Category: Ernte verarbeiten (page 1 of 2)

Vom Garten auf den Tisch Folge 2

Da es jetzt wieder früher dunkel wird, höre ich auch früher mit der Gartenarbeit auf und kann mich mal wieder dem Kochen widmen, das kommt bisher im Sommer immer zu kurz, weil der Herd im Garten noch nicht angeschlossen ist und weil immer zu viel zu tun ist, als dass ich dazu käme. Heute aber schon! Das hab ich mir mitgebracht und daraus wird heute das:

DSC_0388

Halloumi mit orientalischer Gemüsepfanne . Orientalisch wird es durch die Gewürze: Harissa, Tajine-Gewürzmischung und maghrebinische Gewürzpaste.

DSC_0397 Continue reading

Der Regiomat

IMG_0983

Bei einem Ausflug in Rheinhessen stolperte ich über dieses Ding! Das ist der Regiomat, ein Verkaufsautomat für regionale Produkte aus Kleinproduktion. Ein Helferlein für die Direktvermarktung. Ich war total geflasht von dieser genialen Erfindung. Denn ich habe so was noch nicht gesehen. Da, wo ich her und für gewöhnlich durch komme, gibt es nur den Hofladen oder Stände an der Strasse. Zur Hochsaison von Spargel und Erdbeeren professionell betrieben und besetzt. Bei Bauern und Selbstversorgern steht nur ein verlassener Tisch vor der Einfahrt, auf dem die Angebote auf Anhalter warten und man was in die Geldbox wirft, meist ohne den Verkäufer je zu sehen. Das hat mich nie verwundert, wer will schon den ganzen Tag vor seinen Äpfeln und Kartoffeln hocken, wenn kaum einer vorbei kommt. Aber ich habe schon darüber nachgedacht, wie da die Zahlungsmoral ist.

Im Regiomat ist das zu Ende gedacht. Genial!…….. Was gibt es denn hier schönes?

IMG_0989 Continue reading

Kirschernte

Die letzten Süßkirschen werden von den Staren von den Bäumen geholt und es riecht unerfreulich nach Gärung, wo ihre Überreste sich stapeln und ich ich stelle mit Verdruss fest, dass Süßkirschen bei Weitem nicht so gewinnbringend sind, wie Sauerkirschen.

Irgendwie waren sie immer gering geschätzt von mir, weil man sie in natura einfach nicht so lecker sind und die Bäume oft so kränkeln. Aber sie haben einige Vorteile: Sie lassen sich vielfältig verarbeiten und lassen sich deutlich länger beernten. Die Spanne zwischen Genussreife und voll ausgereift am Baum ist gefühlt doppelt so lang, wie bei Süßkirschen und sie halten sich länger, auch im Kühlschrank, wenn man mal 2 Tage nicht schafft, was zu verarbeiten.

DSC_1011

Aktuell verarbeite ich vor allem die Sauerkirschernte. Ich musste mir einen neuen Entsteiner kaufen, der alte ist letztes Jahr kaputt gegangen. Mit einem Kernfix- Auf-Tisch-Entsteiner wäre ich noch schneller. Muss ich mir noch anschaffen.

DSC_0946

Ich bin echt stolz auf die Größe der diesjährigen Kirschen. Die Münze zum Größenvergleich ist ein 50 Cent Stück.

DSC_0952

Von den letzten Kirschen habe ich Marmelade gemacht. Wenn ich keine Zeit habe friere ich sie einfach ein. Dummerweise habe ich beim Vakuumieren einer solchen Charge das Vakuumiergerät geschrottet. Es schweißt noch die Folie, aber es macht keine Anstalten mehr Vakuum zu erzeugen. Es hat Saft gezogen.

DSC_1016

Heute habe  ich auch Bohnen geerntet. Wahnsinn wie viel Bohnen von zwei Reihen auf einem halben Beet geerntet werden können. Die werden morgen blanchiert und gefroren.

DSC_1014

Die erste Zucchini wurde auch tiefgefroren. Sie hätte sich so schön vakuumieren lassen, so ein Mist.

DSC_1018

Was passiert im Kartoffelkeller im Sommer?

Nun, da das Dach Langsam fertig wird, kommen wir auch im Haus mehr und mehr zum Aufräumen. Baustoffe kommen weg. Säcke und Planen werden fortgeräumt und der Blick streicht durch Ecken, die länger verbaut und verborgen waren.

