Letzten Freitag habe ich die letzten Beetumrandungen zusammen gebaut und wenig später lieferte mir der Gala-Bau 2 Kubikmeter Holzhächsel. Es ist Trauerweide. Das Schüttgut kam in einer Mulde und wurde mit einem Hebefahrzeug rückwärts bis an die Hecke gefahren. Dann hat die Hydraulik die Mulde über die Hecke gehoben und dahinter abgekippt. Die Hecke hat auf der Seite derSchüttung ein paar abgebrochene Äste und eine Iris wurde unter dem Haufen begraben, aber sonst ging das sehr gut und wohl mit dem geringst möglichen Schaden.

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Ich hab davon mal wieder kein Foto. 2 Tage haben gereicht, um das Zeug auf den Wegen zu verteilen. Es liegt ziemlich dick, 5-6 cm, aber es wird sicher in den nächsten Tagen noch etwas zusammensinken. Dann schütte ich noch mal auf. Ich habe großzügig gerechnet und lieber etwas mehr bestellt. Ich fühlte mich nicht in der Lage, die genaue Menge zu schätzen. Die 2 Kubik haben inkl. Lieferung nur 30 Euro gekostet. Deutlich billiger als Rindenmulch.

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Ich hoffe, dass meine Rechnung aufgeht und ich weniger mit dem Unkraut auf den Wegen beschäftigt bin. Ich habe kein Unkrautvlies drunter gemacht. Das ist mir 1. zu teuer und 2. trennt das Vlies das Mulchmaterial vom Boden. Das Zeug wird ja von unten der der Zersetzung anheim fallen und darunter entsteht Humus. Mit Vlies sammelt sich der Humus auf dem Vlies und kann nicht tiefer in  den Boden getragen werden. Die Regenwürmer kommen auch nicht durch den Vlies. Sie gehen zwar in das Holz aber nur oberhalb des Vlies’.

Ich sehe das hinten, wo ich den Giersch an der Grundstücksgrenze unterdrücke Die Wege habe ich gut sauber gemacht und bis auf etwas Schachtelhalm und hier und da etwaige Wurzelausläufer von der Hecke, lauert nichts im Boden was einer solchen Maßnahme bedürfte. Auf den Beeten fehlt es mir wieder mal an Grasschnitt. Aber das kommt noch mit der Zeit.

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Vorne ist ein Teil mit Wegplatten belegt, das ist gegen den Giersch. Er wandert trotz 20-  15 cm tiefer Wurzelsperre aus der Fläche vor dem Beet rübwe. Unter den Platten liegt ein Vlies. Natürlich kann er das auch unterwandern, aber es ist vielleicht unattraktiver. Mal sehen wie das wirkt. Wenn er erst im Beet raus kommt kann ich ihn viel leichter raus machen als auf dem fest getrampelten Weg.

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Die Inspiration für dieses Mulchmaterial habe ich aus diesem Film über Bauerngärten im Emmental von Dieter Wieland. Er stammt von 1977. Ich habe ihn vor einigen Jahren gesehen und es die ganze Zeit im Inspirationsspeicher behalten. Wer sich auch inspirieren lassen möchte, kann hier gucken.

Buchs wollte ich aber nicht hernehmen. Inzwischen wird der so von Krankheiten geplagt, dass man nicht mehr entspannt große Hecken anpflanzen mag. Außerdem bleibt der Buchs ja nicht so klein, er durchwurzelt dann noch meine Beete, will geschnitten und entsorgt werden und außerdem riecht er nach Katzenpipi, daran störe ich mich am meisten. Nee, nee…kommt nicht in die Tüte!

Mir reichen meine Buchskugeln, vor dem Garten. Der Kater findet im Übrigen auch, dass die nach Katze riechen, er scheint es aber anziehend zu finden. Erst wird geschnüffelt, dann wird dran gerieben….

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Und dann wird gelungert. Neue beste Freunde. Er hat sogar die Kugel umklammert und mit den Hinterbeinen getreten, wie bei kabbelnden Katzen.

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Und zu guter letzt gibt es wieder eine runde Blümchenguck: Die einfachen Tulpen gehen langsam, die gefüllten sind aufgegangen. Das Gesicht des Garten wandelt sich wieder:

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Hier kommt noch lila Teppichphlox dazu.

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Die sind bald hinüber.

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Diese roten Tulpen waren auf der Verpackung eher Magenta. Ich ärgere mich darüber, weil sie mich in der Farbharmonie stören, auch wenn ein anderer es reizvoll finden mag.

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Diese hier ist aber ungewöhnlich toll gefärbt.

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Hier mal sortenrein und ich weiß auch wie sie heißen, das hier ist Angelique. Da meine Pfingstrosen sich so zieren zu blühen schummle ich. Sehen Pfingstrosenblüten sehr ähnlich, nur etwas zu früh:-). Der K. hat sich schon wieder ins Bild gedrängt.

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Der einstige Kahlschlagstreifen zu meinem Nachbarn ist nicht mehr kahl. Zur Zeit quillt er über vor Vergiss-mein-nicht. So eine dankare Pflanze.

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Im eigentlich schattigeren Bereich, jetzt gerade von der Abendsonne beschienen, frönt Gundermann seiner Eigenschaft als Bodendecker. Im Vordergrund ein Bachnelkenwurz.

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Hier noch mal von Nahem, die Fingerhüte treiben langsam in die Höhe, das wird wunderschön werden.

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Farn und Günsel auf dem Moorbeet recken sich in die Höhe.

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