Dachdecken Teil 1

Mein Gott, ich bin immer so müde, ich komme mir vor, wie ein Bauer, der sich morgens aus dem Bett pellt und dann ohne Unterlass arbeitet, bis kein Lichtstrahl mehr das Tagewerk erhellt. Dann falle ich erschöpft ins Bett und am nächsten Tag ist es wieder so.

Und Schuld ist dieses Riesenprojekt Dachsanierung, im Zusammenspiel mit allen anderen Dingen, die nebenbei noch laufen müssen. Unter Anderem die restliche Gartenpflege. Der Tag hat halt nicht mehr als 24 Stunden.

Heute sind wir wieder einen großen Schritt weiter gekommen mit dem Dach: Wir haben die Vorderseite gedeckt.

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Wir konnten eine Zeit lang  nicht weiter machen mit dem Dach, weil uns 4 von den großen OSB-Platten fehlten und sie in diesem großen Format in keinem regulären Baumarkt zu finden waren. 3 Stunden haben wir damit verbracht in verschiedenen Baumärkten danach zu suchen, bis wir es aufgaben und wieder bei Possling bestellten, zusammen mit Dachlatten und zwei Austausch-Balken für das Innenleben des Dachstuhls. Die Sachen wurden dann am Freitag geliefert.

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Rauf aufs Dach und in Position bringen.

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Platte fixieren.

 

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Und immer wieder abdecken und Plane festmachen , hier mit unserer bewährten Flaschen-Gewicht-Methode.

Einen halben Tag  (wegen den doofen Ruhezeiten) haben wir gebraucht um die restlichen Platten zu verlegen, zuzusägen und die Regenrinne samt Rinneneinhang zu montieren.

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Die Platten stehen wegen der ihr eigenen Länge hinten noch etwas über und müssen noch vor dem Decken gekürzt werden. Ebenso der First und und der hintere Fußfette, das war ein 13 Meter Balken, der für die Lieferung einfach nur in Zwei gesägt wurde.

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Sieht ein wenig komisch aus, wie das Dach über dem Häuschen fliegt. Wir brauchen rund 350 Ziegel, um die Lücken im Mauerwerk zu schließen.

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Der Rinneneinhang ist neu, die Regenrinnenhalter und die Regenrinne selbst sind wieder verwendet. Man muss Sparen wo man kann. Die Endstücken müssen aber noch ausgetauscht werden. Denn dort wo jetzt ein Abfluss ist, soll keiner sein und da wo einer soll, ist keiner. Das liegt daran, dass es die Rinne von der Rückseite ist. Deshalb ist alles verkehrt herum. Die Rinne die Vorne montiert war, ist zu kurz gewesen. Schon immer, aber jetzt noch mehr, da sich die Dachkante  ja noch verlängert hat.

Gestern haben wir die Dachlatten aufgebracht und die Bitumenwellplatten verlegt. – Schwitz! Heute auch mal mit Sonnencreme. Das gedeckte Dach sieht wirklich gut aus.

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Mir gefällt die Farbe ungemein. Sie ist so unaufdringlich und fügt sich so schön in das Grün des Gartens. Die Regenrinne soll vorne auf die Länge des noch nicht aufgestellten Stützbalkens gekürzt werden. Der Balken kommt da hin, wo beide Seiten des Daches vorne links zusammen treffen. An dem Stützbalken wird dann ein Fallrohr befestigt, so wie das was noch dahinter an der Hausecke montiert ist.

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So läuft das ganze Regenwasser der vorderen Dachhälfte weg vom Haus ins Moorbeet, wo der durstige Rhododendron und der durstige Farn ohne mein weiteres Zutun in Zukunft  gut bewässert werden. Arbeiten mit der Natur 🙂

1 Comment

  1. Hallo Ihr beiden,
    es freut mich, dass das Dach nun endlich soweit fertig ist, auch wenn ja immer noch einiges zu tun bleibt. Was für eine Plackerei! Aber es sieht schon mal gut aus, ich bin gespannt auf das Endergebnis.
    Blümchen-guck im Juni sieht auch gut aus. Generell teile ich Dein Faible für Wildblumen, aber Giersch ist mir ein echter Graus. Ich mag ihn auch nicht riechen. Die Lichtnelke, über Du dich so freust, war in meiner Kinderzeit noch häufig am Wegrand und auf Wiesen anzutreffen, heute allerdings sehe ich solche nur noch sehr selten. Deine Rosen sind wirklich schön. Ich mag kleinblütige und Wildrosen auch sehr gern. Wenn die Blüten zu groß und üppig ausfallen, sind sie so dominant und das mag ich eher weniger. Meine Ramblerrose blüht -nach ich weiß nicht mehr wie vielen Jahren- zum allerersten Mal. Ich kann mich vor Freude kaum fassen, sie ist gefüllt und blassrosa. Dafür sieht meine dunkelrote Edelrose nur als Knospe gut aus, sobald sie sich öffnet, sieht sie unschön zerfleddert aus. Schade um den Platz, den sie beansprucht. Dafür hat sich die lila Schafgarbe um sie herum so prächtig entwickelt wie schon seit Jahren nicht mehr. Grund ist eine großzügige Gabe von Hornspänen im Frühjahr.
    Ich freu mich schon auf Deinen neuen Post.
    Viele Grüße
    Karin

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