Vor ungefähr einer Woche bin ich mit dem Instandsetzen der Beete fertig geworden. Das Letzte war das Beet für die Freilandtomaten. Es hat so unfassbar lang gedauert: 6 Monate habe ich dafür gebraucht. Natürlich habe ich in der Zeit nicht ununterbrochen gegraben. Das gelgentliche Warten auf Rasenkantenlieferungen, das Anlegen des Weges neben der Hecke, 2 Wochen Bodenfrost, Rückschmerzen und Verdruss haben immer wieder für Pausen gesorgt. So schön das Ergebnis jetzt ist, es war eine Schinderei. Ich habe oft innerlich geflucht über diese Unmengen von Unkraut, Giersch und Schachtelhalm noch in 30 Zentimetern Tiefe. Auch das Ausgleichen der vom Vorpächter angelegten Höhenunterschiede hat seine Zeit gedauert. Am meisten Arbeit hat das ab den letzten beiden Beeten Richtung Haus gemacht. Dort hat die vorhandene Erde nicht zum Ausgleich gereicht und ich musste Erde aus anderen Teilen des Gartens dorthin verbringen (der Aushub aus dem Gewächshaus. Ich habe mich damit motiviert, dass ich das nur einmal machen muss und dann nie wieder.

Hier ein kleines Vorher/ Nachher:

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Jetzt ist es ein richtiger Gemüsegarten. Der ursprüngliche Pflanzplan hat sich leicht verändert. Die sehr breiten Beete habe ich bis auf Eines mit einem Weg geteilt. Man kommt sonst nicht gut genug ran, um dort zu pflegen.  Auch die Bepflanzung hat sich bei einigen Beeten leicht verändert, deshalb hier der aktuelle Pflanzplan.

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Der Ein oder Andere fragt sich vielleicht ob ein Pflanzplan nicht ein bisschen übertrieben ist, aber er hilft ungemein sich an die Fruchtfolgen zu erinnern. Wer weiß im nächsten Frühjahr noch, wo was gestanden hat. Auch ist er sehr hilfreich, wenn man die Pflanzkombinationen der Mischkultur noch nicht alle im Kopf hat. Mann kan sich schön aufschreiben, welche Pflanzen mit der Hauptkultur Harmonieren und später dann entscheiden, welche Kombi man umsetzten möchte oder wofür man noch Platz hat.

Wie man sieht, sind schon so gut wie alle Wege gemulcht- mit Vertikutierrückständen. Auch die Beete, bei denen es möglich ist, werden noch gemulcht. Trotz all meiner Bemühungen beim Umgraben allem Unkraut habhaft zu werden, habe ich ein Unkrautproblem, denn überall gehen Samen auf, die man natürlich nicht sehen und entfernn konnte.  Wenn es erst mal wächst, hilft nur jähten und zupfen, aber weil so viel anderes zu tun ist, habe ich für sowas keine Zeit. Am besten es wächst gar nicht erst. Da die meisten Samen Licht zum Keimen brauchen, reicht eine Mulchdecke, um das Keimen zu verhindern.

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Hier ganz links ist ein Weg der seit Dezember freiliegt und wo ich noch nicht gejätet habe. Das habe ich bei seiner Verlängerung auch nicht, aber Dank Mulch keine Arbeit nötig.

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Den Giersch und den Schachtelhalm interessiert das herzlich wenig, sie nehmen ihre Kraft aus ihren Keimsprossen/ ihrem unterirdischen Wurzelnetzwerk. Trotz aller Mühen habe ich nicht alles davon beseitigen können. Überall sprießt es.  Der Ackerschachtelhalm ist so kraftvoll, dass er die Mulchfolie durchdringt und sogar das Unterbodengewebe unter dem Weg neben der Hecke. Mir bleibt nur hinterher zu robben und ihn abzureißen. Ich sammle den Schachtelhalm, um damit später vielleicht eine Jauche zu machen. Dann ist er weigstens zu etwas nütze.

Und für alle, die folgendes Video noch nicht bei meinen Empfehlungen gesehen haben, hier noch einmal ein lehrreiches Video über Mischkultur: