und von der Bevölkerung in den Ballungszentren wieder ausgeschieden wird, wo es dann in den Abwässern entschwindet. Die Phosphate, die nicht von den Pflanzen aufgenommen werden können  und die, die in den Abwässern wieder ausgeschieden werden, reichern sich in Gewässern an und führen zu einer Eutrophierung mit all den dazugehörigen Auswirkungen.

Zudem kommt Phosphat nicht als Reinstoff vor sondern ist häufig  mit Schwermetallen verbunden, so dass mit dem Dünger Cadmium  und auch radioaktive Schwermetalle wie Uran auf die Äcker ausgebracht werden, die dann von Pflanzen, Tieren und Menschen aufgenommen werden. Das sind laut diese Doku von arte jährlich 114 Tonen, die auf deutsche Äcker ausgebracht werden. Würde dieses Uran verstromt werden könnte man damit 2 Millionen Haushalte im Jahr mit Strom versorgen.

Diese Doku von Arte fasst den Komplex zusammen:

Überträgt man das aufs Kleine kommen wir wieder zum Urin als Dünger im Garten. Ich dünge damit  nur Planzen außerhalb meines Gemüsegartens, weil auch andere Menschen außer mir mein Gemüse essen, und weil ich kein Labor habe, um den Zustand und die Zusammensetzung meines Urins zu überprüfen. Wer würde das auch schon für jede Pfütze einzeln tun. Für den Gemüsegarten habe ich Dünger aus Pferdemist, ultrahoch erhitzt und pelletiert.

Ich zitiere jetzt einen Artikel von landmensch.wordpress.com, der sich mit Urin als Dünger auseinandersetzt. Besser kann man das nicht zusammentragen:

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Rhododendron düngen/ Entwicklung im Moorbeet

Werfen wir mal wieder einen Blick auf den Rhododendron, meinem Stolz. Wie der sich gemacht hat, ist echt der Wahnsinn. Er wächst und wächst. Er schiebt sogar einen neuen Ast.

Um den Vergleich in seiner Entwicklung zu ermöglichen hier ein früheres Bild (März) und ein aktuelles Bild (Ende Juni):

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Aktuell zeigt er wieder oder immernoch Anzeichen einer leichten Chlorose, aber bei dem Wachstum wundert es mich nicht, dass er Nährstoffbedarf hat. im Juli/ August steht auch die zweite Düngung mit dem Substral-Rhodo-Vital-Dünger an. Im März hatte ich ihn beim anlegen des Beetes das erste Mal mit dem Substral-Rhodo-Vital-Dünger behandelt.

Hier der Artikel vom März: http://reh-garten.de/das-moorbeet-rhododendron-und-heidelbeeren/

Natürlich liegt diese enorme Verbesserung nicht nur an diesem Dünger, alle Lebensumstände haben sich verbessert. Der Boden ist mit Rindenmulch abgedeckt, was die Feuchtigkeit besser hält. Ich gieße das Moorbeet öfter als andere Bereiche und den Rhododendron gieße ich im besonderen Maße. Bei jedem Aufenthalt im Garten gieße ich ihn mit meinem Urin, den ich während meines Aufenthaltes im Garten produziere, in einem Mischverhältnis mit Wasser von 1:10. So kriegt der Rhododendron 1-2 Eimer Wasser 1-3 Mal die Woche zusätzlich inkl. der düngenden Wirkung, die der Urin entfaltet. Das findet der ein oder andere vielleicht befremdlich oder eine etwas unappetitliche Vorstellung, aber der Erfolg gibt mir recht. Urin als Dünger wird unterschätzt bzw. einfach gering geschätzt.

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Kirschen und Beeren werden zur Roten Grütze

Nachdem ich es geschafft habe mir eine Magen-Darm- Infekt einzufangen, vielleicht durch zuviel ungewaschenes Obst direkt vom Baum:-), kann ich derzeit meine Kirschen und Beeren nicht mehr frisch essen. Und auch so ist es nicht möglich, die Ernte frisch zu essen. Deswegen konserviere ich den Sommer im Glas zu Roter Grütze.

Für die, die nicht wissen, wie das geht hier eine Anleitung.Hier sieht man meine Ernte aus verschiedenem Steinobst und Beeren, hauptsache rot oder dunkel. Hier sind es Sauerkirschen, Süßkirschen, rote Johannesbeeren, Himbeeren und Erdbeeren.

IMG_0578Nach dem Waschen kommt das Aufwändigste: Das Entsteinen. Es gibt verschiedene Arten von Ensteinern, ich habe den Simpelsten, der nicht der Schnellste ist. Er hat auch den Geist aufgegeben bei all diesen Kirschen. Das in der Salatschleuder sind immerhin schon 3,2 Kilo.

