Month: November 2015

Mein Apfelsaft ohne Entsafter

Leider habe ich keinen Entsafter und auch keine Presse zur Apfelsaftherstellung. Ich hatte recherchiert, aber war dann abgetörnt von diversen Tests und Kritiken zur Saftausbeute. Richtig gut war leider auch immer richtig teuer. Deshalb habe ich mir entgegen meinen Überlegungen doch keinen Entsafter gekauft. Also mache ich den Apfelsaft in simpler aber sehr zeitaufwendiger Art und Weise. Ich mache immer nur kleine Chargen, auch weilich nicht soviele dieser Flaschen habe und wenn ich alles ausgetrunken habe, mache ich die Nächste.

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Ich wasche, schäle und entkerne die Äpfel, anders als bei anderen Produktionsarten, wo der Apfel roh mit allem drum und dran gehäckselt und gepresst wird. Das hat den Vorteil, dass Schadstellen und Schädlinge nicht mit verarbeitet werden. Der Gedanken einen zermatschten, gekochten Wurm oder eine Made mitzutrinken ist für mich doch ziehmlich genussbeeinträchtigend.

Das erste Mal wollte ich es mir einfach machen und dachte das Schälen könnte ich mir sparen, ich filtere doch eh alle festen Bestandteile raus. Aber durch die Eigenschaften meines Hauptapfels Jacob Lebel und seiner fettenden, seifig schmeckenden Schale habe ich drei Flaschen Apfel-Seifen-Gesöff produziert, das ich natürlich trozdem getrunken habe. Aber nur schlückchenweise und immer darüber nachdenkend, ob es nicht ein Hinweis ist, etwas nicht verzehren zu sollen, wenn es so uneinladend schmeckt.

Das Schälen und Gehäuse austechen dauert wirklich lange. Was dann im Topf landet, sieht aus  wie Kompott.

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Das wird aufgekocht, bis die Apfelstücke zerfallen. Dadurch wird die Zellstruktur aufgebrochen und man kriegt sehr viel mehr Saft heraus, als aus einem rohen Apfel.

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Dann filtere ich es in einen Extra-Topf. Das Tuch ist mein Filter und meine Presse. Das Sieb habe ich nur um das Tuch hinein zu legen und es zu befüllen. Es hilft erst die Schwerkraft, dann presse ich ein wenig mit Löffel oder Kelle und dannach fange ich an, das Tuch immer enger zu zu drehen. Das, was raus kommt ist wirklich enorm und das, was davon an Faserstoff übrig bleibt, wirklich erstaunlich klein.

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Meine Apfelsorten

Am Abend habe ich  mich noch ein bisschen mit meinen Äpfeln beschäftigt. Bei Ernte war ich wieder so fasziniert von dieser einen Sorte hier:

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Weil sie so ungewöhnlich ist. Die Form, als die Äpfel noch wuchsen, dieses matte bleiche gelb mit den braunen Punkten, wie bei einem Goldon Delicious, dann die roten Bäckchen und nun noch die roten Punkte.

So was hab ich noch nicht gesehen. Leider wusste ich bis auf den Klarapfel nicht, was ich für Sorten habe, denn ich habe sie nicht gepflanzt und als im Botanischen Garten Apfelbestimmung war, waren meine Äpfel noch nicht reif. Aber ein Apfel der so viele auffällige Merkmale hat, muss sich doch bestimmen lassen.

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Auf goldenen Oktober folgt Kahlschlag-November und Arbeiten am Dach

Was für eiDSC_1034n Wetterchen gestern! Ich hatte vorher kein Wetterbericht geguckt und war eingepackt für ca. 4 Grad Aussentemperatur, was hab ich geschwitzt. Schließlich hab ich den ganzen Tag im Pullover gearbeitet und sogar nach Sonnenuntergang musste ich meine Jacke noch nicht anziehen. So lob ich mir das, so kanns bleiben, muss ich doch nicht auswandern.

Auf dem Weg in den Garten stand ich hier an der Ampel:  Wunderschön, manchmal könnte man denken ich wohne im Dorf. Auf der Strecke von der Arbeit in den Garten komme ich immer an dieser Feldsteinkirche aus dem 13. Jh. vorbei.

Ich hab länger nicht geschrieben, das heist aber nicht, dass sich nichts getan hat. Ich war mit dem Dach des Gartenhauses beschäftigt. Das Material für den Dachstuhl wurde geliefert und gestern kam das Material zur Neueindeckung. Ich habe wieder aus verschiedenen Baucontainern Ziegelsteine gesammelt und in den Garten gefahren, um die Hohlräume schließen zu können, die durch die Veränderung der Dachkonstruktion entstehen werden.

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Die Hälfte des Daches ist bereits abgedeckt. Es gibt einige unvorhergesehene Schwierigkeiten und deshalb zieht es sich.

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