Und was sieht da mein Auge? Das ist doch ein Kartoffelblatt!? Und es kommt am Deckel vorbei aus dem Kartoffelkeller? Wie hat es das bloß geschafft?

DSC_0699 DSC_0700

Ich hatte die übrigen Kartoffeln im Keller im April nicht zum Pflanzen benutzt, da ich Sorge hatte etwaige Krankheiten damit zu vermehren, und dann kam ich nicht mehr ran, um den Keller auszuräumen. Ich hatte mir alles Mögliche vorgestellt was darin auf mich gewartet hätte, aber nicht das:

DSC_0704

Gruselig, ein bisschen alien-mäßig. Da zieh ich mir doch lieber mal die Handschuhe an. Wie viel Biomasse diese Triebe sind. Gar nicht leicht die Dinger aus dem Kies-Bett zu ziehen, denn die haben gewurzelt.

DSC_0708

Eine sehr saubere Methode des Anbaus :-). Wie Gewächshauspflanzen auf Steinwolle. Ob sich da auch neue Kartoffeln bilden könnten?

DSC_0705DSC_0710

Den Mutterkartoffeln geht es jedenfalls prächtig. Nicht grün, immer noch prall und knackig, wie frisch geerntet. Tolles Klima da unten, nur nicht dunkel genug.

DSC_0707

DSC_0711

 

Die erste Ernte Saison 2016

Tatsächlich ist das meine erste Ernte, denn alles was früh zu ernten ist hab ich nicht gemacht: Keine Radieschen, keinen frühen Salate, keine Mairübchen etc. Mir fehlte dafür das Gewächshaus.  Radieschen sind mir zu viel Heckmeck, ich bin nicht so heiß drauf, sie wachsen zu schnell, muss man immer hinter her sein – lohnt sich nicht. Und das mit dem Salat gestaltet sich auf dieser Anbaufläche schwierig. weil zu sonnig und zu starke Schwankungen in der Bodenfeuchtigkeit. Und lohnt sich in der Art meiner Ernteverarbeitungsfähigkeit auch nicht. Deshalb habe ich mich dieses Jahr eher auf Sachen verlegt, die nicht zwingend sofort verzehrt werden müssen: Brokkoli, Blumenkohl, Rosenkohl, Buschbohnen, Sojabohnen, Zwiebeln, Kartoffeln, Rote Bete, Zucchini, Tomaten, Auberginen.

Nicht in diese Kategorie fallen der Grüne Spargel, darf erst nächstes Jahr geerntet werden, Erdbeeren, und Feldsalat, Spinat und Rauke sähen sich gerade wieder selbst aus oder haben es bereits getan.

Also die erste Ernte bestand aus Zuckererbsen. Und nun da ich einen riesigen Selbstversorger-Vorratsgefrierschrank besitze, in dem man ein ganzes Wildschwein und zwei Ferkel aufbewahren könnte, kann ich meine Ernte schön konservieren. Ah, welch Freiheit!

DSC_0678

So kommt es aus dem Garten, waschen, entfädeln…..

DSC_0679

…dann blanchieren….

DSC_0680

…. eintüten und vakuumieren und ab in den Gefrierschrank. Der hat eine Schnellfrostautomatik. Das Vakuumiergerät habe ich mir gekauft, um das Gefriergut platzsparend zu verpacken, ohne Gefrierbrand und so, dass man erkennt, was es ist, wenn man in den Gefrierschrank guckt. Weil sonst bleibt das Zeug liegen. Zwei Portionen dieser Art habe ich gemacht. In Kochportionsgröße für ein Curry z.B. Als Beilage müsste man 2 Beutel nehmen.

 Und dann gab es dieses Jahr auch mal Erdbeeren, vor allem von zwei Sorten: Mieze Schindler, und eine “Aroma-Erdbeee” von einem großen Grteversand-Händler und 2 Pflanzen Senga Sengana hab ich auch. Welch glücklicher Zufall, dass ich das so gemixt habe, weil die Mieze Schindler, wie ich ebend erst las eine andere Befruchtersorte braucht, da sie rein weiblich blüht. Das Laub von den Aroma-Erdbeeren kränkelt erschreckend. Das Fruchtfleisch der Aroma-Erdbeere ist durchgehend rot. Man kann gut erkennen, was was ist.