Leider habe ich beim Rntkernen festgestellt, dass fast alle Süßkirschen Maden der Kirschfruchtfliege beherbergten. Die habe ich einfach rausgepolkt, aber der Gedanke, dass ich die zuvor alle mitgegessen hatte ist doch ganz schön eklig.

Nach dem Entkernen und waschen wandert die Obstmischung in den Topf. Vorher abwiegen, um die Menge an Zucker und Perl-Sago bestimme zu können.

DSC_0283Rezeptur:

Auf ein Kilo Früchte kommt

  • 500 ml Saft
  • 65 Gramm Zucker
  • 75 Gramm Perl-Sago

Ich habe mit etwas Wasser aufgegossen, der Saft kocht ja aus. Früchte und Flüssigket mit der jeweiligen Menge Zucker vermischen und aufkochen. Wenn das ausreichend aufgekocht ist und der Saft ausgetreten ist, wird das Perl-Sago dazu gegegeben und dann muss gerührt werden, bis sich das Perlsago aufgelöst hat und die Grütze so angedickt wurde. Das kann 30 Minuten. Wenn man nicht rührt sammelt sich alles am Boden und brennt schön an.

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Die weißen Kügelchen sind das Perl-Sago. Sie bestehen aus Stärke und lösen sich langsam auf.

Wenn sich das Perlsago aufgelöst hat, ist die Grütze fertig, man kann sie sofort essen oder in den Kühlschrank stellen. Ich habe sie eingeweckt, wie Marmelade.

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Gartenrundgang Ende Juni

Auch wenn der Sommer sich bisher noch nicht so richtig wie Sommer  angefühlt hat mit seinen kühlen Temperaruren und dem vielen Regen, der Garten sieht langsam aus wie ein richtiger Garten: Zeit für einen Rundgang!

Hier erst ein mal ein paar allgemeine Eindrücke, die man hat, wenn man den Blick entlang der Hauptachse schweifen lässt:

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Auf dem ersten Bild sieht man die neu gestrichene Tür. Das unaufdringliche Grün passt schön zum Grün der Pflanzen. Ich komme gleich zum Gemüsegarten, erst einmal ein Eindruck von ihm in seiner Gänze:

IMG_0526 IMG_0525Alles wächst prächtig, auch das Unkraut. Ich habe es immer noch nicht geschafft alles zu mulchen. Das liegt daran, dass man ja auch immer nachbessern muss, wo das Zeug bereits verottet ist oder die Vögel alles weggekratzt haben. Die Wege, die nicht gemulcht sind, müsste ich erst einmal von Unkraut befreien und das dauert so lange. Da ist immer etwas Dringenderes, das meine Zeit beansprucht. Es ist auch einfach so heiß, wenn die Sonne scheint, dass ich da erst ab 18/19 Uhr überhaupt rangehen kann, denn die Fläche liegt von früh bis spät  in der  prallen Sonne.

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Gartenplanung: Kiesrodell und Zuwege aus Ziegelseinen

Die Notwendigkeit eine Weges ergibt sich immer da, wo ein Trampelpfad ensteht. Ich trample einen Pfad von der großen Wiese vorbei am Moorbeet, Richtung Gewächshaus und weiter nach hinten zur Wassertonne  und zum Kompost. Denn dieser Weg ist direkter und weniger behindernd als der Hauptweg des Garten, der links und rechts von Pflanzen gsäumt ist und sich eng am Haus vorbei schlängelt. Mit Wassereimern oder Schubkarre nehme ich immer lieber den Trampelpfad.

Aber Trampelpfade verdichten die Erde, walzen allen Bewuchs nieder und sehen am Ende nur noch ungepflegt und hässlich aus. Deshalb habe ich mir was bezüglich Weg einfallen lassen und schließlich kann man einen Weg immer als gestalterisches Element im Garten einsetzen.

Ich mag gIMG_0576epflasterte Wege aus kleinteiligerem Steinmterial am liebsten. Ziegel benutze ich dabei am liebsten, weil sie so dick und robust sind, dass man sie ohne Bett verlegen kann und sie nicht brechen. Sie machen beim Verlegen wenig Arbeit und man kann nicht viel falsch machen. Weil sie so klein sind, sind sie leicht zu handhaben und es fällt kaum auf, wenn der Untergrund bei einem Stein nicht ganz eben ist. Das unbeholfene Verlegen des Nicht-Profis passt zum Look des Materials und sieht gewollt aus. Wenn sie dann liegen, bestechen sie durch Langlebigkeit und ihren Charme beim Altern. Ich mag es, wenn sie Moos ansetzten und  wenn in den Ritzen ein wenig grün wächst. In Einer KGA ist das auch so ein Aspekt, denn man so Flächen nicht versiegeln. Das gilt auch für den Wegebau. Man darf laut unserer Ordnung nur noch Platten verlegen. Das Gießen von Wegen in Beton ist verboten.

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