Category: Instandsetzung Garten (page 2 of 4)

Neue Rosenbögen

So, jetzt hat’s mir gereicht, ich habe mir neue Rosenbögen besorgt. Der vordere Rosenbogen wurde ja seit 2 Jahren nicht ersetzt, obwohl er schon auf halb 13 hing.

DSC_0452 Ich hatte keine Zeit einen zu bauen, wie ich es weiter vorne gemacht hatte. Und es hatte sich gezeigt, dass der Boden zu weich und nachgiebig ist, um den Einschlaghülsen ausreichend Stabilität zu geben, um dem Richtungsdruck der Pflanzen Stand zu halten. Dafür IMG_1032hätte ich einen Doppelbogen Bauen müssen. So wie vorne beim Eingang in den Garten. Aber das war auch nicht billig und einfach und es ist nicht leicht die Bodenhülsen zu ausgelotet in den Boden zu kriegen, dass alles gerade steht. Hier mal ein Blick auf den Alten vorm “Abriss”. Der kam mir schon freiwillig nur durch gutes Zureden entgegen.

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Ernte des Wurzelgemüses+ Bodenverbesserung

Ich habe angefangen die Beete frei zuräumen, um den Boden zu bearbeiten.  An einigen Stellen muss muss ich noch mal tief graben um Ackerschachtelhalm los zu werden. Mehrheitlich muss ich aber den Boden verbessern, da der Blumenkohl und die Tomaten auf der Fläche arg gemickert haben. Andere Gemüse sind dagegen sehr gut gewachsen. Zum Beispiel meine Möhren und Rote Beeten.

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Hier die Rote Beeten, die ich am heutigen Tag geerntet habe. Einige stehen noch. Ich habe gelernt dass Rote Beete Sonne wollen.

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Kompost, Nashornkäfer und Morcheln

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Männlicher Nashornkäfer, erkennt man an seinem Nashorn.

Letztes Jahr habe ich zur selben Zeit das erste mal seit der Übernahme des Gartens in meinem Kompost gegraben und dabei Unmengen von IMG_0219Nashornkäferlarven zu Tage gefördert. So sah es vor einem Jahr aus.

 

Die Tage habe ich im gleichen Haufen wieder gegraben, denn der Kompost ist gut durchgereift und ich brauchte Komposterde um folgendes Problem zu beheben:

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Letztes Jahr habe ich auf dieser Fläche Rasen gesäht. Vorher wurden dort Stubben von Lebensbäumen weggefräst und wenige Meter weiter ein Tannenstubben. Überall lagen Holzhäcksel rum und ich habe alles was da so rum lag verteilt um Bodenunebenheiten auszugleichen. Da, wo das Gras so schlecht wächst, liegen besonders viel Holzhäcksel. Da wo das Gras so üppig wächst war richtige Erde und Komposterde.

Ich kann den Untergrund nicht mehr austauschen, aber ich kann ihn pimpen, in dem ich Komposterde breitwürfig wie Dünger ausbringe und dann darüber nachsähe. Also machte ich mich an meinen schönen Kompostvorrat, Wahnsinn wie dunkel, nahrhaft und feinkrümelig diese Erde aussieht.

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Herbstpflege an den Laubgehölzen und Obstbäumen 1

Heute habe ich meine kleine kranke Sauerkirsche gefällt. Hätte ich schon letzten Herbst machen können, aber ich hatte noch Hoffnung. Jetzt habe ich sie nicht mehr, der Baum wird sich nie erholen, er ist einfach zu stark geschädigt .

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Diese Schäden an der Rinde, diese Einflugschneisen für Pilze… Das Laub zeigte Chlorose, was an den Versorgungsfähigkeiten des Baumes liegt und nicht an der Erde und die Blätter sehen ganz grässlich aus, nachdem sie im Frühjahr hart von Blattläusen massakriert wurden.
Es spricht nichts mehr für den Baum und nebenan ist jetzt eine Aprikose gepflanzt, die den Platz gebrauchen kann. Ich habe die Tage immer die gute Kamera vergessen mitzunehmen, deshalb musste ich mit dem Handy knipsen. Schlechte Bildqualität sei daher bitte entschuldigt.