DSC_0677

Was seit November geschah- Teil 2

Im Gemüsegarten hat sich nicht viel getan, es steht Alles nahezu unverändert seit November. Bemerkenswert war für mich, dass alle meine Wege , auf denen ich mit dem vertikutierten Moos anderer Leute (von der wilden Komposthalde) gemulcht hatte, jetzt grünes Moos wächst. Die Feuchtigkeit hats bewirkt, wie bei einer Rose von Jericho. Ich dachte das Moos wäre totes Material, so wie Grasschnitt. Irrtum, es hat sich wiederbelebt.

Ich finde es sieht ganz zauberhaft aus.

DSC_1116 DSC_1117

Continue reading

Mein Apfelsaft ohne Entsafter

Leider habe ich keinen Entsafter und auch keine Presse zur Apfelsaftherstellung. Ich hatte recherchiert, aber war dann abgetörnt von diversen Tests und Kritiken zur Saftausbeute. Richtig gut war leider auch immer richtig teuer. Deshalb habe ich mir entgegen meinen Überlegungen doch keinen Entsafter gekauft. Also mache ich den Apfelsaft in simpler aber sehr zeitaufwendiger Art und Weise. Ich mache immer nur kleine Chargen, auch weilich nicht soviele dieser Flaschen habe und wenn ich alles ausgetrunken habe, mache ich die Nächste.

DSC_1104

Ich wasche, schäle und entkerne die Äpfel, anders als bei anderen Produktionsarten, wo der Apfel roh mit allem drum und dran gehäckselt und gepresst wird. Das hat den Vorteil, dass Schadstellen und Schädlinge nicht mit verarbeitet werden. Der Gedanken einen zermatschten, gekochten Wurm oder eine Made mitzutrinken ist für mich doch ziehmlich genussbeeinträchtigend.

Das erste Mal wollte ich es mir einfach machen und dachte das Schälen könnte ich mir sparen, ich filtere doch eh alle festen Bestandteile raus. Aber durch die Eigenschaften meines Hauptapfels Jacob Lebel und seiner fettenden, seifig schmeckenden Schale habe ich drei Flaschen Apfel-Seifen-Gesöff produziert, das ich natürlich trozdem getrunken habe. Aber nur schlückchenweise und immer darüber nachdenkend, ob es nicht ein Hinweis ist, etwas nicht verzehren zu sollen, wenn es so uneinladend schmeckt.

Das Schälen und Gehäuse austechen dauert wirklich lange. Was dann im Topf landet, sieht aus  wie Kompott.

DSC_1002

Das wird aufgekocht, bis die Apfelstücke zerfallen. Dadurch wird die Zellstruktur aufgebrochen und man kriegt sehr viel mehr Saft heraus, als aus einem rohen Apfel.

DSC_1003

Dann filtere ich es in einen Extra-Topf. Das Tuch ist mein Filter und meine Presse. Das Sieb habe ich nur um das Tuch hinein zu legen und es zu befüllen. Es hilft erst die Schwerkraft, dann presse ich ein wenig mit Löffel oder Kelle und dannach fange ich an, das Tuch immer enger zu zu drehen. Das, was raus kommt ist wirklich enorm und das, was davon an Faserstoff übrig bleibt, wirklich erstaunlich klein.

DSC_1004

Das große Ernten geht weiter

Alle drei Tage spätestens müssen das Fallobst gesammelt  und die Tomaten gepflückt werden. Die Tomaten sind echt irre. Ich komme kaum hinterher. Heute habe ich diese Ernte eingefahren:

DSC_0570

Ich habe es nicht gewogen, aber ich würde sagen, ich habe einen neuen Rekord aufgestellt. Es gibt derzeit nur ein Problem: Durch die starken Regenfälle in den Letzten Tagen sind nahezu alle Tomaten aufgeplatzt. Das gilt in besonderem Maße im Gewächshaus, obwohl es da selbst ja nicht regnet und ich eher gleichmäßig wässere, wenn.  Aber wenn es rundherum regnet, zieht auch die Erde im Gewächshaus das Wasser. Zudem ist die Erde seit dem Austausch etwas zusammen gesunken und ist jetzt unter dem Höhenniveau der Umgebung, so dass sich das Wasser da noch etwas stärker sammelt, wie in einer Badewanne.

