Category: Bienen (page 1 of 2)

Wie voll sind die Bienen?

Auch wenn wir es nicht so richtig merken, die Bienen gehen auf den Winter zu. Großes Thema in der letzten Zeit war deswegen das Einfüttern. Ein Thema, bei dem ich ein bisschen unsicher bin, weil mir das Erfahrungswissen fehlt. Auch die Varroabehandlung stand auf dem Plan und auch das hat mich sehr verunsichert, denn die Angaben die ich von meinem Lehrimker bekam, waren nicht gleich denen meines Imkerpaten. Und da geht es ja nicht um irgendwas, es geht wenn es schlecht läuft um Leben und Tod. Lassen kann man es aber auch nicht, weil das auch den Tod des Volkes bedeuten kann.

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Das ist ein Futterrähmchen, voll befüllt und verdeckelt. Eine solche Wabe wiegt 2,3 Kilo. Ich habe volle und nicht volle gewogen. Die nicht vollen wiegen ca. 1,6 kg.

Dieses Jahr war es sehr schwierig, denn es war zu lange zu heiß, in dem Zeitraum, der für die Behandlung vorgesehen ist. Die ist an den Jahrezyklus gekoppelt und deshalb nicht undendlich verschiebbar. Ich habe es also im vorgesehenen Zeitraum gemacht, ich habe die Temperaturen auf Varrowetter gecheckt, eine Seite, die anzeigt, wenn die Temperaturen ok, zu hoch oder zu niedrig sind. Und ich habe die die Mitte von der Mengenangabe der Ameisensäure genommen, die ich von beiden Imkern bekam. Aber zwischendurch ist es dann zu heiß geworden und es ist zu viel von der Ameisensäure auf einmal verdunstet. Das ist natürlich kein Spass für die Bienen.  Bei zu starker Bedampfung können die Bienen  Verätzungen erleiden, Löcher können in den Chitinpanzer geätzt werden oder die Bienen sterben sogar. Ich musste also die Ameisensäure an den zu heißen Tagen raus nehmen. Das hat mich auch nervös gemacht, weil dann ja unterbrochen wurde- hat das dann dennoch  die gleiche Wirkung? Ich weiß es nicht.

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Ich hatte keine Folie zwischen Brutraum und Deckel gelegt und deshalb ist alles zugekittet mit Propolis. Heute habe ich bei einem Vortrag zur Bienenhaltung eine schöne Begriffsherleitug gehört: Propolis- zusammen gesetzt aus Pro und Polis, ‘pro’ heißt ‘davor’ und als ‘Polis’ wird für gewöhnlich der typische Staatsverband im antiken Griechenland bezeichnet. Das meint also den Bienenstaat und seinen Bau. Ursprünglich bewohnten Bienen alte Baumhöhlen, zb. frühere Spechthöhlen, in denen natürlich Zersetzungsprozesse durch Pilze und Bakterien stattfanden. Um den Bien- den Bienenstaat- zu schützen vor schädlichen Auswirkungen dieser Umgebung, verkitteten die Bienen die Wände der Höhlen sowie die Schlitze und Zuglöcher. Das Propolis umschloss und schützte den Bien, wie eine Stadtmauer die Stadt, die ja auch vor der Siedlung verläuft. Propolis eben. Das erklärt auch die antibiotische und antimykotische Wirkung. Sie war nötig in der Umgebung, in der sich die Honigbienen natürlich entwickelt haben.

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Beobachtungen am Bienenstock

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Am Bienenstock gibt es immer was Spannendes zu sehen. Zur Zeit bereiten sich die Bienen, Wespen und Hornissen auf den Winter vor und gieren nach Zucker. Ich wurde heute sogar von einer Wespe gestochen, die ich beim Essen unterm Arm eingeklemmt habe. Eine ganze Horde wollte uns den Fisch vom Teller klauen. Auch  mein Bienenvolk wird öfter von Wespen angeflogen, die ihre Vorräte räubern wollen und so versuchen sie sich zu schützen: Sie haben eine Türsteherbrigade abgestellt, den den Eingang kontrollieren und unerwünschte Besucher abwehren.

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Sogar nachts hängen die Türsteher noch draußen rum. Je nach Intensität der Belagerung durch Fressfeinde wächst de Brigade oder schrumpft wieder.

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Jeden Tag ca 15-16 Uhr fliegen sich die Jungbienen ein. Ich wusste aus einem Vortrag, dass das so ist, aber ich wusste nicht genau wie das aussieht und dachte:” Oh, Gott, jetzt wird mein Bienenstock ausgeräubert!”