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Gartenplanung: Kiesrodell und Zuwege aus Ziegelseinen

Die Notwendigkeit eine Weges ergibt sich immer da, wo ein Trampelpfad ensteht. Ich trample einen Pfad von der großen Wiese vorbei am Moorbeet, Richtung Gewächshaus und weiter nach hinten zur Wassertonne  und zum Kompost. Denn dieser Weg ist direkter und weniger behindernd als der Hauptweg des Garten, der links und rechts von Pflanzen gsäumt ist und sich eng am Haus vorbei schlängelt. Mit Wassereimern oder Schubkarre nehme ich immer lieber den Trampelpfad.

Aber Trampelpfade verdichten die Erde, walzen allen Bewuchs nieder und sehen am Ende nur noch ungepflegt und hässlich aus. Deshalb habe ich mir was bezüglich Weg einfallen lassen und schließlich kann man einen Weg immer als gestalterisches Element im Garten einsetzen.

Ich mag gIMG_0576epflasterte Wege aus kleinteiligerem Steinmterial am liebsten. Ziegel benutze ich dabei am liebsten, weil sie so dick und robust sind, dass man sie ohne Bett verlegen kann und sie nicht brechen. Sie machen beim Verlegen wenig Arbeit und man kann nicht viel falsch machen. Weil sie so klein sind, sind sie leicht zu handhaben und es fällt kaum auf, wenn der Untergrund bei einem Stein nicht ganz eben ist. Das unbeholfene Verlegen des Nicht-Profis passt zum Look des Materials und sieht gewollt aus. Wenn sie dann liegen, bestechen sie durch Langlebigkeit und ihren Charme beim Altern. Ich mag es, wenn sie Moos ansetzten und  wenn in den Ritzen ein wenig grün wächst. In Einer KGA ist das auch so ein Aspekt, denn man so Flächen nicht versiegeln. Das gilt auch für den Wegebau. Man darf laut unserer Ordnung nur noch Platten verlegen. Das Gießen von Wegen in Beton ist verboten.

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Kletterrosen und andere Juniblüher

Vor einigen Tagen haben die Kletterrrosen angefangen zu blühen. Darauf war ich sehr neugierig, weil ich nicht wusste, welche Farben sie haben. Meine hintere Nachberin meinte, sie wären einst schöne dunkelrote Kletterrosen gewesen, seien aber jetzt verwildert. Das heißt, das wohl nur noch die Propfunterlage übrig ist. Sie meinte ich sollte sie abschneiden, aber ich wollte sie erst mal selbst sehen.

IMG_0412Auch Propfunterlagen können sehr schön sein und vor allem sind sie sehr robust, häufig im Gegensatz zur Veredelung. Auf einem Blog namens der beseelte Garten, habe ich gelesen, dass viele der exotischeren Gartenpflanzen und gefüllteren Rosen keine Nahrung für Bienen bieten, weil sie entweder keine Pollen produzieren oder die Bienen aufrund starker Gefülltheit nicht an die Pollen kommen. Oder weil die Mundwerkszeuge/Rüssel der Insekten nur bei Einheimischen oder Verwandten Arten funktionieren.

Meine Kletterrosen haben ungefüllte einfache Blüten und bilden reichlich Hagebutten, die von Vögeln in der kalten Jahreszeit verzehrt werden können.

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Gartenrundgang Mai

Da sich so Vieles entwickelt und es bei vielen kleinen Veränderungen nicht lohnt einen eigenen Beitrag zu machen, fasse ich Alles in einem Gartenrundgang zusammen. Ich mache eine Tour entlang der Rabatten und der Obstwiese, durch den Gemüsegarten, den waldigen hinteren Gartenabschnitt und durch das Gewächshaus.

