Category: Ernte verarbeiten (page 2 of 2)

Mein Apfelsaft ohne Entsafter

Leider habe ich keinen Entsafter und auch keine Presse zur Apfelsaftherstellung. Ich hatte recherchiert, aber war dann abgetörnt von diversen Tests und Kritiken zur Saftausbeute. Richtig gut war leider auch immer richtig teuer. Deshalb habe ich mir entgegen meinen Überlegungen doch keinen Entsafter gekauft. Also mache ich den Apfelsaft in simpler aber sehr zeitaufwendiger Art und Weise. Ich mache immer nur kleine Chargen, auch weilich nicht soviele dieser Flaschen habe und wenn ich alles ausgetrunken habe, mache ich die Nächste.

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Ich wasche, schäle und entkerne die Äpfel, anders als bei anderen Produktionsarten, wo der Apfel roh mit allem drum und dran gehäckselt und gepresst wird. Das hat den Vorteil, dass Schadstellen und Schädlinge nicht mit verarbeitet werden. Der Gedanken einen zermatschten, gekochten Wurm oder eine Made mitzutrinken ist für mich doch ziehmlich genussbeeinträchtigend.

Das erste Mal wollte ich es mir einfach machen und dachte das Schälen könnte ich mir sparen, ich filtere doch eh alle festen Bestandteile raus. Aber durch die Eigenschaften meines Hauptapfels Jacob Lebel und seiner fettenden, seifig schmeckenden Schale habe ich drei Flaschen Apfel-Seifen-Gesöff produziert, das ich natürlich trozdem getrunken habe. Aber nur schlückchenweise und immer darüber nachdenkend, ob es nicht ein Hinweis ist, etwas nicht verzehren zu sollen, wenn es so uneinladend schmeckt.

Das Schälen und Gehäuse austechen dauert wirklich lange. Was dann im Topf landet, sieht aus  wie Kompott.

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Das wird aufgekocht, bis die Apfelstücke zerfallen. Dadurch wird die Zellstruktur aufgebrochen und man kriegt sehr viel mehr Saft heraus, als aus einem rohen Apfel.

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Dann filtere ich es in einen Extra-Topf. Das Tuch ist mein Filter und meine Presse. Das Sieb habe ich nur um das Tuch hinein zu legen und es zu befüllen. Es hilft erst die Schwerkraft, dann presse ich ein wenig mit Löffel oder Kelle und dannach fange ich an, das Tuch immer enger zu zu drehen. Das, was raus kommt ist wirklich enorm und das, was davon an Faserstoff übrig bleibt, wirklich erstaunlich klein.

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Das große Ernten geht weiter

Alle drei Tage spätestens müssen das Fallobst gesammelt  und die Tomaten gepflückt werden. Die Tomaten sind echt irre. Ich komme kaum hinterher. Heute habe ich diese Ernte eingefahren:

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Ich habe es nicht gewogen, aber ich würde sagen, ich habe einen neuen Rekord aufgestellt. Es gibt derzeit nur ein Problem: Durch die starken Regenfälle in den Letzten Tagen sind nahezu alle Tomaten aufgeplatzt. Das gilt in besonderem Maße im Gewächshaus, obwohl es da selbst ja nicht regnet und ich eher gleichmäßig wässere, wenn.  Aber wenn es rundherum regnet, zieht auch die Erde im Gewächshaus das Wasser. Zudem ist die Erde seit dem Austausch etwas zusammen gesunken und ist jetzt unter dem Höhenniveau der Umgebung, so dass sich das Wasser da noch etwas stärker sammelt, wie in einer Badewanne.

Der Boden ist reiner Kompost und so wachsen die Tomaten dort überdimensional. Die Größen, die die Purple Russian erreichen, haben nichts mehr mit dem zu tun, was man Sortenstandard bezeichnen kann. Nur eben diese Risse:

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Kartoffelernte und Ergebnisse im Vergleichsanbau

In Erwartung des kommenden Herbstes, einhergehend mit kalten nassem Wetter, was mir die Freude am Buddeln in der Erde vermiest, habe ich die ganzen Kartoffeln geerntet. Ich musste ja noch warten, bis bei dem hinteren Beet die Strünke absterben. Die Kartoffeln dort waren nur 2 Wochen später gesetzt worden, brauchten aber im Schnitt über einen Monat länger, um abzureifen.

