Herbstpflege an den Laubgehölzen und Obstbäumen 2 und Erdbeerbefreiung

Ich habe meine Hecke mal wieder vom Hopfen befreit. Der hat sie so was von im Würgegriff. Die Hecke ist dort nur halb so hoch und manche Äste sehen schon fast tot aus, weil sie kein Licht abkriegen. Ob ich diese Pflanze jemals besiege?
Der Hopfen in der Hecke ist der einzige mit diesen Hopfendolden, der Rest im Garten hat das nicht, wird aber genauso bekämpft. Vor dem Entfernern aus der Hecke hab ich mal ein bisschen Hopfen geerntet.

IMG_0680Und dann hab ich ewig am Gestrüpp rum gezerrt und alles weg gehächselt. Tod dem Hopfen! Ja wieso denn, denkt da vielleicht einer, aber der Schaden, den er anrichtet ist einfach größer als irgendein Nutzen. Er steht einfach an der falschen Stelle.

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Auch habe ich mich wieder mal der Monilia in meinen Mandelbäumchen gewidmet. Die befallenen und zweijährigen  Zweige werden durch eine frühere Laubverfärbung angezeigt. Praktisch, weiß man gleich, wo man schneiden muss. Da die Pflanze immer am vorjährigen Holz blüht, habe ich das meiste, das gelb war raus genommen.

DSC_0514Der Beweis des Befalls folgt auf den Fuß: geschädigtes Kernholz

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IMG_0666 Endlich mal ein Pilz, über den man sich freuen kann. Sieht aus, wie ein großer Champignon. Ich weiß nicht, ob er zur Haselnuss gehört oder ob er auf dem stubbengefrästen Holzreste der gefällten Tannen wächst. Das liegt da nämlich unter dem Rasen.

Und auch die Apfelbäume erfreuen mich mit ihrem Anblick, obwohl die natürlich auch immer was haben, was mich sorgt und beschäftigt. Aber diese Äpfel prangen einfach wunderschön:

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IMG_0673Bei diesem Apfel hängen die Äpfel an langen, dünnen, von der Last nach unten gezogenen, kahlen Fruchtruten. Sie sehen deshalb aus, als würden sie an einer Angel hängen. Ein witziger Anblick.
Mein Rhododendron macht mir auch Freude. Er kriegt wie irre neue Blätter, obwohl ich die zweite Düngung im August bis heute nicht gemacht habe. Ich habe immer vergessen die Waage mitzunehmen, um die 200g Dünger abzuwiegen. Er hat auch viele Blüten gebildet, ein Mehrfaches von dem, dass er dieses Jahr hatte.

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Dann habe ich mich endlich daran gemacht die Erdbeeren, die völlig von Schachtelhalm zugewuchert wurden, davon zu befreien. Die Mulchfolie hatte das Wachstum des Krauts nur befeuert, war es doch schön warm und ungestört.
Ich habe zu diesem Zweck auch die Folie entfernt, sonst hätte ich das Kraut nie weg bekommen. Also die Schachtelhalm-Ernte war enorm gut:-). Sollte ich Jauche machen wollen, habe ich genug Rohstoffe.

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IMG_0678Rechts das Vorher und links das Nachher. Die Erdbeeren sind auch selbst enorm vermehrungsfreundlich. Nervt mich voll, wie viele Ableger die bilden. Der hintere Korb war nur für Ableger und das bisschen Nichtschachtelhalm-Unkraut. In der Mitte der Eimer für die Folie und in gelb die Schachtelhalm-Ernte.
Und während ich da so im Beet rumklaube, höre ich ein mordsmäßiges Gezeter von nebenan. Ich konnte gar nicht sagen, von was für einem Tier das kam. Es drang erst in mein Bewusstsein, als ich ein paar Vögel drum herum meckern hörte und mir klar wurde, was da passiert.
Im Nachbargarten versuchten eine Katze Namens “Heuli” und sein unbekannter Killer-Kumpel eine Amsel zu meucheln, die sich nicht aufgeben wollte und die Vogelverwandtschaft versuchte die Katzen mit Argumenten von deren Absicht abzubringen.

IMG_0691Die Katze ist so verstört, dass ich gucken komme, dass sie pausiert, guckt auch ganz bedröppelt. Der Vogel zu ihren Füßen. Dieser nutzt den Moment der Unaufmerksamkeit und rettet sich in meinem Apfelbaum. Ob ihm damit ein Gefallen getan ist, oder ob er sich nur länger quält? Er hat eine ganze Weile im Baum gesessen und sich gesammelt, aber als ich das Werkzeug weg räumte, war er davon geflogen.

2 Comments

  1. Oh je, Hopfen! Den werde ich wohl nie wegbekommen. Denn in den ersten Jahren freute ich mich, dass er vom nördlichen Nachbarn eingewandert war. Hätte ich damals schon geahnt, wie er den Boden überall durchseucht und unterwandert …

    Tja, Katzen & Amseln. Unsere Maus hatte sich in jungen Jahren auch mit Amseln angelegt. Die haben ihr aber schnell klargemacht wie angriffslustig sie sein können. Seitdem hat sie vor ihnen ziemlich viel Respekt – die Amseln sind ziemlich dreist, und Katzen & Amseln leben seitdem fast friedlich nebeneinander her.
    VG Silke

    • sas

      Mai 26, 2016 at 8:48 pm

      Ach der Hopfen treibt mich in den Wahnsinn, meine Unterarme sind grad wieder ganz zerkratzt vom Durchforsten der Hecke und den Gerupfe. Wie konnte es nur so weit kommen:/

      Meine Katze hat übrigens mal ne Taube mitgebracht.

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