Author: sas (page 1 of 17)

Rückblick Gartenreise England: Sissinghurst White Garden

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Magisches Weiß und geometrisches Grün: Der White Garden

Der beliebteste und berühmteste Garten ist der romantische „White Garden“ , ein perfektes Beispiel für die Wechselwirkung  zwischen sachlicher und sinnlicher Gartengestaltung.

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Hier sieht man den Pavillion mit der berühmten Rosa Mulliganii. Es gibt eine deutsche Firma, die einem den Pavillon für schlappe 9200 Euro nachbaut: Quadratischer Grundriss 500 x 500 cm. Gesamthöhe 350 cm in der Spitze. Gewicht ca. 480 kg.

Rambler Rose "Rosa mulliganii" flowers

Rambler Rose “Rosa mulliganii”

Diese riesige Ramblerrose ist einer der größten Kletterer, die in unseren Regionen gedeihen und benötigt entsprechend viel Platz. Sie produziert kleine weiße Blüten in riesigen, breitflächigen Dolden mit bis zu 150 einzelnen Blüten. Die Blüte erscheint spät in der Saison, und im Herbst folgen dann kleine orangerote Hagebutten. Das fast immergrüne Laub ist fein und glänzend und hat sieben Fiederblätter. ‘Rosa Mulliganii’ ist eine der massivsten, Bäume überwuchernden Kletterrosen. Eignet sich auch zum Überwuchern von Gebäuden und anderer großer, massiver Rankgerüste.

Quelle: Züchterbeschreibung

Die Ramblerrose  blüht erst im Juli und so konnten wir sie leider nur kurz vor der Blüte sehen. So sehen die Blüten aus.

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Gartenrundgang Ende November: Rosen, Gemüse, Mulchen, Frostschutz

Am 18.11. wurde das Wasser abgestellt und ich war nicht da. Das Prozedere ist so: Der Wasserwart stellt die Hauptwasserleitung ab, welche auf meinem Grundstück ist. Jeder stellt wann er lustig ist seinen Wasseranschluss ab und teilt dem Wasserwart seinen Zählerstand mit. Dem wollte ich mich nun widmen und wurde von diesem Anblick überrascht:

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Alles steht 40 cm hoch unter Wasser. Ich komme nicht an die Hähne, nicht an das Entlüftungsventil, nicht an den Zähler. Ich dachte zunächst etwas sei vielleicht kaputt gegangen und Wasser sei in meiner Grube ausgetreten und deshalb warf ich zum Vergleich auch  einen Blick in den Schacht vom Hauptwasseranschluss:

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Uh, schlimm! Also ich schließe aus dem Anblick,dass es das Grundwasser ist, dass sich durch die Wände drückt. Wie hat der Wasserwart da nur Wasser abstellen können ? Er muss eine Tauchpumpe benutzt haben. Ich habe keine Tauchpumpe. Und auf weiter Flur, bin ich die Einzige im Garten. Ich kann mir deswegen auch keine leihen. Ich muss es nun mit der Hand ausschöpfen.

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Sissinghurst Teil 1:

Der Rosengarten- Rückblick Gartenreise England

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“Es machte sie berühmt und vermutlich auch glücklich: Sissinghurst, das gärtnerische Lebenswerk der Schriftstellerin Vita Sackwille-West. Die verschachtelte idyllische Gartenlandschaft in Südengland gilt unter Gartenfans als das schönste Beispiel für moderne britische Gartenkunst. Märchenhaft idyllisch und ein Sehnsuchtsort für jeden Gartenfan. Sissinghurst, der berühmteste Garten der englischen Gartengeschichte, den die Schriftstellerin Vita Sackville-West in den 1930ern zusammen mit ihrem Mann Harold Nicolson anlegte.

Rund um die Gebäude von Sissinghurst Castle in der Grafschaft Kent gruppieren sich zehn verschiedene Garten-„Räume“, die mit ihrer kreativen Vielfalt jedes Jahr 190.000 Besucher faszinieren und verzaubern.”

Quelle: http://luxus.welt.de/travel/orte-touren/schlossgarten-mit-cottage-flair

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Auf dieser Mauerkrone wachsen eine weiße und violettfarbene Wisterie. Schade, dass ich die Blüte verpasst habe.