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Überhaupt war der diesjährige Kartoffelanbau reich an Erkenntnissen, da ich Vergleichspflanzungen gemacht habe. Auf dem vorderen Beet standen die Kartoffeln sehr weit auseinander. Der Mittelstreifen wurde mit starker Anhäufelung angebaut und zwei Pflanzen in der Außenreihe waren nicht gemulcht worden, weil ich keinen Grasschnitt mehr übrig hatte.
Das hintere Beet war nur zur Pflanzung gehäufelt worden, gemulcht aber recht dicht, doch mit Versatz gepflanzt. Das Ergebnis war folgendes:
Die Pflanzabstände wirkten sich nicht aus, was heißt: die Hinteren waren nicht zu eng gepflanzt, aber ein übertriebenes Mehr an Platz macht trotzdem nicht mehr Kartoffel.

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Apfelmus vom Fallobst

Mein größter Apfelbaum hat dieses Jahr Ertragsjahr.  Der Baum in Hausnähne trägt nur vereinzelt und die Früchte sind sehr sehr klein, aber er hat auch sehr mit Schorf und Ruß zu kämpfen. Wobei der Große auch Schorf hat und man das sogar in der Kronenspitze sieht. Ich hab bisher noch nicht rausgefunden, was man dagegen tun kann, ausser die Blätter usw. einzusammeln. Der Apfelbaum auf dem linken Rasenstück trägt die schönsten Äpfel, aber er hat nach einem zurückliegendem Rückschnitt zuviele Wasserschosser gebildet und trägt nur an ein paar alten Ästen. Deshalb trägt er auch relativ wenig.

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Vor allem vom Großen habe ich eine Riesen-Menge Fallobst. Was man verarbeiten kann, lese ich alle paar Tage auf, was nicht, kommt auf den Kompost. Da riecht es mittlerweile sehr nach Gärung. Die Tierwelt freut sich.

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DSC_0464Ich wasche die vielen Kilos in der Badewanne und mache sie küchenfertig. Ich habe einen Gehäuseausstecher, das macht es leichter. Das Kochen geht ganz schnell, nur das Vorbereiten dauert ewig lang. Alles kommt in den größten Topf, bis der Deckel kaum noch rauf passt. Ein Glas Wasser dazu, damit es nicht anbrennt und aufkochen. Dann püriere ich alles und nachdem ich mir zuletzt bei der Tomatensoße ganz übel den Daumen beim Abfüllen verbrannt habe, habe ich jetzt einen Trichter. Wie konnte ich nur je ohne ihn auskommen.

Ich habe nach drei Durchläufen das Apfelmuslimit im Jahreseigenverbrauch erreicht. Mehr würe nicht alle werden. Jetzt muss ich mir was anderes für die Ernte überlegen.

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Als nächstes kommen die Apfelringe aus der Dörrmaschine dran. Hab auch überlegt mir einen Entsafter zu kaufen. Dabei ist mir aber wieder eingefallen, dass ich gar keinen Apfelsaft vertrage. Da wird mir immer schlecht von. Vielleicht mach ich noch Apfelchutney oder Apfelgelee. Dafür bräuchte ich doch wieder einen Entsafter. Mal gucken.

Bunte Gemüseernte wird zum Eintopf – mit Rezept

DSC_0645Heute verarbeite ich die erste eigene Ernte an Kartoffeln und Schwarzkohl, auch die rote Beete ist die Erste, die ich aus der Erde gezogen habe. Aus dem Sammelsurium an kleinen Mengen lässt sich gut ein Eintapf machen:

Kichererbsen-Gemüseeintopf

  • 1 Dose Kichererbsen
  •  Tomaten oder eine Dose passierte Tomaten
  •  Möhren
  • Kartoffeln
  • zur Verfügung stehendes Gemüse, welches sich mit Tomaten versteht.

