Das high-end Tomatenzelt und Tropfbewässerung

Aus Zeitmangel kommt Teil zwei des 1. Gartenrundgangs im Mai mit dem Gemüsegarten später und stattdessen erst mal das, was sich um und in den Gewächshäusern tut:

Ich habe mir ja noch zwei Tomatenzelte gekauft, weil ich meine mühevoll angezogenen Tomatenpflanzen  seltener Sorten nicht dem deutschen Regensommer opfern will. Meine eingemachten Tomatenprodukte sind jetzt schon alle, was zeigt, ich habe noch realen Bedarf an Mehrproduktion, was der Ein oder Andere gar  nicht glauben mag. Aber ich will, dass meine eigene Tomatensoße  bis zur nächsten Ernte im Folgejahr reicht.

Das ist es nach aller Recherche nun geworden:

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Ich hatte schon mal beim Gerüstaufbau kurz darüber geschrieben:

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Im Vergleich zu meinem grünen Tomatenzelt von 2015

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hat es eine extrem massive Ausführung. Pulverbeschichteter Stahlrahmen mit dicker Materialstärke, größerem Durchmesser der Rohre und alles ist geschraubt, zum wiederholten Auf- und Abbau.

DSC_0681Und damit es nicht weg fliegt, wie mein altes Grünes, gibt es auch noch diese tollen Erdanker dazu. Einfach einschrauben in den Boden. Das Gestell wird mit einer Art Drahtseil-Kabelbinder in einer Feststellschraube mit dem Bodenanker verbunden. Die Konstruktion und Befestigung der Plane ist gleichermaßen ausgefeilt. Ich werde das zeigen, wenn ich sie anbringe.

Also jetzt ist die Plane drauf und ich kann zeigen, wie es bei diesem High-End Foliengewächshaus gelöst ist:DSC_0102 Hier sieht man rechts unten den montierten Erdanker mit der Feststellschraube und dem Drahtseil. Links sieht man die zwei Spanngurte, die das Frontteil und die Überdachung spannen. Die Spanngurtspanner- hm, fast so gut wie Fischers Fritze….- werden in seitliche Löcher im Stahlrahmen eingehängt. Das ist alles so durchdacht, ich bin wirklich entzückt!DSC_0103DSC_0100Im Inneren sieht man wie die Spanngurte arbeiten. Das Frontteil wird überlappend über das Gestänge gespannt. Es kann nicht verrutschen, weil ich den First oben noch mal aufschrauben musste und den Spanngurt dahinter ziehen. Bei der Dachplane ist es ganz ähnlich, wie bei einer Kapuze die man sich bis ins Gesicht zuzieht. Lüftung ist auch gut durchdacht. Vorne Tür, hinten Fenster. Wirklich schade, dass es nicht zwei Türen gibt.

DSC_0099Damit die Dachplane unten nicht verrutschen kann, werden in dafür vorgesehene Laschen noch mal Stangen eingeschoben und mit Manschetten mit dem Gerüst verschraubt. Dadurch muss man im Gegensatz zu dem Grünen nicht die Folie eingraben oder beschweren. Bei diesem Tomatenzelt ist das Stück der Folie nämlich auch für die Lüftung vorgesehen. Man kann die Plane beidseitig hoch rollen und mit diesen Gummis festmachen, die hier in den Ösen hängen.  Schon wieder toll!

Dann hatte ich mir Gedanken über die effizienteste Bewässerung gemacht, das war die letzten Jahre immer sehr schwierig, weil ich nicht beregnen wollte, aber mit der Kanne das Wasser immer weg läuft und es einfach viel Zeit kostet,   das Wasser zu holen. Zeit, die ich besser für was anderes einsetzen möchte. Auf La Gomera war ja Tropfbewässerung sehr beliebt und deshalb habe ich mich im Winter schon mal damit beschäftigt. Ich habe jetzt zwei Systeme bestellt, ein Profisystem ( druckkompensierter 12 mm Tropfschlauch mit 2 l Durchlauf pro Stunde), das ich am Wasserhahn betreiben kann. Leider auch profimäßig komplex, alles in Einzelteilen selbst zusammen zu stellen und ohne Erläuterung vom Hersteller, was mit was und wie.