Der Boden ist reiner Kompost und so wachsen die Tomaten dort überdimensional. Die Größen, die die Purple Russian erreichen, haben nichts mehr mit dem zu tun, was man Sortenstandard bezeichnen kann. Nur eben diese Risse:

DSC_0554

DSC_0553 DSC_0552DSC_0555

Continue reading

Kartoffelernte und Ergebnisse im Vergleichsanbau

In Erwartung des kommenden Herbstes, einhergehend mit kalten nassem Wetter, was mir die Freude am Buddeln in der Erde vermiest, habe ich die ganzen Kartoffeln geerntet. Ich musste ja noch warten, bis bei dem hinteren Beet die Strünke absterben. Die Kartoffeln dort waren nur 2 Wochen später gesetzt worden, brauchten aber im Schnitt über einen Monat länger, um abzureifen.

DSC_0505

Überhaupt war der diesjährige Kartoffelanbau reich an Erkenntnissen, da ich Vergleichspflanzungen gemacht habe. Auf dem vorderen Beet standen die Kartoffeln sehr weit auseinander. Der Mittelstreifen wurde mit starker Anhäufelung angebaut und zwei Pflanzen in der Außenreihe waren nicht gemulcht worden, weil ich keinen Grasschnitt mehr übrig hatte.
Das hintere Beet war nur zur Pflanzung gehäufelt worden, gemulcht aber recht dicht, doch mit Versatz gepflanzt. Das Ergebnis war folgendes:
Die Pflanzabstände wirkten sich nicht aus, was heißt: die Hinteren waren nicht zu eng gepflanzt, aber ein übertriebenes Mehr an Platz macht trotzdem nicht mehr Kartoffel.

Continue reading

Apfelmus vom Fallobst

Mein größter Apfelbaum hat dieses Jahr Ertragsjahr.  Der Baum in Hausnähne trägt nur vereinzelt und die Früchte sind sehr sehr klein, aber er hat auch sehr mit Schorf und Ruß zu kämpfen. Wobei der Große auch Schorf hat und man das sogar in der Kronenspitze sieht. Ich hab bisher noch nicht rausgefunden, was man dagegen tun kann, ausser die Blätter usw. einzusammeln. Der Apfelbaum auf dem linken Rasenstück trägt die schönsten Äpfel, aber er hat nach einem zurückliegendem Rückschnitt zuviele Wasserschosser gebildet und trägt nur an ein paar alten Ästen. Deshalb trägt er auch relativ wenig.

DSC_0364 DSC_0365

Vor allem vom Großen habe ich eine Riesen-Menge Fallobst. Was man verarbeiten kann, lese ich alle paar Tage auf, was nicht, kommt auf den Kompost. Da riecht es mittlerweile sehr nach Gärung. Die Tierwelt freut sich.

DSC_0359DSC_0299

DSC_0464Ich wasche die vielen Kilos in der Badewanne und mache sie küchenfertig. Ich habe einen Gehäuseausstecher, das macht es leichter. Das Kochen geht ganz schnell, nur das Vorbereiten dauert ewig lang. Alles kommt in den größten Topf, bis der Deckel kaum noch rauf passt. Ein Glas Wasser dazu, damit es nicht anbrennt und aufkochen. Dann püriere ich alles und nachdem ich mir zuletzt bei der Tomatensoße ganz übel den Daumen beim Abfüllen verbrannt habe, habe ich jetzt einen Trichter. Wie konnte ich nur je ohne ihn auskommen.

Ich habe nach drei Durchläufen das Apfelmuslimit im Jahreseigenverbrauch erreicht. Mehr würe nicht alle werden. Jetzt muss ich mir was anderes für die Ernte überlegen.

DSC_0388

Als nächstes kommen die Apfelringe aus der Dörrmaschine dran. Hab auch überlegt mir einen Entsafter zu kaufen. Dabei ist mir aber wieder eingefallen, dass ich gar keinen Apfelsaft vertrage. Da wird mir immer schlecht von. Vielleicht mach ich noch Apfelchutney oder Apfelgelee. Dafür bräuchte ich doch wieder einen Entsafter. Mal gucken.

Older posts