Category: Gartenplanung (page 1 of 4)

Der letzte große Abriss

Es ist vollbracht, oder besser es wurde vollbracht, denn diesen Kraftakt wollte ich nicht selbst vollbringen: Ich habe den letzten verbliebenen Schuppen abreißen lassen, meine letzte Auflage von der Übernahme. Häkchen dran.

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Aber kaum ist das Eine erledigt, schreit schon die nächste Handlungsaufforderung. Dieses nicht verputzte Wandstück tut mir in den Augen weh. Und auf einmal ist so unfassbar viel Fläche frei. 4,50 x2 Meter war dieser Schuppen groß und er war ein schöner Sichtschutz, wenn auch nicht schön, sowohl zur Straße, als auch zum Nachbarn. Vorher sah es so aus ( Bild 1) und jetzt so Bild 2).

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Das erste Bild ist übrigens vor dem Auslichtungsschnitt an der Kirsche diesen Spätsommer gemacht worden. Man kann den Unterschied wirklich gut erkennen.

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Rückblick Gartenreise England: Sissinghurst White Garden

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Magisches Weiß und geometrisches Grün: Der White Garden

Der beliebteste und berühmteste Garten ist der romantische „White Garden“ , ein perfektes Beispiel für die Wechselwirkung  zwischen sachlicher und sinnlicher Gartengestaltung.

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Hier sieht man den Pavillion mit der berühmten Rosa Mulliganii. Es gibt eine deutsche Firma, die einem den Pavillon für schlappe 9200 Euro nachbaut: Quadratischer Grundriss 500 x 500 cm. Gesamthöhe 350 cm in der Spitze. Gewicht ca. 480 kg.

Rambler Rose "Rosa mulliganii" flowers

Rambler Rose “Rosa mulliganii”

Diese riesige Ramblerrose ist einer der größten Kletterer, die in unseren Regionen gedeihen und benötigt entsprechend viel Platz. Sie produziert kleine weiße Blüten in riesigen, breitflächigen Dolden mit bis zu 150 einzelnen Blüten. Die Blüte erscheint spät in der Saison, und im Herbst folgen dann kleine orangerote Hagebutten. Das fast immergrüne Laub ist fein und glänzend und hat sieben Fiederblätter. ‘Rosa Mulliganii’ ist eine der massivsten, Bäume überwuchernden Kletterrosen. Eignet sich auch zum Überwuchern von Gebäuden und anderer großer, massiver Rankgerüste.

Quelle: Züchterbeschreibung

Die Ramblerrose  blüht erst im Juli und so konnten wir sie leider nur kurz vor der Blüte sehen. So sehen die Blüten aus.

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Sissinghurst Teil 1:

Der Rosengarten- Rückblick Gartenreise England

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“Es machte sie berühmt und vermutlich auch glücklich: Sissinghurst, das gärtnerische Lebenswerk der Schriftstellerin Vita Sackwille-West. Die verschachtelte idyllische Gartenlandschaft in Südengland gilt unter Gartenfans als das schönste Beispiel für moderne britische Gartenkunst. Märchenhaft idyllisch und ein Sehnsuchtsort für jeden Gartenfan. Sissinghurst, der berühmteste Garten der englischen Gartengeschichte, den die Schriftstellerin Vita Sackville-West in den 1930ern zusammen mit ihrem Mann Harold Nicolson anlegte.

Rund um die Gebäude von Sissinghurst Castle in der Grafschaft Kent gruppieren sich zehn verschiedene Garten-„Räume“, die mit ihrer kreativen Vielfalt jedes Jahr 190.000 Besucher faszinieren und verzaubern.”

Quelle: http://luxus.welt.de/travel/orte-touren/schlossgarten-mit-cottage-flair

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Auf dieser Mauerkrone wachsen eine weiße und violettfarbene Wisterie. Schade, dass ich die Blüte verpasst habe.

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Rückblick Englandreise: Great Dixter Gardens

Great  Dixter ist einer der berühmtesten englischen Gärten. Viele Gartenfreunde waren schon da, ich jetzt auch. Und für die, die ihn noch nicht kennen, stelle ich ihn gerne vor, denn es ist bisher mein liebster Garten in Kent und East Sussex.