Generell stelle ich fest, dass die Natur dieses Jahr ein bisschen zu früh dran ist. Es haben schon viele Pflanzen angefangen zu blühen, die ich unter Juni abgespeichert habe:

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Instandesetzung der Beete 6/ Der Gemüsegarten

Vor ungefähr einer Woche bin ich mit dem Instandsetzen der Beete fertig geworden. Das Letzte war das Beet für die Freilandtomaten. Es hat so unfassbar lang gedauert: 6 Monate habe ich dafür gebraucht. Natürlich habe ich in der Zeit nicht ununterbrochen gegraben. Das gelgentliche Warten auf Rasenkantenlieferungen, das Anlegen des Weges neben der Hecke, 2 Wochen Bodenfrost, Rückschmerzen und Verdruss haben immer wieder für Pausen gesorgt. So schön das Ergebnis jetzt ist, es war eine Schinderei. Ich habe oft innerlich geflucht über diese Unmengen von Unkraut, Giersch und Schachtelhalm noch in 30 Zentimetern Tiefe. Auch das Ausgleichen der vom Vorpächter angelegten Höhenunterschiede hat seine Zeit gedauert. Am meisten Arbeit hat das ab den letzten beiden Beeten Richtung Haus gemacht. Dort hat die vorhandene Erde nicht zum Ausgleich gereicht und ich musste Erde aus anderen Teilen des Gartens dorthin verbringen (der Aushub aus dem Gewächshaus. Ich habe mich damit motiviert, dass ich das nur einmal machen muss und dann nie wieder.

Hier ein kleines Vorher/ Nachher:

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Nochmal Tulpen und Milchsterne und die Hängematte zieht ein

Als ich nach mehrtägiger Pause vor 2 Tagen in den Garten kam, war das Gewächshaus davon geweht- so ein Schreck! Und es war durch den Wind und sein eigenes Gewicht demoliert, wie man sieht.

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Ich konnte es wieder zurecht biegen und aufstellen. Den Tomaten ist nichts passiert. Öfter hält es das aber bestimmt nicht aus. Ich hatte die linke Seite noch nicht richtig befestigt, weil der Boden nach dem Austauschen dort zu weich war für die Heringe. Außerdem dachte ich, das sei nicht so wild, weil der Wind hauptsächlich von rechts kommt, was ich der Windneigung der Bäume entnommen hatte. Tja, geirrt. Heute war Unwetterwarnung. Ich habe das Gewächshaus mit allen Heringen befestigt und mit allen zur Verfügung stehenden Latten und Steinen beschwert. Schau`n wa mal.

Da ich immer noch nicht genügend Grasschnitt produziere, konnte ich viele Flächen, die es nötig hätten immer noch nicht mulchen und so bekämpfe ich immer noch das Unkraut mechanisch. Hier habe ich ein besonders schönes Beispiel von Pflanze am falschen Ort, was sie zu Unkraut degradiert. Hier sieht man neben echtem Unkraut und gewollten Pflanzungen eine Streuung von winzigen, einzelnen Blättern der Tradeskantie oder Dreimasterblume. Ich kann Tradeskantien rein optisch schon nicht leiden, aber ihre vegetativen Eigenartnen machen machen sie nur noch unsympathischer, eine echte Plage. Hier stand mal ein Riesenhorst einer Tradeskantie, die sich um eine Lupine verwachsen hatte. Die Lupine musste ich herausschneiden, so undurchdringlich und fest umklammerten sie die Wurzeln der Tradeskantie. Aus jedem kleinsten Fitzelchen einer Wurzel, dass im Boden zurückblieb, sprießt nun eine neue Pflanze. Ich sag nur, wehret den Anfängen!

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Hier mal ein Blick aus den Metallkassettenfenstern im Vorraum des Gartenhauses, es sieht irgendwie aus, wie aus einer anderen Zeit:

Endlich hat es die Hängematte in den Garten geeschafft, obwohl ich es noch keine 10 Minuten geschafft habe drinnen liegen zu bleiben. Ich springe immer wieder raus, weil ich denke, ich muss noch so viel machen. Heute hatte ich mir auch wieder vorgenommen ein Schläfchen zu versuchen, aber dann kam die Unwetterwarnung, und der Duracell-Hasenmodus war wieder an.

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Alles weiße sind die Milchsterne, die Wiese ist über und über bedeckt damit. Es sieht aus wie ein Designgarten in weiß.

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Eine äußerst lauschige Ecke. Wenn es im Hochsommer richtig heiß ist, wird man es hier immer noch großartig aushalten können. Das zweite Foto ist der Bick aus der Hängematte Richtung sibirische Iris und Pflaume später am Abend.

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Ebenfalls am Ende des Tages, der Blick Richtung Haus. Es wird schon dunkel.