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Vom Garten auf den Tisch: Selleriesuppe mit Maronen und Bratapfelkuchen

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Ich muss mir keine Mühe geben um jahreszeitlich zu kochen, denn was sich verkochen lässt, drängt sich förmlich auf: Ich habe noch relativ viel Sellerie und der wächst langsam so merkwürdig länglich und deshalb muss er abgeerntet werden. Die Kartoffeln sind schon lange geerntet und warten im Erdkeller auf ihre Verarbeitung. Hm, und was könnte ich noch dazu geben, damit es interessanter schmeckt? Beim Ausflug in de Pilze hatten wir so viel gesammelt dass ich alles Übrige eingefroren habe. In kleinen Portionen, so dass ich nur in den Gefrierschrank greifen brauche, um mir geputzte Waldpilze her zu zaubern.

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Sieht gut aus mein Sellerie, schön weiß. Aber er hat schon wieder diese wattigen Stellen.

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Innenausbau: Das Wohnzimmer

Ja, Ja, jetzt kommen wieder die kalten Tage und ich mutiere wieder zum Höhlenmenschen. Das und die bald ins Haus stehende Abstellung des Wassers wegen Frostgefahr haben mich seit September dazu bewegt den Innenausbau fortwährend voran zu treiben. Denn ohne Wasser kann ich keinen BeScreenshot - 03.09.2017 - 23:10:17ton mischen und dann kann ich nicht weiter bauen und muss bis nächsten April warten. Ach, hatte ich ja dieses schöne englische Sofa ins Auge gefasst und wollte schnellstmöglich abräumen, noch ein Grund. Schließlich ist die Sofa-Frau aber doch wieder abgesprungen, bei unseren Verhandlungen ist ihr Gewahr geworden, dass sie doch mehr an dem Sofa oder dessen Wert hängt, als sie zuvor angenommen hatte. What ever.

Ich habe mich dann doch für ein gebrauchtes Ektorp entschieden, das war sogar noch noch mal 10 Euro günstiger. Es hat den selben englischen Stil, nur das es den Vorteil hat, dass sich alle Bezugsteile waschen lassen. Nachteil: Jeder hat es. Ektorp, das Volkssofa. Aber es ist auch wirklich gut designt und sehr bequem.

Hier das Ergebnis der Innenausbau-Arbeiten:

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Ausflug zum Bio-Gemüse-Erzeuger

Vor ein paar Tagen hatte ich die Chance mir die Gemüseproduktion von einem bekannten Bio-Gemüse-Erzeuger unserer Region anzusehen. Da das aber eine private Führung war, nenne ich nicht den Namen und pixel auch alle Menschen, die sich auf ein Foto geschmuggelt haben. Ich selbst fotografiere, um das zu vermeiden, immer ohne Menschen im Bild, aber ich war so spät dran, dass ich meine Kamera nicht noch mal holen konnte, als ich merkte, dass ich sie nicht bei habe, denn sie lag noch im Garten.

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Hier wachsen gerade Endivien.

Ich habe mich jedenfalls sehr darauf gefreut und fand alles sehr interessant. Denn man hat ja seine eigenen Erfahrungen im Gemüseanbau und fragt sich, wie das im großen Stil gemacht wird, bzw. auch, wie groß dieser Stil eigentlich ist. Zudem kenne ich die Produkte dieses Betriebes schon so lange und habe sie so oft  im Biomarkt gekauft. Im Markt ist alles ein fertiges Produkt, der Produzent eine Marke, ein Teil unserer Konsum- und Wirtschaftswelt und wir sind entfremdet vom Herstellungsprozess all dieser Dinge. Wir leben in unserer kleinen eigenen Welt und all die Dinge, die wir brauchen, alles, was wir nicht selbst aus unserem Alltag kennen, findet gefühlt in einer fast anderen Welt statt.  Diesen Einblick zu kriegen, bringt diese Prozesse zurück in meine persönliche Welt und ich fühle mich wieder verbunden. Wenn ich jetzt eine Gemüsekiste im Markt sehe, habe ich Gesichter dazu, Bilder von der Landschaft, dem Dorf, dem Gewächshaus.