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Das Zweite ist ein idiotensicheres  Hausgarten-Bewässerungsset für die Regentonne das nur mit dem Wasserdruck aus der Regentonne auskommt. Also nicht druck-kompensiert und auch nicht für den Stadtwasseranschluss geeignet.

DSC_0051Wie zu erwarten, war die Inbetriebnahme vom Profisystem nicht ganz unproblematisch. Größtes Problem, der Übergang vom Tropfschlauch- Reduziererstück an den Gartenschlauch. Denn das ist gar nicht vorgesehen. Profis arbeiten nicht mit Gartenschläuchen, die haben PE-Zuleitungen.

DSC_0070Ich brauchte einen Schlauchanschluss mit passendem Außengewinde. Ich bin dann mit dem Teil in den Baumarkt gerauscht und habe ausprobiert, was passt. Dieser Garden.a  Adapter für einen Waschmaschinenanschluss hat gepasst. Aber mit Wasser im System zeigt sich eine klitzekleine Differenz irgendwo, so dass hier immer ein Wasserstrahl raus gedrückt wird. Ich versteh’s nicht. Aber ist mir jetzt auch egal.

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Dann hat sich der Schlauch ein paar Mal von den Verbindern losgerissen und es scheint, dass ich das System nicht mit vollem Leitungsdruck betreiben kann.  Aber dann hielt alles und es tropft sehr gut. Aber ich musste feststellen, dass ich zu wenig Erdspieße bestellt habe und ein T-Verbinder zu wenig.  Gleich wieder im Shop geguckt aber egal wie viel oder wenig ich bestelle, es sind 5,80 Euro!! Porto. Naja, ich werde mir was basteln und noch ein paar Steine zum Beschweren suchen. Da muss ich erst mal wieder auf eine Sammelbestellung warten.

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Das Gewächshaus ist so nah an den Wassertonnen, das ich das Ready2Drip Regentonnen-System ordern konnte, denn der mitgelieferte Anschlussschlauch ist nämlich nur 5 Meter lang. Meine Schläuche könnte ich nicht als Ersatz hernehmen, weil die einen zu großen Durchmesser haben.

DSC_1006Wer findet auch, dass die Steinkatze durch die unnatürliche Schwanzhaltung aussieht, als würde sie mir einen Haufen auf den Vorplatz machen? Hält aber schön die Tür auf.

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DSC_0064Das heikelste war, ob der mit gelieferte 12 mm Schlauch an meine Wassertonne passt. Aber es passte! Jetzt heißt es Hahn auf und es läuft. Im schwarzen Anschlussstück ist ein Sieb drin, dann kommt ein Verteiler, ich hDSC_0062abe den Tropfschlauch im Kreis angeschlossen, so dass er gleichzeitig von links und rechts gespeist wird.

Wieder Erdspieße rein, wieder zu wenig da :-/ . Aber Löft. Dieser Tropfschlauch hat alle 20 cm einen Tropfer. Das PE-Tropfrohr hat alle 50 cm einen Tropfer. Das ist auch gut, weil das mein Pflanzabstand ist.

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2 Comments

  1. Hallo,
    ich finde es gut, dass Du den Aufbau des Tomatenzeltes so genau zeigst. Ich habe nämlich auh schon mal so ein grünes Tomatenzelt besessen, dass drei Tage nach dem Aufbau einem Frühjahrssturm erlegen ist. Das Gestänge war verzogen, geknickt undnicht mehr zu gebrauchen. Das, was Du zeigst, sieht sehr stabil und empfehlenswert aus. Hoffentlich hält es, was es verspricht. Tröpfelberegnung sieht interessant aus, aber reicht denn so ein bisschen Wasser aus für so große Pflanzen? Ich bin gespannt, was daraus wird.

    Karin

    • sas

      Mai 20, 2018 at 8:59 am

      Hallo Mutti,
      Ja, ich bin auch gespannt. Was die Bewässerung angeht, also da bewässert man dann einfach länger, wenn sie mehr brauchen. Aber die Art, wie das Wasser sich im Boden verteilt ist auch sehr effektiv, weil es halt nicht rum fließt, wo es gar nicht gebraucht wird, sondern wie eine Traube nach unten, dort wo das Loch ist. Mal gucken, wie sie ihren Bedarf anzeigen.
      lg

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