Nochmal zurück zu den Tulpen und Milchsternen: Das sieht so übertrieben schön und überreich aus, dass es aussieht wie eine Studiokulisse. Es fehlen nur noch kleine Lämmchen und hoppelnde Flausch-Kanninchen. Ich scheine auf die Linse gefasst zu haben, alles sehr verschwommen weichgezeichnet und strahlend, als hätte ich mir Vaseline auf die Linse geschmiert, wie bei fragwürdigen Beauty-Fotos aus den Neunzigern. Ich betone noch mal, es ist reiner Zufall.

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Am gleichen Tag habe ich das Wachstumsvließ vom Spargelbeet genommen und Tada! Da isser der Spargel. Allerdings ein bisschen mickrig, kleiner noch als Babyspargel.

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Die Unkrautplage

Es ist wirklich zum Mäuse melken: Jedesmal die letzten Tage, wenn ich in den Garten kam, hatte ich mir etwas vorgenommen zu tun, um die Instandsetzung weiter voran zu treiben, konnte aber nichts davon machen, weil ich mit dem Erhalt des Status Quo beschäftigt war. Und zwar in Form der Unkrautbekämpfung. Dabei ist Unkraut weit gefasst, ich meine damit Alles, was ungewollt an Orten im Garten wächst, wo ich es nicht haben will.

Ich dachte, ich hätte mit dem arbeitsintensiven Umgraben und Unkrautklauben von Hand in den Beetflächen gut vorgebeugt, aber die kleinsten Fitzelchen einer Wurzel von Gras oder etwas Anderem reichen, damit es wieder treibt. Das Zeug ist dann so klein, dass man gar nicht weiß, wie man ihm zu Leibe rücken soll. Dass ich die Beete nur mit Mulchen unkrautfrei halten kann, war mir von Anfang an klar, aber ich habe noch nicht genug Grasschnitt, um alles abzudecken. Auch die Staudenbeete müssen ja gemulcht werden.

Beim Spazierengehen habe ich hinter der Gartenanlage eine wilde Schnittgut-Deponie entdeckt. Was die einen loswerden wollen, will ich haben. Säcke- und kistenweise habe ich deren Grasschnitt und Vertikutierrückstände in meinen Garten getragen. Damit habe ich erstmal meine Beete im Gemüsegarten gemulcht. Leider kann ich nicht alle Beete mulchen, da zb die Zwiebeln Mulch nicht gut vertragen. Und auch Alles was ich eingesäht habe, kann nicht gemulcht werden.

So sieht es derzeit aus:

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Die gemulchten Wege. Auf der Erdbeermulchfolie wird auch noch gemulcht, aber es eilt nicht so, denn sie tuts selbst ganz gut. Ich muss nur ab und zu ein Unkraut aus den Regenablauflöchern ziehen.

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Graschnitt als Mulch auf Teilen der Rabatte.

Frischer (Unkrautsamen-freier) Grasschnitt als Mulch hat den Vorteil, dass er zusammensackt und eine dichte Decke bildet, die fast mit einander verklebt oder verklumpt. Das unterdrückt sehr gut, sogar aufkeimendes Gras, man muss nur dick genug mulchen. Aber es gibt Unkäuter, denen macht das nichts, wie Ackerschachtelhalm oder Giersch. Grasschnitt ist sehr Stickstoffhaltig. Das ist ein guter Dünger, aber manche Pflanzen vertragen das wiederum nicht, weil es für sie eine Überdüngung in die eine Richtung  ist.

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Hier zum Beispiel geht die Rabatte in die Zierstrauchecke über. Der Weg dient der Trennung beider Bereiche, die wegen ihrer unterschiedlichen Nutzung auch unterschiedlich gemulcht werden. Das Holzmulch hemmt durch seine Gerbstoffe das Wachstum der Unkräuter, würde das gleiche aber auch bei Blumensamen machen. Deshalb eignet er sich nur bei etablierten Pflanzungen wie Sträuchern. Hier steht im Vordergrund eine Rauhblatt-Herbstaster. Auf der Fläche wachsen auch Maiglöckchen und hier werden noch Herbstanemonen ausgepflanzt. Denen macht Rindenmulch auch nichts.

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Löwenzahnplage vor der Hecke. Wie man sieht, bin ich die Einzige im Weg, die sich ihres Unkrautes noch nicht angenommen hat.

