Author: sas (page 2 of 16)

Must see: Doku über den Bau eines autarken Hauses aus Containern, Australien

Manchmal finde ich im Internet unerwartet Dinge, die ich ganz faszinierend finde. Jetzt wieder so der Fall und ich finde es lohnt sich es zu teilen.

Ich war auf der Suche nach Inspiration für den Innenausbau des Gartenhauses. Das ist ja mit seinen 2 Räumen sehr klein, also ‘tiny’ im Englischen, kam ich dazu nach ‘Tiny Houses’ zu suchen. Nun ist ‘Tiny House’ in den letzten Jahren zu einem fest stehenden Begriff geworden für eine ganz bestimmte Art an Bauprojekt. Es sind Mikrohäuser, die häufig mobil sind, weil sie auf Anhängerrahmen gebaut sind. Manche werden aber auch aus Schiffscontainern gebaut. Oft sind sie auch unabhängig vom Versorgungssystem durch eigene Stromversorgung über Solarzellen und Komposttoiletten.

Es ist ein echter Trend geworden, besonders im englischsprachigen Raum. Ganze TV-Sender beschäftigen sich damit kleinen Rückzugsorten im Eigenbau und natürlich geht das auch an Youtube nicht vorbei. So surfte ich von einem Mini-Häuschen zum Nächsten, vom selbst gebauten Hobbithole bis zum Off-Grid Tiny House in Waikiki, alles sehr unterhaltsam und inspirierend aber sehr oberflächlich, weil kurz. Oft scheint es eher um das bauen als solches zu gehen und die Leute sind gerade erst eingezogen.

Dann sah ich aber diese Kurzdoku über ein schottisches Paar, dass das Werden ihres Zuhauses in 2 Schiffscontainern über drei Jahre dokumentierte. Hier werden die Detailfragen, die sich bei mir aufgetan haben beantwortet. Wie kann das im Alltag funktionieren? Woher kommt das Wasser, wo geht es hin? Wie verändert eine Solarzelle die Art der Stromnutzung? Hier wird wirklich gelebt und nicht nur vorgezeigt und diesen echten Einblick in ein solches Projekt fand ich total spannend.

Ich würde natürlich auch lieber im selbst gebauten Zuhause in Australien meine Tomaten ziehen, als mich bei miesem Wetter und verbauter Natur durch die deutschen Regularien für alles zu wurschteln. Das macht es vielleicht auch so faszinierend, der Grad an Freiheit und Unabhängigkeit, der hier erreicht wird. Viel Spaß beim Gucken, leider nur in englisch.

Gartenrundgang Gemüsegarten Anfang Juli

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Bis auf mein Schneckenproblem ist er dieses Jahr herrlich pflegeleicht und ich mach mir auch keinen Stress mit funkiger Bepflanzung oder straffer Fruchtfolge. Dafür habe ich zu viel andere Baustellen im wahrsten Sinne des Wortes. Wegen des vielen Regens gibt es auch viel weniger Zugzwang beim gießen, was sehr entspannt. Alles was nicht aufgefressen wurde wächst prächtig, endlich auch die Tomaten:

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Und teilweise hängen sie schon gut voll. Es gibt große Unterschiede zwischen den Sorten.

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Links Black Icicle, glaube ich und rechts Ovale Orange. Leider ist wegen der Feuchtigkeit die Braunfäule auch schon am Start. Es ist ein Wettlauf mit der Zeit. Continue reading

Gartenrundgang Anfang Juli & aktuelle Bauarbeiten

Ich bin so mal wieder so beschäftigt mit diversen Arbeiten im Garten, dass ich kaum dazu komme, zu posten, was sich alles so tut. Aber das Meiste braucht oft viel Zeit, ohne, dass man zunächst viel davon sieht. Ich habe mich wieder Ziegelpflasterarbeiten hingegeben und angefangen die Hauswand außen zu verputzen, damit ich mein Rebspalier endlich bauen kann. Deshalb sieht es aus wie Kaut und Rüben, weil überall mein Arbeitsmaterial rum steht, wie hier die Leiter und Betonmischwanne. Da oben an der linken Giebelwand hab ich es schon zu.