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Kohlrabi soweit das Auge reicht.

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Rückblick Englandreise: Great Dixter Gardens

Great  Dixter ist einer der berühmtesten englischen Gärten. Viele Gartenfreunde waren schon da, ich jetzt auch. Und für die, die ihn noch nicht kennen, stelle ich ihn gerne vor, denn es ist bisher mein liebster Garten in Kent und East Sussex.

Great Dixter war das Familienhaus von Gärtners und Gartenschriftsteller Christopher Lloyd  (1921-2006) – es war der Mittelpunkt seines Schaffens und seiner Hingabe und beflügelte ihn  über 40 Jahre lang zu Büchern und Artikeln zum Fach. 

Nach Christopher Lloyds Tod 2006 übernahm die gärtnerische Leitung Christopher’s Freund und Chefgärtner, Fergus Garrett. Das einstige private historische Haus sowie der  Garten sind wie viele alte, große Herrenhäuser in den National Trust übergegangen und dienen weiterhin als Bildungszentrum und als Wallfahrtsort für Gartenliebhaber aus der ganzen Welt.

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Still tomatoes!

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Ernte vom 18.09.

Also es tut mir echt leid, wenn ich euch mit meiner Tomatenpassion belästige, aber ich bin so hingerissen von dieser lang anhaltenden, schön anzusehenden ErnDSC_0769te. Wie dankbar bin ich für mein Gewächshaus und diese Ergebnisse, lassen mich die Mühen vergessen, die es beim Errichten machte. Die Früchte sind ohne Makel und bei einigen Sorten viel Größer als im Freiland, bzw. sind die Pflanzen stärker behangen.

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Die Pflanzen wecken deswegen bei mir immer Assoziationen zum industriellen Anbau. Sie sehen einfach so unnatürlich aus. Voll übertrieben einfach. Continue reading

Gartenrundgang 27. Sept.-6. Oktober

Ich komme zu nichts. Eigentlich wollte ich einen Septemberrundgang posten, aber ich hatte keine Zeit. Fotos habe ich trotzdem die ganze Zeit gemacht, auch über den Monatswechsel. Hier kommt also meine Sammlung:

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Dieses Bild steht symbolisch für das Wetter in der Zeit, die Astern blühen prächtig. Vor wenigen Tage noch Sonne und Wärme, jetzt Sturmtief und Tiefdruckgebiet mit Regen.

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An Sonnigen Tagen wimmelt es vor Bienen aller Art und im Gegensatz zum letzten Jahr auch vor Schmetterlingen.

Ich habe mich sehr bemüht meinen Garten Insekten-feundlich zu gestalten und ihnen das ganze Jahr über Nektarpflanzen zur Verfügung zu stellen. Die Astern beenden die Saison. Der Admiral und das Tagpfauenauge, die man hier sieht ernähren sich als Raupen nur von Brennnesseln, die ich gezielt hinten im naturnahen Bereich stehen lasse. Scheint gewirkt zu haben.

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Überraschender Ausflug in die Pilze, Märkisch Luch

Am Feiertag haben wir einen wunderschönen Tag im Wald beim Pilze suchen verbracht. Die meiste Zeit hat allerdings die Fahrerei beansprucht. Wir wollten  nur einen kleinen Ausflug machen am Stadtrand, aber dann führte uns der Weg nach Märkisch Luch.

IMG_20171003_1539094Eine lange Fahrt auf der Landstraße, immer mit offenen Augen nach links und rechts, nach einem Wald, der vielversprechend aussieht. Und so fanden wir unseren Weg in diesen wunderschönen, vielseitigen Wald mit einer für mich ungewöhnlichen, abwechslungsreichen Vegetation auf kleinstem Raum. Es sieht so unnatürlich schön und grün aus, dass ich bisweilen dachte, ich bin am Filmset und gleich wird Bambi neben mir in Position gebracht.

IMG_20171003_1504525Ich konnte die Pilze schon aus dem Autofenster beim Vorbeifahren leuchten sehen. Wahnsinn! Der Jagdtrieb setzte sofort ein, ich konnte es kaum abwarten aus dem Auto zu springen. Continue reading

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