Great Dixter war das Familienhaus von Gärtners und Gartenschriftsteller Christopher Lloyd  (1921-2006) – es war der Mittelpunkt seines Schaffens und seiner Hingabe und beflügelte ihn  über 40 Jahre lang zu Büchern und Artikeln zum Fach. 

Nach Christopher Lloyds Tod 2006 übernahm die gärtnerische Leitung Christopher’s Freund und Chefgärtner, Fergus Garrett. Das einstige private historische Haus sowie der  Garten sind wie viele alte, große Herrenhäuser in den National Trust übergegangen und dienen weiterhin als Bildungszentrum und als Wallfahrtsort für Gartenliebhaber aus der ganzen Welt.

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Sonnensegel, Miniteich und was gerade blüht

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Es ist wieder einmal schlagartig Sommer geworden und die Sonne knallt bis 14 Uhr auf unseren Lieblingssitzplatz. Deshalb haben wir uns ein Sonnensegel gekauft, damit uns nicht die Butter von Brot läuft, ehe wir es in den Mund schieben können.

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Die Hausecke mit Weg, Kiesbeet und -rondell, Töpfen und Wein sieht dadurch noch mediterraner aus, und ich liebe das! Es ist als wäre ich im Urlaub.

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Gartenrundgang Ende Mai

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Der Ziergarten:

Uiuiui, ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Es tut sich gerade so viel an allen Ecken- heute gibt es ganz viele Fotos und wenige Worte:-) Hier oben möchte ich mal meine neu angelegte Abgrenzung der Rasenfläche zeigen, die langsam ansehnlich geworden ist.

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Iris sibirica, abgestochen vom Bestand um den Hauptwasseranschluss.

Im Grunde alles wie im letzten Jahr, aber immer ein bisschen anders und immer wieder schön.

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Der grauenvolle Gewächshausbau- Letzter Teil

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Nun endlich bringen wir das Gewächshaus zu Ende. Der Teil den wir zuletzt zusammen bauten war die vordere Front. Und es war so anstrengend und nervtötend, dass ich einen ganzen Monat brauchte, um die Kraft wieder zu finden, das gleiche noch mal auf der Rückseite machen zu wollen. Im Vergleich zu den Fronten war alles andere zuvor ein Spaziergang.

Das Mr. Ed-Türchen wartete schon zusamen gebaut im Haus, die untere Tür musste noch zusammen geschraubt werden. Das ist nicht schwer.

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IMG_1287Mit dem Gewächshaus kamen 3 Bahnen Polycarbonat-Platten. Zwei decken die Rundbögen ab, die letzte (2×6 Meter) muss  in der Mitte halbiert werden. Jede Hälfte bietet das Material für eine Frontseite. Aber, jetzt kommt der Clou, man muss sich die Teilstücke selbst abmessen, anzeichnen und ausschneiden.  “Mit einer Schere,” sagt der Lieferant, “das geht ganz leicht!”. Hm, ok.

Das Untere Bild zeigt die Anleitung, wie die Teile abzumessen und zu schneiden sind. Alles in russisch, ich bin froh, dass wir immerhin die selben Zahlen haben. Der Lieferant hat mir wegen meiner dummen Fragen noch schnell hingeschrieben, was welche Seite ist.

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Holzhäcksel für die Wege und Tulpe, Tulpen, Tulpen

Letzten Freitag habe ich die letzten Beetumrandungen zusammen gebaut und wenig später lieferte mir der Gala-Bau 2 Kubikmeter Holzhächsel. Es ist Trauerweide. Das Schüttgut kam in einer Mulde und wurde mit einem Hebefahrzeug rückwärts bis an die Hecke gefahren. Dann hat die Hydraulik die Mulde über die Hecke gehoben und dahinter abgekippt. Die Hecke hat auf der Seite derSchüttung ein paar abgebrochene Äste und eine Iris wurde unter dem Haufen begraben, aber sonst ging das sehr gut und wohl mit dem geringst möglichen Schaden.