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Bevor ich das richtige Spalier bauen kann, muss alles verputzt und gestrichen sein. Deshalb ist es bisher nur provisorisch gebastelt, damit ich die Reben schon mal in die richtige Form erziehen kann, denn der Wein ist ja schon da und ich muss ja was mit ihm tun. So sieht es jetzt aus:

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Die unteren Reben sind an den grünen Leisten fixiert. Die sind vom Rückbau der Schuppenwände und damit wurde die Dachpappe teils längs fixiert. Sie sind nur sehr oberflächlich in den Beton genagelt. Das richtige Spalier wird mit speziellen Schrauben abgebracht, die den gewünschten Abstand zur Wand garantieren. Die Oberste Rebe kroch bis vor dem Verputzen unter der Windleiste lang, aber ich musste sie für die Arbeiten lösen. Jetzt habe ich sie an einer Strippe festgemacht, die an alten Nägeln in der Wand befestigt ist. Reicht erst mal.

Mein Buch über Wein am Spalier, dass ich schon seit Januar bei einem gewissen Onlinehandel bezahlt habe, ist zwar immer noch nicht geliefert worden, aber ich weiß trotzdem grob wie es geht. Dass es einigermaßen richtig ist, zeigt der Erfolg: Man bestaune die vielen Trauben. Aber ob sie auch die Reife erreichen werden? Ich habe ja bisher immer gegen den Mehltau verloren.

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Die gräulich-abscheuliche Schneckenplage

Ich habe es ja bereits erwähnt: Dieses Jahr habe ich eine Schneckenplage. Liegt es an dem feuchten Wetter oder liegt es am Mulchgarten? Ich fürchte, ich habe mir ein eigenes Problem gezüchtet.

Nach meiner Rückkehr von der Gartenreise habe ich mich sehr über den Zustand verschiedener Pflanzen gewundert und einige Saatreihen waren gar nicht mehr vorhanden. So z.B. die Möhren, die Buschbohnen und die Rote Beete. Ich konnte es gar nicht fassen und dachte erst an Trockenheit, Vogelfraß oder nicht mehr keimfähiges Saatgut.

Erst bei den Paprika wurde mir klar, was ich da sehe. Die Schnecken hatten die ganze Triebsitze weggefressen und die Blätter gelöchert.

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Mein wilder Garten, zurück von der Reise

Ich bin zurück im heimischen Garten und das erste, was ich tun muss, wenn ich weg war, ist gucken, wie es meinem Baby geht. Und Er sah wirklich gut aus, trotz Abwesenheit. Das Gras war natürlich mordsmäßig hoch und das ganze Ferkel- und Habichtskraut war glücklich am blühen. Man könnte sagen ich habe auch meine eigene “Meadow” gezüchtet.

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Das habe ich natürlich gleich gemäht, nach der ersten Fotorunde. Die Stauden sind auch alle hoch und prächtig geworden:

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Gartenreise durch England: Pashley Manor Gardens

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Nur wenige Kilometer von King John’s Nursery entfernt,befindet sich Pashley Manor Gardens. Ein Garten, der eher an einen Landschaftsgarten erinnert, aber mit einem außergewöhnlich schönen Küchengarten. Wie viele Gärten in der Gegend ist er besonders eindrucksvoll im Mai, denn da kommen Tulpenblüte, Blue Bells Blüte und Rhododendron-Blüte zusammen. Letztere ist hier besonders beeindruckend, weil die Rhododendren hier gut 4-5 Meter hoch sind. Es ist ein einziges Blütenmehr. Dennoch ziehe ich Cottage-Gärten den Herrenhaus-Gärten vor.

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Blick von Spazierweg unter den Rhododendren.

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Blick über den “Formal Garden” zu King Johns Lodge.

King John’s Nursery (Gartenplan zur Orientierung unten Ende des Beitrages) liegt in Etchingham, bei Ticehurst, Kent, England. Das Gebiet war in  in prähistorischen Zeiten Teil des alten und undurchdringlichen Waldes von Anderida.

