Mein wilder Garten, zurück von der Reise

Ich bin zurück im heimischen Garten und das erste, was ich tun muss, wenn ich weg war, ist gucken, wie es meinem Baby geht. Und Er sah wirklich gut aus, trotz Abwesenheit. Das Gras war natürlich mordsmäßig hoch und das ganze Ferkel- und Habichtskraut war glücklich am blühen. Man könnte sagen ich habe auch meine eigene “Meadow” gezüchtet.

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Das habe ich natürlich gleich gemäht, nach der ersten Fotorunde. Die Stauden sind auch alle hoch und prächtig geworden:

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Und meine Rosen blühen:

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Rose Colibri ® Farbfestival ® mit Spornblume

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Wunderschön mit Campanula persicifolia Alba

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Gleich daneben weitere Rosenbegleiter Storchenschnabel (Sorte weiß ich nicht, weil Geschenk) und Sternkugellauch.

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Digitalis Purpurea

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Digitalis purpurea ‘Pam’s Choice wächst dagegen eher mickrig, dafür sogar noch teuer bezahlt. Daneben ein eigener Sämling von Delphinium Elatum-Hybride ‘Janusz Korczak’ (Hoher Rittersporn). Dieser ist noch nicht so hoch, wird aber noch.

Hier die Mutterpflanze:

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Pinke Schafgarbe (Namen kenne ich auch nicht, weil Geschenk).

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Meine Kletterose New Dawn mickert ein bisschen, weil da der Sprenger oft nicht hinkommt und weil die Stockrose ihr das ganze Licht klaut. Hier sieht man das Dilemma: Man sieht fast nichts von ihr. Sie muss sich mal über die anderen Pflanzen erheben, dann hat sich das Problem wieder erledigt.

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Daneben ein Neuerwerb, inspiriert durch die Reise: Die Beet- und Strauchrose Rhapsody in Blue. Sie kommt in den naturnahen Bereich. Hier links unten in die Ecke, hinter den Pflastersteinen.

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Ein weiterer Rittersporn: Delphinium Elatum-Hybride ‘Lanzenträger’

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hübsch kombiniert mit einer Campanula persicifolia, diese Art Glockenblumen waren schon im Garten und haben sich wieder hoch gekämft. Ich habe sie ausgebraben und an ihre aktuellen Plätze gesetzt.

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Auch schon im Garten: Der Goldfelberich an diversen Stellen. Pflanzen, die sich selbst ihren Standort gesucht haben wachsen immer am Besten. Da rüttle ich auch nicht dran, obwohl sie gelb sind.

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Auch diese Nachtkerzen, haben sich selbst hier eingefunden. Sie leuchten fasst in dieser dunklen Ecke.

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Nach dem Mähen. Der viele Regen schenkt uns ein sattes Grün.

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Waldglockenblume (Campanula latifolia var. macrantha ‘Alba’ – Wald-Glockenblume) und Delphinium alatum “Augenweide” am Haselnussstrauch, im Hintergrund rot-weißer Bartfaden. Dieser Rittersporn kann bis 1,60 m hoch werden. Er ist jetzt vielleicht bei 1,35 m. Aber dass er das überhaupt aus der Erde geschafft hat, wo hier immer so viele gefräßige Schnecken lauern, ist schon was.

Ich habe mir jetzt auch Etagenprimeln gekauft, weil sie mir in England so gefallen haben. Aber die Schnecken sind hier ganz fleißig am fressen. Muss verdammt lecker sein.

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Hier noch mal der gesamte Blick in groß mit den eben erwähnten Pflanzen. Rechts vor dem Sonnensegel steht meine Felsenbirne (Amelanchier lamarckii).

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Und sie trägt. Was mir die Vögel übrig gelassen haben habe ich, soweit reif, glücklich verzehrt.

