Reperaturen am Mauerwerk/ Innenausbau und die Küche zieht ein!

Ich habe das Gartenhaus ja mit einigen Schäden am Mauerwerk übernommen. Die Mauer ist aus Ziegeln ohne Sperrschicht gegen Bodenfeuchtigkeit und wurde nur verputzt. Auch die mangelhafte Ableitung von Regenwasser hat zu den Feuchtigkeitsschäden beigetragen. Die bessere Ableitung war das erste, was ich letzten Herbst geregelt habe. Ich habe eine Tonne aufgestellt und Regenrohr gekauft, um das Wasser weiter weg von Haus zu leiten.

Durch die aufsteigende Feuchtigkeit ist der Putz im Haus abgeblättert und die Vor-Vorbesitzerin hat die Putz in Bodenähe abgeschlagen, dann aber den Garten abgegeben. Der letzte Vorpächter hat sich damit nicht mehr befasst. Also waren überall Löcher. Ich habe 6 Beutel Putzmörtelgekauft und das Werkzeug und habe 10 Kg Putz selbst verarbeitet. Dabei habe ich gemerkt, dass ich die großen Stellen in Bodennähe nicht selbst schaffe. Da hätte der Putz 2cm dick drauf gemusst, auf teilweise über einen Meter Länge. Das hat mich echt überfordert. Ich habe das also, wahrscheinlich nicht ganz billig, von Maurern machen lassen. Der Vorteil, sie waren an einem halben Tag fertig und es muss einfach vorangehen. Man kann immer eine Menge selbst machen, aber es dauert dafür lange, manchmal ist diese Zeit einfach nicht da.  Hier also ein kleines Vorher/Nacher:

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Im Boden war ein Riss im Estrich, der immer knirschte, wenn man drüber ging, der wurde also auch gemacht. Zwischen Anbau und und Hauptgebäude ist ein langer Setzungsriss entstanden, da laut Übergabegutachten, der Anbau (Klohäuschen und Schuppen) nicht mit dem Hauptgebäude verzahnt ist. Auch etwas von unzureichendem Fundament beim Anbau stand da, deshalbbewegte es sich. Ohne Bewegung wäre ja der Riss nicht enstanden.

So, nach dem der Putz eine Woche getrocknet war, habe ich mich der malermäßigen Instandsetzug gewidmet. Ich hatte ja schon lange vorher überlegt und recherchiert, was für eine Farbe bei diesen Voraussetzungen das Beste wäre. Deshalb war klar: Silikatfarbe.

Eigenschaften von Silikatfarben:

Mineralfarben enthalten neben anorganischen Farbmitteln als Hauptbestandteil ein kaliumhaltiges Alkalisilikat (Wasserglas), das Kaliwasserglas, auch flüssiges Kaliumsilikat oder LIQVOR SILICIVM genannt. Ein Anstrich mit Mineralfarben bildet nicht wie andere Anstriche eine Schicht, sondern verbindet sich unlösbar mit dem Untergrund (Verkieselung).

Das Ergebnis ist eine überaus beständige Verbindung zwischen Anstrich und Anstrichträger. Zudem ist das Bindemittel Wasserglas höchst beständig gegen UV-Einflüsse. Während organische Bindemittel wie Acrylat- oder Siliconharzdispersionen unter UV-Einfluss im Laufe der Jahre verspröden und zu Kreidungserscheinungen , Rissen und in Folge zu Anstrichschäden führen, bleibt das anorganische Bindemittel Wasserglas stabil. Die chemische Verbindung mit dem Untergrund und die UV-Stabilität des Bindemittels sind die wesentlichen Gründe für die außerordentlich hohe Lebensdauer von Silikatfarben.

Zum Abbinden setzen Silikatfarben einen siliziumhaltigen Grund voraus. Daher eignen sie sich für mineralische Untergründe wie mineralische Putze und Beton. Auf Holz und Metall sind sie nicht oder nur begrenzt verwendbar. Die Wasserdampfdurchlässigkeit (Diffusionsoffenheit) von Silikatfarben entspricht derjenigen des Malgrundes. Das heißt, Silikatfarben behindern die Diffusion von Wasserdampf praktisch nicht. Im Baukörper bzw. im Putz enthaltene Feuchtigkeit kann ungehindert wieder nach außen diffundieren. Das hält die Wände trocken und vermeidet Bauschäden. Zudem wird so Kondensatfeuchte an der Baustoff-Oberfläche vermieden. Dies reduziert das Risiko von Algen- und Pilzbefall. Die hohe Alkalität des Bindemittels Wasserglas schafft zusätzliche Sicherheit vor dem Befall mit Mikroorganismen und ermöglicht den vollständigen Verzicht auf Topf-Konservierungsmittel.