Ich benutze die aktuelle Ernte aus Rote Beete, Grünen Bohnen, Borlotti-Bohnen, Zuchini, Sellerie (noch gekauft), Schwarzkohl

  • Olivenöl
  • 3-6 Zehen Knoblauch
  • Gewürze: Salz, Pfeffer, Thymiam, Harrissa, Tajine-Gewürz, Blattsellerie
  • Räuchertofu

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Kirschen und Beeren werden zur Roten Grütze

Nachdem ich es geschafft habe mir eine Magen-Darm- Infekt einzufangen, vielleicht durch zuviel ungewaschenes Obst direkt vom Baum:-), kann ich derzeit meine Kirschen und Beeren nicht mehr frisch essen. Und auch so ist es nicht möglich, die Ernte frisch zu essen. Deswegen konserviere ich den Sommer im Glas zu Roter Grütze.

Für die, die nicht wissen, wie das geht hier eine Anleitung.Hier sieht man meine Ernte aus verschiedenem Steinobst und Beeren, hauptsache rot oder dunkel. Hier sind es Sauerkirschen, Süßkirschen, rote Johannesbeeren, Himbeeren und Erdbeeren.

IMG_0578Nach dem Waschen kommt das Aufwändigste: Das Entsteinen. Es gibt verschiedene Arten von Ensteinern, ich habe den Simpelsten, der nicht der Schnellste ist. Er hat auch den Geist aufgegeben bei all diesen Kirschen. Das in der Salatschleuder sind immerhin schon 3,2 Kilo.

Leider habe ich beim Rntkernen festgestellt, dass fast alle Süßkirschen Maden der Kirschfruchtfliege beherbergten. Die habe ich einfach rausgepolkt, aber der Gedanke, dass ich die zuvor alle mitgegessen hatte ist doch ganz schön eklig.

Nach dem Entkernen und waschen wandert die Obstmischung in den Topf. Vorher abwiegen, um die Menge an Zucker und Perl-Sago bestimme zu können.

DSC_0283Rezeptur:

Auf ein Kilo Früchte kommt

  • 500 ml Saft
  • 65 Gramm Zucker
  • 75 Gramm Perl-Sago

Ich habe mit etwas Wasser aufgegossen, der Saft kocht ja aus. Früchte und Flüssigket mit der jeweiligen Menge Zucker vermischen und aufkochen. Wenn das ausreichend aufgekocht ist und der Saft ausgetreten ist, wird das Perl-Sago dazu gegegeben und dann muss gerührt werden, bis sich das Perlsago aufgelöst hat und die Grütze so angedickt wurde. Das kann 30 Minuten. Wenn man nicht rührt sammelt sich alles am Boden und brennt schön an.

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Die weißen Kügelchen sind das Perl-Sago. Sie bestehen aus Stärke und lösen sich langsam auf.

Wenn sich das Perlsago aufgelöst hat, ist die Grütze fertig, man kann sie sofort essen oder in den Kühlschrank stellen. Ich habe sie eingeweckt, wie Marmelade.

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Aus dem Garten auf den Teller

So, die Wintergemüse müssen weg, um die letzten Beete umzugraben. Deshalb habe ich heute Palmkohl oder auch Cavalo Nero, eine dem Grünkohl eng verwandte Kohlsorte geerntet. Ich mag sie lieber als Grünkohl, weil der Geschmack nicht so streng ist, wie bei Grünkohl. Der Kohl hat sein Ursprungsgebiet in der Toskana, weshalb es schöne Rezepte der italienischen Gemüseküche mit ihm gibt. Bei Wirsing oder Grünkohl, denke ich immer an deutsche Küche, in der beide Sorten immer nur Beilage sind oder sie sonst dazu dienen fleischiges einzuwickeln.

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Daraus gemacht habe ich heute Gnocchetti mit geschmorten Möhrchen und Pastinaken und blanchierten Palmkohl, mit einer Cremesoße aus Soja-Kochreme und der Gewürzmischung Kürbiskönig. Der Palmkohl wird zum Schluss mit den Gnocchetti untergehoben und kurz zum Durchziehen stehengelassen. Der Kohl gibt den süßen Möhren und Pastinaken eine spannungsvolle, herbe Komponente. Geriebener Parmesan rundet das ganze wundervoll ab.

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