Weiter geht’s durch das Kiesbeet. Hier blüht ein Pflänzchen, dass ich lange nicht bekam, weil sie nicht verfügbar war. Das Sandglöckchen:

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Perfekter Standort für das Sandglöckchen, äußerst genügsam und pflegearm, denn hier wird nie gegossen. Ich liebe das Kiesbeet deswegen sehr. es sieht einfach gut aus, ohne dass es Arbeit macht.

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Sehr schön wirkt das Sandglöckchen  zusammen mit der Bergflockenblume, wohingegen die normale Flockenblume schwer von Schnecken gebeutelt wurde.

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Was ist das für eine Pflanze? Bitte einen Kommentar, wenn sie jemand kennt.

Wir müssen noch mal nach vorne zur großen Rabatte. Hier macht dich die Kugeldistel zum Blühen auf, aber noch ist es nicht soweit.

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Und ich habe mir noch eine Rose gekauft. Sie heißt Farruca. “Farruca zählt zu den von Poulsen gezüchteten Courtyard-Rosen, einer Kollektion moderner Kletter- und Ramblerrosen, die laut Züchter bis zum Boden blühen und sich durch besondere Gesundheit auszeichnen sollen.” Na, ob das so stimmt? Regenfest scheint sie nicht besonders zu sein und sie hat nach ein paar Tagen gleich Sternrußtau bekommen. Ich weiß nicht, was die in den Baumschulen Doping-mäßig mit ihren Pflanzen machen, aber sobald man sie über die Schwelle trägt geht es Bergab. Da wird mir auch gleich empfohlen Roendünger und Rosenerde zu kaufen. Mal sehen, ob sie das braucht.

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Farruca steht jetzt an diesem Apfelbaum, den ich zur Pilzsanierung sehr ausgelichtet habe und er sieht dieses Jahr von der Blattgesundheit bisher auch viel besser aus. Farruca wird etwa 2 Meter hoch. Das ist nicht zu hoch, so kann sie im Stamm und den Leitästen rankeln ohne in die Krone zu kommen, wo sie die Durchlüftung wieder Stören würde. Man sieht auf dem Bild enen kleinen roten Klecks, das ist sie. Im Vordergrund sieht man eine ecke meines Bodensanierungsbeetes. Da hat sich wieder Steinkraut ausgesäht. Das finde ich auch toll. Managed sich selbst, pflegearm, blüht bis zum Frost und wird trotz seiner starken Versamung nicht lästig, im Gegensatz zum Hornkraut, dass wie ich finde, nur mit Wurzelsperre gepflanzt werden sollte. Das Steinkraut lässt sich einfach ausreißen und ist einjährig.

Ein Blick in den Gemüsegarten, vor dem mähen der Rasenflächen. Hier wurde bei feinstem Sonne-Regen-Wachstumswetter 12 Tage lang nicht gemacht. Ich war beeindruckt, wie wenig Unkraut da war. Danke Mulch! Dass das so gut funktioniert hätte ich nicht gedacht.

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Auf den Bildern sieht man wirklich so gut wie gar kein Unkraut. Auf den Wegen drückt sich hier und da Ackerschachtelhalm durch die Holzhäcksel, aber nicht anderes. ein Traum an Arbeitserleichterung. Auf den Beten kratzen die Vögel immer den Grasmulch weg, da kommt hier und da was, aber vereinzelt und es lässt sich gut entfernen.

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Die Freilandtomaten vor zwei Wochen, jetzt sind sie auch schon größer. Das Gestänge funktioniert super. Ich fixiere sie mit so einer Art Pflanzen-Kabelbinder an den Querstangen. Zwischen den Bambusstangen spanne ich senkrecht Jutestrippen, um die ich die Tomaten wie an einem Spiralstab wickle.