Eine Verschmutzung findet deshalb weniger leicht statt, weil sich mineralisch gestrichene Flächen anders als Dispersions- oder Siliconharzgebundene Anstrichflächen nicht statisch aufladen und bei Hitze nicht klebrig werden (keine Thermoplastizität). Deshalb haften weniger Schmutzpartikel an und sie werden zudem leichter abgewaschen.[3] Silikatfarben sind nicht brennbar, und enthalten keine organischen Bestandteile sowie keine organischen Lösungsmittel (DIN 18363 Maler- und Lackierarbeiten – Beschichtungen 2.4.1).

Silikatfarben sind enorm farbtonstabil. Nachdem sie ausschließlich mit mineralischen Pigmenten getönt werden und diese sich durch UV-Licht im Farbton nicht verändern, bleiben auch die Silikatanstriche über Jahrzehnte im Farbton konstant.

Silikatfarben basieren auf mineralischen Rohstoffen und sind in Herstellung und Wirkung sehr umweltfreundlich. Ihre lange Lebensdauer spart Ressourcen und die schadstofffreie Zusammensetzung schont Umwelt und Gesundheit, so dass sie vorwiegend im Bereich des Nachhaltigen Bauens eingesetzt werden.

Quelle: Wikipedia

Der alte Anstrich aber kreidet wie verrückt ab, im Baumarkt wurde ich beim Farbmischer gut beraten. Er sagte, ich solle den alten Anstrich abwaschen. Aus Mangel an Abwasseranschluss, habe ich sie abgebürstet. Das war eine äußerst staubige Angelegenheit!

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Das ist der Farbstaub von einer halben Wand!

Der neue Anstrich ist ganz unauffällig, er ähnelt dem Alten sehr, ist nur etwas rötlicher getönt.

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Die 3 Wochen davor habe ich mit der Beschaffung von Kühlschrank und Herd gefüllt. Der Herd hat 50 Euro gekostet, der Kühlschrank 20 Euro. Das einzig nervige an diesen Käufen von Privat ist die Fahrerei.

Vorgestern habe ich dann für 50 Euro die ganze restliche Küche erstanden und sie bei 33 Grad Celsius (natürlich mit Hilfe) aus einem 3. Stock geholt und mit einem Robben und Wientjes Cargo Hopper von A nach B gefahren. Am Nachmittag haben wir sie dann aufgebaut und gestern habe ich den Aufbau abschließen können. Die Füße der Küche waren Provisorien aus Pressspan gewesen und beim Transport abgebrochen. Wir haben neue aus dem 4-Kantholz für die fehlenden Rosenbögen gesägt. Ein Hoch auf die Stichsäge!

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DSC_0675Jetzt kann ich beim Schnippeln und Kochen aus dem Fenster gucken, das habe ich mir schon immer gewünscht. Der Herd ist noch nicht angeschlossen und obwohl da ein Wasserhahn ist, funktioniert das auch noch nicht, denn der ist nicht ans Frischwasser angeschlossen und er ist zu kurz. er ragt nicht bis ins Becken. Mit dem Wasser werde ich mich noch befassen müssen. Aber dennoch, man kann das Wasser jetzt mit Schlauch oder Eimer ins Becken füllen und kann dort abwaschen und muss es nicht mehr in der Emailleschüssel auf der Wiese tun. Abwasser habe ich ja auch nicht, deshalb steht unter dem Becken im Unterschrank eine Emaille-Eimer, dahin läuft es dann ab und man gießt es draußen  wieder raus. Der Kühlschrank funktioniert aber :-).

1 Comment

  1. Birgid Hartmann

    August 7, 2015 at 4:21 pm

    Ich bin einfach nur platt , wenn ich das sehe.

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