Tomatenanzucht 2017 Teil 2

Dieses Jahr hatte ich wieder eine neue Erkenntnis: Meine Anzuchterde ist zu nährstoffarm gewesen. So nährstoffarm, dass meine Pflänzchen nach dem Keimen nicht mehr wachsen wollten. Der Empfehlung, die Tomaten nach dem zweiten Blattpaar umzutopfen konnte ich deshalb nicht nachkommen. Es bildete sich ja nicht mal das erste Blattpaar. Erst sahen die Keimlinge gut aus und dann veränderte sie ihre Farbe und sahen ganz ungesund aus. Gelb werdend oder so grün-blau entsättigt.

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Ich musste handeln: Ich nahm mir Erde aus dem Garten mit nach Haus und kaufte mir andere Anzuchttöpfe. Denn die Torftöpfe haben einige Nachteile. Sie verdunsten über die ganze Oberfläche Wasser, dh. : sie trocknen schneller aus und man muss ständig nachgießen. Aber zu feucht ist ja auch nicht gut für die Tomaten. Die Wurzeln durchdringen die Töpfen wenn sie sich ausbreiten, das wird ja immer als pro Argument angeführt. Aber draußen gibt es nichts zu holen. Und wenn der Torftopf aussen wieder abtrocknet, und das geht sehr schnell, dann vertrocknen die kleinen Wurzeln und das wirft die Pflanze zurück. Bei den Anzuchtöpfen aus Plastik ist das nicht so. Die Wurzeln stoßen an eine Grenze und wachsen dann im Kreis in die Richtung in der es weiter geht. So wird der Topf besser durchwurzelt.

Leider gibt es solche Töpfe in keinem Baumarkt. Alle ziehen einen mit überflüssigen, unnützen Anzuchtscheiß ab, wie mit Kokostabletten und passenden Indoor-Mini-Gewächshäusern. Das sind Wegwerf-Artikel.

Ich musste die Töpfe online bestellen. Ein Topf 15 Cent, Juhu. Hier sieht man die beiden Tomaten, die am weitesten sind. Sie haben als erste gekeimt und hatten auch irgendwie mehr Kraft. Sie sind als erste umgetopft worden, in kleine Töpfe, die ich noch hatte. Darin kamen mal Erdbeeren an. Seitdem haben sie sich gut erholt und wachsen wieder. Das Grün ist frisch und zart wie Baumaustrieb.

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Eine Black Plum, allerdings dieser Fleck da oben am Blatt macht mich ratlos.

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Ein dickes Stämmchen, da freut sich das Gärtnter-Herz.

Hier sieht man Mal das Töpfchen. Es ist 6×6 cm mit 7 cm Tiefe.

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Wegen der Tiefe der Töpfe konnte ich auch lange Pflanze weder schön tiefer setzen, so dass nur noch die Keimblätter raus gucken. Leider ist meine Anzuchtstation etwas klein und ich muss deshalb Tetris-mäßig hochstapeln, um alles unterzukriegen, denn die Katzen lauern immer schon. Das ist die Etage oben:

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Das ist die Etage unten. Hier stehen, bis auf die kleinen Töpfe rechts, die Töpfe, die, die zuletzt umgepflanzt wurden. Einige müssen sich erst mal erholen und sehen ganz mickrig und bleich aus. Aber ich bin guter Hoffnung.

3 Comments

  1. Tolle Webseite, … mit vielen guten Tipps.
    Danke !

  2. Damit die Torftöpfe nicht austrocknen, stelle ich sie in eine Schale, in der sie in Anzuchterde stehen, so können sich die Wurzeln entwickeln, wie sie wollen, und die Töpfe können nicht austrocknen.

    • sas

      März 28, 2018 at 9:11 pm

      Toller Trick Heinz, danke fürs teilen. Und wie machst du das mit der Lichtversorgung?
      Ich benutze jetzt wie gesagt Kunststofftöpfe. Die kann ich bis sie kaputt gehen jedes Jahr wieder benutzen. Ich weiß nicht, aber ich denke das diese jährliche Torftopfproduktion auch mit der Kompostierbarkeit einen nicht zu verachtenden Energieaufwand hat.

      lg und danke für deinen Besuch.

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