Dann habe ich noch Unmengen an Löwenzahn, der zwar schön aussieht, wenn er blüht, sich aber überall hin ausbreitet, auch in die Gemüsebeete und deshalb muss er weg, obwohl ich ihn aus optischen und Insektenschutzgründen gerne stehen lassen würde. Ich habe ihn erstmal hinter dem Haus entfernt, weil dort weniger war und es einfach bewältigbarer schien. Und dann habe ich mich dem Ungemach vor meiner Hecke gewidmet, um mir meine Nachbarn gnädig zu erhalten.

Ich habe nur den Teil rechts der Gartentür geschafft, obwohl ich den Unkrautaustecher von Fiskars benutzt habe, mit dem man schon sehr viel effektiver voran kommt. Aber allein hier habe ich zwei dieser Körbe gefüllt.

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 Und obwohl die ergonomische Arbeitshaltung mit dem Gerät gelobt wird (dem ist auch so), belastet es den Körper trotzdem -am Ellenbogen, weil man immer die gleiche Hebelbewegung macht. Und dann ist das Tageslimit irgendwann erreicht, wenn man nicht einen Tennisarm kriegen möchte. So liegt nahezu der ganze Rasenbereich vorne noch vor mir, was die Entfernung angeht. Einiges war aber schon im Pusteblumenstadium und damit sich das nicht ausamt, bin ich mit einer Schere über die Wiese gekrochen und habe alle Blüten abgeschnitten und eingesackt. Das verschafft mir hoffentlich Zeit, denn die Blühsaison geht vorbei und dann kann ich das noch später machen.

Und nun kommen wir zu dem Unkraut-Problem, dass mich am meisten stresst: Überall wächst Hopfen. Dereinst dachte ich mal, ach Hopfen, wie schön anzusehen, da wuchs es ungestört an einem Zaun im Hof, weit und breit kein anderes Gewächs und der Zaun beschränkte den Wuchs auf 1,50 Meter. Doch mittler Weile weiß ich, wozu Hopfen in der Lage ist.

Auf dem Weg zum Garten fahre ich an zwei Grundstücken vorbei, bei denen der Hopfen alles überwuchert und das zieht sich vom Zaun bis in 10 Meter hohe Tannen. Der Hopfen treibt jedes Jahr neu von unten aus, die Triebe des Vorjahres verholzen und sterben ab, so dass sich ein immer dicker werdender grau-brauner Panzer über der Klettergrundlage ausbildet, über den dann die neuen Triebe kriechen. In kurzer Zeit ist alles zugewachsen, wie ein Dornröschenschloss. Sieht aber nicht so schön aus. Das abgestorbene wirre Holz sieht aus wie pflanzliche Spinnweben. Irgendwie sieht es nach Verfall und Horror-Herrenhaus aus. Das Gewicht zieht alles, was nicht Widerstand leisten kann, nach unten, so dass sich z.B. Äste verformen und Pflanzen eingehen, weil sie selbst kein Licht mehr kriegen. Auf diese Weise hat der Hopfen schon meine Hecke platt gedrückt und ein paar junge Äste eines Apfelbaumes deformiert.

Deshalb habe ich mir die Beseitigung des Hopfens vorgenommen. Mit Erschrecken muss ich feststellen, wo der überall wächst und dass man kaum hinterherkommt, da er pro Woche um bis zu einem Meter Zuwachs hat.

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Vor drei Tagen erst habe ich die Triebe am Boden ausgerissen und da komme ich wieder und das Zeug überragt die Hecke! Und dann hält es sich überall fest. Man muss es förmlich wieder vom Ast abwickeln. Ich mache kurzen Prozess, wo ich kann: Ich reiße und schneide die Kriechwurzeln raus, wo ich nur rankomme. In der Hecke ist das aber schwierig. Wie ist der nur da hin gekommen? Ich habe ihn an beiden Grundstücksgrenzen auf der Längsseite.

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Ich werde ihn zu Tode erschöpfen, durch ewiges Abreißen, aber es kostet so viel Kraft und Zeit. So ist der Gärtner auch immer Herr über Leben und Tod, denn er entscheidet, was wachsen darf und was weichen muss.

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