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Beispiel für die heutigen Wälder der High Weald AONB: Der Name “Weald” stammt aus dem Alt-Englischen. Weald = “Wald” (verwandt mit dem deutschen Wort Wald, aber ohne Bezug zu englischem “Wood”, das einen anderen Ursprung hat). Beide Wörter teilen sich den gleichen indo-germanischen Wortstamm. Weald ist die westangel-sächsische Form. In der angelsächsischen Periode hatte das Gebiet den Namen Andredes weald, (= Wald von Andred). Andred stammte von Anderida, dem römischen Namen des heutigen Pevensey (liegt in Küstennähe zwischen Hastings und Eastbourne)

Der Wald wurde  zu einem großen Teil von den Römern gefällt, die mit der Herstellung von Eisen aus dem Wealden-Ton in riesigen Mengen die Wirtschaft ankurbelten. Die Bedeutung der Region für die Eisenherstellung setzte sich bis zu den Tagen der mittelalterlichen Kanonenherstellung fort.  Im nahe gelegenen Stonegate wurde eine riesige römische Eisenfabrikationsstätte entdeckt und sechs römische Münzen wurden in den Gärten von King John’s Lodge gefunden.

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Siehe Garteplan: Durchgang zwischen e) und d).

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Gartenreise durch England: Hole Park Garden

Auf dem Blog ist gerade wenig los, weil ich auf Englandreise bin und zwar auf der Gartenroute durch East-Sussex und Kent.  Ich bin umzingelt von schönen und berühmten Gärten und schaue mir so gut wie jeden Tag einen Anderen an. Die bekanntesten habe ich schon besucht, aber keine Zeit gehabt Bilder auszuwählen. Deshalb starte ich heute mit einem weniger bekannten: Hole Park Garden.

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Wasserbecken vor dem Herrenhaus.

Hole Park Garden ist ein edwardianischer Garten mit Terrassen, Eiben- Hecken, den berühmten englischen Gartenflächen, alten beeindruckenden Solitär-Bäumen, wie Eichen und Buchen, Staudenrabatten, Statuen in Sichtachsen und einem Waldgarten.

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“Topiary” = Formschnitt an der eben erwähnten Eibenhecke.

Die Gärten decken insgesamt etwa 15 Hektar ab und wurden von Colonel Barham, dem Urgroßvater des jetzigen Besitzers, in den Jahren zwischen der beiden Weltkriegen angelegt und gepflanzt. Oft wird er  als einer der besten Orte in Großbritannien  erwähnt, um Bluebells/ Hasenglöckchen in der Blühte zu sehen. Hole Park Gardens liegt in Rolvenden, Kent, Südengland.

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Sonnensegel, Miniteich und was gerade blüht

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Es ist wieder einmal schlagartig Sommer geworden und die Sonne knallt bis 14 Uhr auf unseren Lieblingssitzplatz. Deshalb haben wir uns ein Sonnensegel gekauft, damit uns nicht die Butter von Brot läuft, ehe wir es in den Mund schieben können.

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Die Hausecke mit Weg, Kiesbeet und -rondell, Töpfen und Wein sieht dadurch noch mediterraner aus, und ich liebe das! Es ist als wäre ich im Urlaub.

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Gemüsegarten Ende Mai

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Es gibt noch nicht viel zu sehen dieses Jahr, aber schön sieht der Gemüsegarten trotzdem aus. Der Schnittlauch blüht hier und da und gleicht das Defizit etwas aus. Ich habe ihn in den Tomatenbeeten als Mischkultur-Pflanze.

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Das Beet im Vordergrund ist Bodensanierungsgebiet wegen des kranken Apfelbaums. Da steht ganz viel Knoblauch, Schnittlauch und weitere Kräuter: Bronzefenchel, Majoran, Thymian und Zitronenthymian, Liebstöckel und Basilikum. Dahinter ein halbes Beet Winterzwiebeln und Zuckererbsen.

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