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Bienen: Stau am Flugloch und ein Blick auf das Brutnest

vlcsnap-2018-07-11-02h01m22s197Als ich beim letzten Bienenkurs war,  ereignete sich dieser Stau vor dem Flugloch. Mein Mann musste per Telefonferndiagnose beherzt eingreifen.  Ich hatte das Flugloch auf Anraten meiner Lehrer einggeengt, um mein kleines Volk vor Räuberei* zu schützen, denn die große Trachtzeit* ist bei uns mit der Lindenblüte vorbei gegangen. Ein kleines Flugloch lässt sich besser verteidigen als ein großer Spalt.  Aber niemand hat mir gesagt, wie groß oder klein, das sein soll.

Naja jetzt weiß ich es: 8-12 cm breit, max. 2 cm hoch. Das Volk ist gut gewachsen und das sieht man auch, wenn man in die Beute guckt und dementsprechend ist auch mehr Betrieb am Flugloch.

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*Trachtzeit: Als Trachtzeit bezeichnet der Imker die Monate in denen die Bienen ihre Vorräte anlegen. Hier sammeln  sie nicht nur Nektar für den beliebten Honig sondern auch Pollen, der als Eiweßquelle für die Bienen dient. Hier sind besonders die Massentrachten relevant. Das sind vor allem Massenblüher wie Raps, Linde, Akazie, Tannen…. in der Stadt wegen der fehlenden großen Landwirtschaft also vor allem Bäume). Das Ende der jeweiligen Trachtzeiten, kann  je nach Region und Witterung von Anfang Juni bis Ende September fallen.

Mein Mann hat ein Video vom Bienenstau und dessen Auflösung aufgenommen:

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Gartenrundgang Juni: 15 Tage Blümchenguck- Teil 2

Kleine Warnung vorweg, das ist ein laaanger Artikel:-)

Rund ums Gewächshaus:

Am besten wächst, was sich selbst den Standort gewählt hat, wie hier dieKandelaber Königskerze (Verbascum olympicum) – von Kandelaber ist aber wenig zu sehen-, die ich alle Jahre immer wieder an geringfügig wechselnden Stellen um das Kiesbeet habe. Sie fügt sich wunderschön ein zwischen dem Oleander und dem Steppensalbei.

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Imkern im letzten Licht des Tages- Auffüttern und Mittelwände geben

Am letzten Sonntag im Mai durfte oder musste ich zum ersten Mal an meine Bienen. Der Berechnung nach sollte die Bienenkönigin von ihrem Hochzeitsflug zurück sein und ich denke, dass ist sie auch. Denn das Volk ist nicht mehr so nervös aber extrem sammelwütig. Deshalb muss ich jetzt den Platz für die Bienen zum Brüten und Nektar einlagern erweitern. Das mache ich durch das einhängen weiterer Mittelwände.

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Gleichzeitig soll ich sie mit Zuckerwasser auffüttern, da das Ableger-Volk so klein ist, dass es nicht genug Bienen gibt, die alle Aufgaben bewältigen können. Nur die ältesten Bienen sammeln draußen Nektar, alle Jüngeren erledigen Aufgaben im Stock, diese können sich auch am Futter einlagern beteiligen, wenn das Futter in der Beute abzuholen ist. Das spart dem Volk die Energie, die das Anfliegen und Suchen kostet. Das Auffüttern soll sicherstellen, dass das Volk genug Energie bekommt zum Wachsen und dass es genug Wintervorräte einlagern kann.

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Ich füttere hier mit einem selbst gebauten “Futtereimer” aus einem 400g Glas. Der Deckel ist großflächig perforiert, so dass die Bienen das Zuckerwasser abnehmen können. Ich hatte an dem Sonntag nichts anderes da. Ich stehe also mit Alle, was ich brauche am Beutenbock: Smoker, damit die Bienen nicht aggro werden, Futter und Rähmchen mit Mittelwänden. Die Handtücher brauche ich zum Abdecken der bewohnten Rähmchen, denn der Imkerlehrer meinte dass die junge Königin einen Lichtschock erleiden könnte, weil es im Stock immer “stockfinster” sei. Wenn sie älter wäre, machte ihr das nicht mehr so viel aus. Aber er deckt immer die Bereiche ab, an denen er nicht arbeitet.

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Meine Bienen sind da!

Gestern habe ich meine Bienen bekommen, besser gesagt meinen Ableger mit einer Weiselzelle, aus der die neue Königin schlüpft. Nach Berechnungen des Imkerlehrers hätte sie heute schlüpfen sollen und zu ihren Begattungsflug aufbrechen müssen. Ich bin der Meinung ich hätte sie sogar raus kommen sehen. Die Bienen kamen mir heute auch ganz schön unruhig und etwas reizbar vor. Wen wundert’s, das ist alles ganz schön viel Stress für sie.

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Gestern haben wir das Volk nach Einbruch der Dunkelheit am anderen Ende der Stadt abgeholt und eine Stunde durch die Stadt gekarrt. Dann haben wir sie in der Nacht platziert und den Flugschlitz etwas geöffnet, der durch ein Einschiebe-Lüftungsgitter verschlossen war.