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Ich hab davon mal wieder kein Foto. 2 Tage haben gereicht, um das Zeug auf den Wegen zu verteilen. Es liegt ziemlich dick, 5-6 cm, aber es wird sicher in den nächsten Tagen noch etwas zusammensinken. Dann schütte ich noch mal auf. Ich habe großzügig gerechnet und lieber etwas mehr bestellt. Ich fühlte mich nicht in der Lage, die genaue Menge zu schätzen. Die 2 Kubik haben inkl. Lieferung nur 30 Euro gekostet. Deutlich billiger als Rindenmulch.

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Beetumrandungungen für einen Mulchgarten, Tulpen und Narzissen

Ich arbeite am nächsten Großprojekt, dass bisher nur wenig Bildmaterial hervorbringt: Beetumrandungen für einen “Total-Mulch-Gemüsegarten.  Bisher hatte ich das Problem, dass mir die Beetränder beim Hacken immer weg bröseln und auf den Weg rollen. Die Wege sind qua ihrer Funktion total hart und festgetrampelt und es ist mir ein Graus da das Unkraut zu entfernen, da es so festsitzt. Es geht total viel Zeit drauf beim ständigen jäten. Zeit die ich wegen all den Instandsetzungsaufgaben in Sachen Haus eigentlich woanders dringener einsetzen müsste.

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Nun kann man seinen Garten auch ohne Beetumrandungen mulchen, aber ich mulche ja auch den Herbst und Winter über mit dem Laubhäcksel meiner Bäume. Der Wind pustet mir aber das Mulchmaterial von den Beeten in Windsackgassen, wie Hauswinkel und Hecken. Auch die Vögel, die nach Bodentierchen suchen schweißen es von den Beeten. Die Umrandung soll dafür sorgen, dass der Mulch auf dem Beet bleibt. Auch kann ich nun schön Kompost aufs Beet tun, ohne dass sich die gute Erde auf die Wege rollt, wo sie nicht genutzt wird.

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Gewächshausaufbau Teil 2

DSC_0806Langwierig und Detailreich ging es weiter im Aufbau. Der hinterste Bogen wurde am nächsten Aufbautag  an das bestehende Gerüst angebaut und die Verbindungsstreben für die Tür und die Schwelle wurden hinten hinzugefügt.

Und dann kamen die Poly-Carbonat-Bahnen. Die kamen zusammengerollt, drei Stück auf das minimalste zusammengeschnürt. Als ich die Schnur auf schnitt, machte es laut “Plong!” Und die Bahnen entfalteten sich zu großen Ungetümen. Denn eine Bahn ist IMG_10866 Meter lang und 2 Meter breit. Zwei Bahnen decken das gesamte  Gewächshaus ab, die Dritte muss man selbst zurecht schneiden, um damit die Front und die Türelemente zu verkleiden. Aber das haben wir noch nicht in Angriff genommen.

Es hat einiges an Koordination erfordert die Bahnen auf den Gewächshausrahmen zu bekommen. Beide Bahnen überschneiden sich 7 cm auf der Mittelstrebe. Da keine Löcher vorgebohrt sind, müssen diese selbst festgelegt und gebohrt werden. Die richtige Stelle zu treffen, so, dass man innen durch das Loch in den Streben kommt, war gar nicht so einfach. Auf der linken Seite half uns die Sonne, die sich so reflektieren ließ, dass sie das Loch in der Strebe als Lichtpunkt auf die Platte warf. Rechts war es schwieriger.

Ebenfalls herausfordernd war das festschrauben, weil die Schrauben natürlich wieder knapp bemessen waren von ihrer Länge. Für die Stellen, wo sie beide Platten überlappen, war das besonders schwer, weil die Schraube nur wenn man mit viel Kraft gegen drückte überhaupt überstand. Mit dieser Kraftanstrengung und im Blindflug musste man dann das kleine Löchelchen finden. Das ging ungefähr so: “Links oben!…Links!”

“Ich kann doch links und rechts nicht so gut! Zur Hecke oder zum Garten?!”

“Richtung Garten, jetzt runter… noch ein Stück…. nee, wieder hoch! Mehr drücken! Drück! Jetzt biste grad dran vorbei.”

“Soll ich ma?”

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