Die Laichgründe der Schnecken

Nach einem Jahr Liegezeit haben wir die letzten OSB-Platten vom Rasen geräumt. Weil sie letztes Jahr nass geworden sind, hatten wir sie nicht verbaut. Wir konnten sie aber auch nirgends anders hin tragen, weil sie so enorm groß und schwer sind. Wir hatten nichts trockenes in der Größe zum unterstellen. Heute haben wir sie zersägt und zum Trocknen ins Haus getragen.

Das war eine eklige Abgelegenheit, denn sie wurden von Schnecken und Regenwürmern besiedelt und klebten voller Erde und Wurmlosung. Sie sind modrig, teilweise schimmlig. Wir werden sehen, ob sich damit noch mal etwas anfangen lässt.

Dementsprechend sah es unter dem Platten aus. Unkraut ist zu 95 Prozent tot, der Ackerschachtelhalm zeigt noch mumienhafte Überreste. Ein Teufelszeug. Die Erde: Feinkrümlig, einmal Komplett aufgegessen, verdaut und wieder ausgeworfen durch Mistwürmer. Jetzt kann ich schön Rasen sähen.

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Und die weißen Flecken sind verschiedenste Schneckengelege. Sieht ein bisschen aus wie Kaviar. Mein Gott haben die sich hier wohlgefühlt.

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Nur ein Gelege hatte diese durchsichtigen Eier. Und hier war eine Schnecke immer noch dabei, habe mich ganz mies gefühlt sie dabei zu stören, aber ich musste sie weg räumen, sonst wäre ihr vielleicht noch was schlimmeres passiert.

Und dann fand ich diese platte Schnecke und war ganz irritiert, weil ich so platte Schnecken nur aus Gewässern kannte. Sie ist mir zuvor noch nie aufgefallen.

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Musste ich zuhause natürlich gleich recherchieren. Das ging gar nicht so schnell, wie ich gedachte hatte, aber nun weiß ich, was ich da gefunden habe:

Die Große Glanzschnecke (Oxychilus draparnaudi) ist eine Landschnecke aus der Familie der Glanzschnecken

Sie lebt räuberisch von Regenwürmern und anderen Schnecken. Vor allem junge Exemplare der Bänderschnecken-Arten bis etwa 10 mm Größe und junge Nacktschnecken sind die Hauptbeute. Daneben frisst die Große Glanzschnecke auch frisches Pflanzenmaterial.

Die Art kommt in feuchten und geschützten Standorten in Wäldern unter Laub, zwischen Felsen und auch in Gärten und Gewächshäusern vor. Die Art war ursprünglich nur in West- und Südwesteuropa bis nach Südwestdeutschland heimisch. Sie ist aber mittlerweile in ganz Mitteleuropa verschleppt. In Skandinavien ist sie nur in Gärten und Gewächshäusern nachgewiesen. Inzwischen kommt sie auch in anderen gemäßigten Regionen der Erde vor. In Neuseeland ist die räuberische Große Glanzschnecke eine ernsthafte Bedrohung für die einheimischen Arten.

Quelle Wikipedia

Also wirklich, das kleine Ding? Also Schnecken fressen ist ja ganz nützlich, aber meine Regenwürmer?!

Und dann hatte es sich noch ein Tierchen unter dem großen Flachdach gemütlich gemacht: Von hinten eher links schlängelt sich ein kleiner verdichteter Krauchweg Richtung Nest. An der langen Seite links war die Folie abgenagt. Ein Bisschen davon war auch ins Nest getragen worden und ein bisschen Müll, von dem, der immer vor meiner Hecke rum fliegt war auch dort verbaut. (Coffee-to-Go-Zuckertütchen).

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Aber niemand ist zuhaus. Was war das wohl für eine Maus? Immer wenn ich das Thema “Mäusenest” digital nachschlage, bekomme ich nur verweise auf Kindertagesstätten :-/

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1 Comment

  1. Na, da hattest Du aber richtig Glück, dass die Gelege der Schnecken unter Euren Platten waren. So konntest Du sie ganz einfach entfernen. Und das in dem Bewußtsein, dass jedes vernichtete Ei eine Schnecke weniger sein wird, die Dir nächstes Jahr Deinen Salat, Dein Gemüse und anderes wegfrißt.
    Was den Ackerschachtelhalm angeht, so ist das ein ganz wunderbares Kraut. Es hilft uns Menschen und es hilft auch bei Pflanzenkrankheiten – und das ganz ohne Chemie!!!
    Ich habe mir vorgenommen, künftig in lockeren Zeitabständen einige unserer oftmals ungeliebten Wildkräuter in meinem Blog vorzustellen, denn sehr viele von ihnen haben großartige Inhaltsstoffe, und sie können in vielfältiger Weise genutzt werden. Nicht wenige gehören sogar zu den Heilpflanzen!!!
    Wenn es Dich interessiert schau einfach ab und an bei mir vorbei!
    Alles Liebe
    Heidi

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