Die Katzen machen Gartenurlaub, ich ernte und ernte….

Der Kater liebt ja den Garten und nimmt das Autofahren deshalb kommentarlos in Kauf, man merkt ihn gar nicht. Ganz im Gegensatz dazu das Angsthäschen Kitty, sie schreit die ganze Fahrt wie am Spieß und man ist völlig entnervt, wenn man im Garten ankommt. Dann hat sie Anpassungsschwierigkeiten und kommt den ganzen Aufenthalt kaum vom Schlafboden runter.

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Nicht die Kitty, aber ihr Platz.

Auf dem Rückweg schreit die Katze wieder wie am Spieß und weil sie die ganze Zeit nicht aufs Klo gegangen ist, platzt ihr die Blase, so dass sie während des Transportes in ihre Box pinkelt. Weil ihr für die restliche Fahrt dann ihr eigener Urin um die Füße schwappert, schreit sie noch durchdringender. Das Auto erfüllt ein ebenfalls durchdringender Duft. Wieder total entnervt kommt man zuhause an und muss noch eine panische Katze durch die Badewanne ziehen und die Box reinigen.

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Deshalb habe ich die Katzen 1 Woche lang im Garten übernachten lassen, um mir diesen Stress zu sparen und zu sehen, ob Kitty es schafft sich so ein bisschen zu aklimatisieren. Es hat wirklich mehrere Tage gedauert, bis sie Interesse an ihrer Umgebung zeigte. Aber nun endlich, Kitty ist draußen und inspiziert ihr Revier:

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Suchbild: Wo ist die Katze?

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Kitty in ihrer Katzenhütte, ein gutes Versteck schadet nie. Der Kater ist nie weit weg. Zu zweit hat man weniger Angst.

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Kater und Katze inspizieren das Nachbargrundstück. Ich widme mich der Ernte und genieße den letzten schönen Tag  mit 24 Grad.

DSC_0682Zum Frühstück und Abendbrot gibt es immer ein paar Trauben. Dieses Jahr konnte ich zum ersten Mal eine Ernte einfahren.

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Mein erster Kohlkopf, geerntet für die Erntedank-Austellung.

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Ich will der Katze folgen, aber sobald sie mich bemerkt…..

DSC_0680…..folgt sie mir.

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So ein schönes Wetter, im Gewächshaus sind 40 Grad.DSC_0679

Nachgereift im Gewächshaus, die letzte “Azoychka “und die unfassbar leckeren “Michael Pollan”. Alles wandert in den Topf, sie wurden zu einem Cappelletti-Salat mit Zucchini und Babyleaf-Grünzeug und Pesto aus getrockneten Tomaten verarbeitet.

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Die erste größere Ernte der “french dwarf bean ‘Purple Queen'” Sie ist ein merkwürdiges Hybridwesen aus Busch- und Stangenbohne. Sie ist jetzt so 60-70 cm hoch. Hier die 2 Wochen jüngere Saatreihe in der Blüte:

DSC_0718 DSC_0720Von der Blattstruktur und Wuchsart eher eine Kletterbohne aber sie scheint jetzt nicht mehr höher zu werden. Ganz erstaunlich ist zu sehen, dass sie beim Blanchieren vollständig grün werden.

DSC_0730DSC_0763Die Schnecken sind schon wieder auf dem Weg, da, wo die Bohnen keinen Halt gefunden haben und auf dem Weg und Boden aufliegen sind die Schnecken fleißig am Nagen.

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Bei meinem Grünkohl habe ich ein Problem mit den kleinen weißen Fliegen, die flattern ja weg aber legen ganz eklige Eier an die Unterseite und die vergellen mir den Appetit, denn sie gehen einfach nicht ab.

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https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/67/Trialeurodes_vaporariorum02.jpg

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Die Tapas-Chili Padron, wächst gut, trotz Schneckenfraß.

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Auch die Gurken sind noch dabei. Ich glaube ich hatte noch nie so spät im Jahr noch Gurken. Normaler Weise nippeln die Pflanzen schon viel früher ab. Es muss am feuchten Wetter liegen oder an den wenig heißen Tagen. Ich habe übrigens im Gegensatz zum letzten Jahr null Probleme mit Blattläusen gehabt. Nicht an den Lupinen, nicht an den Bohnen und auch nicht hier.

