Ich hatte es ja schon angekündigt, der Forstfritze, der mir mein Holz gschlagen und geliefert hate musste noch mal kommen und mir die dicken Stämme nachträglich spalten und Sägen.

Ich habe zwar zu Weihnachten eine schöne Säbelsäge von Bosch geschenkt bekommen, die 1A sägt, aber sie ist nur für Durchmesser von 15 cm gedacht. Natürlich habe ich mich auch an dickeren Teilen versucht, aber sie braucht dann einfach ewig und die Stämme sind einfach auch schwer zu händeln.

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Man muss sie beim Sägen ständig drehen, wie ein Spanferkel über dem Feuer, wenn man überhaupt über dem Idealradius durchkommen will. Zudem war das Holz ja frisch, also sehr feucht und nun war das Wasser im Holz gefroren. Man hat quasi einen Holzeiswürfel gesägt.

Da musste doch schwereres Gerät her. Der Forstfritze kam mit einer schönen 3 Kg Spaltaxt, Einem Klemmbock und einer Kettensäge. In 1,5 Stunden war er mit dem ganzen Holz durch. Am meisten hat mich beeindruckt, wie er das Holz gespalten hat. Ich kenne nur diese elektrischen Spaltmaschinen. Oder das klassische Spalten einen bereits auf Scheit-Länge geschnittenen Holzes mit einer kleinen Axt auf dem Hauklotz.

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Er hat die 1 Meter Stücken längs gespalten, dafür hat er nicht mehr als 3 Schläge gebraucht. Das sah ungefähr so aus:

Das ist natürlich nicht mein Forstfritze. Der kommt hier in seiner Sicherheits-Leuchte-Montur. Dann hat er die gespaltenen Stücke in seinen Klemm-Sägebock gelegt und die gewünschte Länge voreingestellt und die Sägespäne sind nur so geflogen. Unglaublich, was da an Sägespänen abgefallen ist, ich zeige später noch mal ein Bild davon.

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So schnell wie die Kettensäge schneidet, konnte ich gar nicht einräumen. Das ist ja auch ein bisschen wie Tetris. Es soll schließlich auch schön aussehen. So stapelte sich bald ein großer Holzhaufen zu Füßen des Fortsfritzen und ich musste das Simultanstapeln aufgeben, um es später in Ruhe fortzusetzen.

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Das sind also zwei Raummeter die sich hier stapeln. Vielleicht habe ich mich verrechnet oder es waren Schüttraummeter, aber das Regal war noch nicht voll. Für diesen viertel Raummeter, der fehlt, kann ich meinen fleißigen Dienstleister aber nicht noch mal in den Wald schicken, das lohnt den Aufwand nicht. Hm, ein Problem, das gelöst sein will.

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Ganz wunderschön sieht es trotzdem schon aus und es riecht so schön, dieses grüne Holz. Erst mal Schneesturm und Tee-Trinken. Eine Zwangspause wurde eingelegt.

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Ich hatte Zeit mir Gedanken zu machen und ein paar Tage später gings weiter. Ich dachte ich könnte das bisschen fehlende Holz selbst zusammenkratzen. Ich habe am Flieder etwas Pflegeschnitt betrieben und alte Stummel entfernt, die bei unfachmännischen Verstümmelungsrückschnitten meiner Vorgänger stehen gelassen wurden. Der Forstfritze versteht wohl auch was vom Obstbaumschnitt usw. Er hat mir einiges zu meinen Bäumen erzählt und mir Ratschläge gegeben, die ich dankbar entgegen nahm. Auch zu diesen Stummeln, der Nichtversorgung dieser Stummel, wenn dort kein Ast mit Blattwerk abgeht und von der chemischen Abtrennung un- oder unterversorgter Äste und er  zeigte mir eine solche Stelle an meinem Holsteiner-Cox-Apfelbaum. Er meinte auch, dass etwas mit der Rinde des Baumes nicht in Ordnung sei und das dies darauf hindeute, dass ihm dieser Radikalschnitt, der ihm vor meiner Übernahme verpasst wurde,  überhaupt nicht gut getan hätte. Ich bin ja immer noch damit beschäftigt diese Massen an Wasserschossern zu reduzieren.

Für mehr Holz habe ich die Ahornbäume in der Hecke etwas ausgedünnt, ich habe auf der illegalen Gartenabfall-Ablagestelle nach Holzschnitt gesucht, aber das war alles nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Dann habe ich nach anderen Gärtner gesucht, die Holzschnitt verschenken, aber die Ausbeute war lächerlich und ich stellte fest, dass das optisch auch nicht so schön zusammen geht.

Schließlich habe ich für 20 Euro noch einen halben Raummeter bei einen Gala-Bau gekauft und in mein Auto gestopft. Die verkaufen Laubholz gemischt, vor allem Pappel, die sie bei Straßenbaumpflegemaßnahmen gewinnen. Jetzt habe ich natürlich mind. einen viertel Raummeter zu viel für das bestehende Regal. Das Gute ist, dieses Holz ist bereits getrocknet. Ich kann also davon Übriges direkt verheizen, im Grill, in einer Feuerschale oder einem Azthekenofen, den ich natürlich noch gar nicht besitze. Oder ich erweitere das Regal noch:-)

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Die Überdachung ist immer noch nicht fertig, weil die Bitumenwelplatten 2 Meter Lang und über 1 Meter breit sind. Ich kriege sie nicht in mein Auto. Ich müsste sie vor Ort kürzen lassen, aber ich trau mich gar nicht zu fragen, weil sie die Sägen mit diesem Bitumenschmadder verkleben. Ich muss es wohl liefern lassen. Außerdem sind die Scheite mit 32-35 cm länger als ich mir ursprünglich vorgestellt hatte als ich die Dachplatten zugeschnitten hatte. Deshalb steht das Dach nicht weit genug über Ich muss es eigentlich komplett neu machen, so dass es insgesamt 20 cm mehr übersteht.

Bevor das Holz eingeräumt wurde, habe ich das hier gesehen:

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Es sieht so aus, als hätte sich ein Schutz suchendes Tier einen Eingang unter das Holzregal gegraben. Die Erde ist frisch aufgeworfen. Aber welches Nagetier ist denn jetzt noch so aktiv? Ich würde ja so gerne wissen was das ist, so lange ist keine Ratte ist bin ich fein damit. Ich habe mir ja gewünscht, dass dies ein Lebensraum für Tiere sein soll und so schnell wurde dieser Wunsch erfüllt. Ich freue mich. Ein paar Tage später kam noch ein Loch dazu: Sieht aber schon ein bisschen nach Ratte aus, denn es ist ganz schön groß:-/

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