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Hier ist mir das Gestänge ausgegangen und es ist ach nicht das richtige Beet, das ich für die Tomaten geplant hatte. Auf dem geplanten Beet sind so viele Kartoffeln raus gekommen, dass ich es als Kartoffelbeet definiert habe und die Tomaten woanders hin gepflanzt habe. Nächstes Jahr rücken die Tomaten nach hinten und dann kommt auch ein festes Gerüst da hin. Das hier sind meine C-Klasse Tomaten: Die Mickerliinge schon beim anziehen, aber ich konnte sie nicht wegwerfen.

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Spargelbeet und Knoblauchbeet. Zwischen den Spargel hatte ich Mohn gesät, aber der Wurde sofort von den Schnecken gefressen. Nichts mehr da. Auf dem Knoblauchbeet hatte ich rote Beete gesät, die wurden auch sofort von den Schnecken gefressen. Nichts mehr da. Dieses Jahr gibt es keine rote Beete:-( Ja wie kommt es also zu dem Schneckenproblem? Meint Mulch gleich Schneckenplage? Ich schreibe dazu einen Extraeintrag, sonst wird dieser hier zu lang.

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Noch ein letzter Blick ins Gewächshaus: Die Tomaten vor 2 Wochen. Während meines Urlaubs haben sie die ganze Zeit unter dem Schattiernetz gestanden. Das hat den Stoffwechsel behindert. Sie sind viel mickriger als die Tomaten draußen.

Das hat mich echt negativ überrascht. Jetzt wo ich wieder da bin, entferne ich das Schattiernetz je nach Wetterlage. Wenn es draußen sonnig über 30 Grad ist kommt es wieder rauf. Sonst nicht. Ich habe auch die Folien von den Fronten abgezogen, die ich als Sichtschutz dran gelassen hatte. Ich hoffe sie holen es noch auf. Echt enttäuschend und peinlich, voll das Megagewächshaus gebaut und dann so ein Ergebnis:-(

2 Comments

  1. Hallo mein Kind,
    schön sieht Dein Garten aus, meiner hat den England-Urlaub anders überstanden: keine Schneckenplage, die Tomaten sind üppiger, zum ersten Mal überhaupt Rote Bete, die wächst, aber dank des eifrigen Gießens durch meinen Nachbarn habe ich eine geschlossene 25-30 cm hohe Pflanzen- (Unkraut-) decke, die man mit Hand jäten muss, um die Kulturpflanzen wieder zu finden. Mulchen hat offenbar große Vorteile!
    Die geheimnisvolle blaue Blume könnte eine Veronica sein, das Blau sieht danach aus. Es gibt u.a. Silberpolster-Ehrenpreis, Veronica spicata ssp. noch irgendwas. Die Ähnlichkeit ist groß. Ich kann Deine Blüte nicht gut genug erkennen, um sicher zu sein.
    Ich habe doch in England immer die Kniphophias bewundert, weil meine seit mehr als 20 Jahren nicht blühen will. Vor zwei Jahren habe ich sie umgepflanzt, es tat sich nix. Heute früh habe ich zwei leuchtende “Fackeln” in meinem Garten gefunden. Ist das nicht toll?
    Ich freue mich über Deine Sandglöcken. Die erinnern mich so an meine Kinderzeit. Heute sieht man sie kaum noch. Ich freue mich schon auf den nächsten Post!
    Mutti

    • sas

      Juli 19, 2017 at 10:09 pm

      Ich habe noch mal recherchiert, du hattest recht mit der mir unbekannten Pflanze. Es ist Veronica spicata ‘Silberteppich’ – Silberpolster-Ehrenpreis. Was du alles weisst! Ich freue mich mit dir über die Fackellilien, wo steht sie denn jetzt?
      Übrigens Sandglöckchen. Ich hatte sie vorher nie irgendwo gesehen und als für die Titanen in Brück geparkt habe war um die Hartmann-Fabrik so umzäuntes Brachgelände mit sowas wie einer kultivierten Magerwiese und da wimmelte es vor Sandglöckchen. Ist das nicht verrückt?

      lg

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