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Die Zuckererbsen gehen in die zweite Runde, aber es ist alles nicht mehr so schnell und üppig.

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Ganz faszinierend die Wunderblume, wie der Name schon sagt, manche der Blüten sind einfarbig pink und mache so zweifarbig und gestreift und einige nur gestreift.

Das Gewächshaus hat meine besondere Aufmerksamkeit, jeden Tag kontrolliere ich auf neu befallene Blätter, aber nach dem Abknipsen hat es sich deutlich verlangsamt. Türchen auf, Türchen zu bei Regen, wenn es zu heiß ist oder zu kalt oder weil die Luftfeuchtigkeit zu hoch ist.

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Ach diese himmlischen Höhen! Bilderbuchmäßig am Abreifen die ‘Bloddy Butcher’  und die ‘Caspian Pink’.

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Das hier hätte eigentlich eine der orangen spitztütigen ‘Long Beauty’ sein sollen, aber es ist eine stark belaubte, rispenhaft tragende Pflanze geworden. Die Früchte sehen etwas aus wie Romatomaten, aber sie sind genauso geschmacksarm und saftlos wie die  ‘Long Beauty’. Eventuell also eine Kreuzung? Daneben die einzige ‘Rosovij Perzevidnij”

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Mit Hilfe dieses Drahtes habe ich mir eine Klemme gebaut, mit der ich die Mr.Ed-Türen nur leicht öffnen und fixieren kann. So kann die Luftfeuchtigkeit raus aber die Temperatur fällt nicht so stark ab. Bei 20 Grad draußen und dann und wann etwas Sonne, entstehen hier immer noch 37 Grad.

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Auch die Himbeeren gehen in die zweite Runde, sowohl bei der Sorte, die von meinem Nachbarn unter dem Zaun durchgewandert ist, als auch bei dieser. Die habe ich im Arbeitsgarten ausgegraben, auch dort war sie vom Nachbarn und unter der Hecke durchgekommen. Ich kann beide unterscheiden, weil sie Dornen hat.

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Die Untere ist die von meinem hiesigen Nachbarn. Meine ‘Glen Coe’ trägt noch nicht, aber wächst sehr. Sie wächst auch anders als die beiden roten Sorten, da sie sich verzweigt.

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Man beachte, wie gut und  grün das Laub aussieht, die Jahre davor hatte ich immer Probleme mit Verfärbungen der Blätter, ich habe es als Unterversorgung  mit Nährstoffen interpretiert. Scheinbar haben die Bodenverbesserungsmaßnahmen geholfen. Sehr erfreulich.

Und dann hatte ich noch ein überraschendes Erlebnis, noch vor ein paar Tagen habe ich über den Tod der Freilandtomaten gejammert und ich habe sie nur noch nicht raus geschmissen, weil die Mülltonne voll ist. Und einige Pflanzen, die ich schon für kurz vor dem Sterben gehalten habe, zeigen erstaunlichen Überlebenswillen:

DSC_0728Das ist eine ‘Caspian Pink’. Sie hat einfach alle Blätter abgestoßen und neue geschoben, sie lebt und wächst weiter und schiebt Blüten. Klar ist sie weiterhin infiziert und ich glaube auch nicht, dass ich noch eine unversehrte Frucht ernten werde, aber das ist schon beeindruckend.

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Leider wird es Abends schon wieder deutlich früher dunkel und dann wird es auch schnell ungemütlich.

Deshalb Ernte einsammeln und ab nach Hause, es ruft eine gehaltvolle Gemüsesuppe. Wer A (Ah, Biogemüse!) sagt, der muss auch Bäh! (Schnecken, Raupen, etc.) sagen.

Der Brokkoli muss erst mal schön eingeweicht werden, wenn man nicht will dass diese Ausbeute im Kochtopf schwimmt oder den Auflauf bereichert.

 

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2 Comments

  1. Super, ich habe schon lange nicht mehr rein geschaut!

    • sas

      Oktober 7, 2017 at 9:29 am

      🙂 Echt, ich gucke immer in die Statistik und sehe woher die Leute kommen und habe ganz oft deinen Knotenpunkt gesehen, ich dachte immer das warst du?
      Schön, dass du wieder vorbei gesehen hast.

      lg

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