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Um das Flugloch zu verkleinern habe ich die Holzteilchen davor gelegt. Schaut mal genau hin. Am Holz sitzt eine sehr große Biene, im Vergleich zu der, die gerade anfliegt. Das ist eine Drohne. Auf dem Bild unten sieht man, wie die Drohne gerade  aus dem Bienenstock krabbelt. Das Kleine ist die Honigbiene.

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Und sie sind zierlicher, als die anderen Bienen, weil sie ja auf kleinen Zellen ausgebrütet wurden. Normal ist, dass Bienen auf  Waben mit 5,4 – 5,7 mm Zelldurchmesser gehalten werden. Meine werden auf 4,9 mm gehalten. Der Durchmesser der Drohnenzellen entspricht dann 6,2 mm. Bei großzelligen Waben ist die Drohnenzelle natürlich auch demntsprechend größer. Wen die Gründe und Hintergründe dazu interessieren:

http://www.imkereibedarf-muhr.de/Kleine-Zellen/

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1. Gartenrundgang Mai- Flieder, der Herrentags-Indikator

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Immer wenn der Flieder blüht, weiß ich dass Herrentag naht, wohingegen ich das eigentliche Datum nicht im Kopf habe. Es ist eine meiner ersten Kalenderassoziationen mit Pflanzen, die ich in meiner Kindheit gemacht habe. Wenn dann die Fahrrad fahrenden Herrengedecke die Dörfer abtingelten, hatten sie immer die wilden Fliederbüsche unterwegs geplündert und die Lenker damit verschönert. Hatten natürlich keine Gartenscheren mit dabei und ich fand es immer ganz schlimm, wie das abgerissen wurde. DSC_0035

Mein Fliederwäldchen wächst so hoch, dass ich kaum an eine Blüte komme. Aber es riecht soooooo gut! Ich stehe unter den Bäumen und inhaliere diesen wahnsinnigen Duft. Die ganze Anlage ist voll mit Flieder und diese Pracht ist überwältigend.

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Ich habe mittlerweile auch alle Farben. Vom Nachbar hat sich der hellviolette Flieder unterm Zaun durchgedrückt. Dieser Ausbreitungsdrang ist aber echt lästig. Ich muss immer hinterher schnippeln, damit er nicht alles für sich einnimmt.

DSC_1001Hier soll nämlich Platz bleiben für meinen braunen Storchenschnabel (Geranium phaeum). Der hat mit den Jahren hier auch kräftige Horste gebildet und sät auch hier und da aus.

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Abendliche Apfelblüte

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Der Klarapfel, hat schon am 22.04. angefangen zu blühen. Er sieht in der Blüte immer erstaunlich gesund aus und ich denke jedes Jahr, aber dies Jahr wird das was mit den Äpfeln.

Ich war 4 Tage nicht im Garten und in meiner Abwesenheit hat die Apfelblüte begonnen. Bei meiner Rückkehr musste ich deshalb noch schnell in den Garten gucken und so sind diese spätabendlichen Fotos von der Apfelblüte im Garten entstanden:

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Gartenrundgang April 2018 – Teil 1

Vom Winter, ohne Umweg direkt  zum Sommer, den Frühling haben wir gleich übersprungen. Ich hoffe es bleibt warm und ich kann dieses Jahr meine Kirschen behalten.  Alles geht so rasend schnell wegen den hohen Temperaturen. Innerhalb von ein paar Tagen sind ganze Blütengruppen durch mit Auf- und Abblühen. Man kann froh sein, wenn man rechtzeitig da ist, um wenigstens ein Foto zu machen.

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Bienenwachs aus alten Waben schmelzen

In der Welt gibt es ja nichts Neues und für den Einen oder Anderen ist es vielleicht das langweiligste und banalste der Welt, wenn er es schon mehrfach gemacht oder gesehen hat, aber für mich war es das erste Mal und deshalb interessant und wer mag, darf gerne zusehen, so wie ich beim Wachsschmelzen bei meinem Imkerpaten:

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Ich hatte ja im letzten Bienenbeitrag

Bienchen und Blümchen (Imkerkurs Termin 1)

über die Völker gesprochen, die über den Winter gestorben sind und die keimigen Waben gezeigt. Was passiert nun mit den Behausungen und Waben der toten Völker? Sie müssen wieder bewohnbar gemacht werden. In der Natur bei wilden Honigbienen geschieht das durch Nachnutzer alter Bienenbehausungen, wie der Wachsmotte, die die alten Waben auffrisst. In der Imkerei will aber niemand, dass Wachsmotten das Wachs fressen, denn das Wachs ist ein wertvoller Rohstoff, das in einem Wachskreislauf zirkulieren soll.

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