Gartenrundgang Ende Februar

Ich habe es ja bereits im letzten Rundgang in “Was seit November geschah” erwähnt: Der Frost Anfang des Jahres hat das Antlitz des Gemüsegartens sehr verändert. Besonders erwischt hat es die stehengebliebenen Nicht-Stauden aus der Vorsaison:

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Das waren einst Mairübchen. Jetzt sind sie völlig zermatscht und verschwinden wieder in der Erde. Es ist interessant bei diesem Lebenszyklus zuzusehen. Das nächste Bild zeigt Mairübchen und Rote Beeten auf einem anderen Beet. Bei den Roten Beeten hätte ich nicht gedacht, dass das passiert, weil man immer sagt, es sei ein Wintergemüse. Vielleicht aber nur eingelagert.

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Daneben sieht man einen verfrorenen Palmkohl, der kann auch nichts ab. Überrascht mich auch, denn es ist ja eine Grünkohlsorte. Ich dachte die trotzen dem Winter. Schließlich gibt es Grünkohl immer zu Weihnachten. Allerdings muss man ehrenhalber auch sagen, dass er im Dezember ja auch noch gut aussah. Jetzt nicht mehr.

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Das nächste Bild mit dem stroh-artigen Gestrüpp zeigt meinen Gründünger (Senf). Im Januar, als er derartig weggefroren ist, fing er ganz merkwürdig an zu riechen. Vielleicht waren das die ätherischen Öle im Senf? Jetzt riecht nichts mehr. Ich lasse alle diese Pflanzen stehen und liegen. Sie schützen den Boden und reichern ihn mit Nährstoffen an. Alles was jetzt von den Regenwürmern schon in die Erde gezogen wird, muss ich später nicht untergraben.

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Und zum Abschluss des Gemüsegartens werfen wir noch einen kleinen Blick auf meine Kartoffeln im Erdkeller: Hier und da sieht man schon ein kleines treibendes Auge. Der Deckel aus Pressspan hat sich wegen der Feuchtigkeit verzogen und lässt etwas Licht rein:-( Aber ich finde sie halten sich prächtig.

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Und nun nach all dem Niedergang, kommen wir endlich zu etwas Schönem: Der Frühling kommt, auch bei mir. Die Christrose blüht, der Winterling ist nun schon fertig, und ganze zwei Schneeglöcken habe ich. Auch der Haselstrauch blüht und ich hoffe er wird dieses Jahr in seiner Wuchsform gesunden, jetzt da ihn die Tannen nicht mehr bedrängen.

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Abgesehen von Massen an Milchsternen, bin ich mit Frühblühern nicht so reichlich ausgestattet. Einzige schöne Ausnahme ist diese Stelle zwischen den Kirschbäumen.

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Auch die verschiedenen Allium-Sorten treiben schon und ich hoffe, dass es nicht noch mal so starken Frost gibt, dass sie Schaden nehmen.

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Ganz fasziniert bin ich von dieser Entdeckung: Hier sieht man ein Stöckchen von einem Apfelbaum, ich habe kleine Stöcken zum Markieren meiner Tulpenzwiebeln usw. benutzt. Und während ich so gucke, ob da irgendwo schon eine Tulpe kommt, sehe ich, dass zwei dieser Stöcke lebende Knospen haben. Mein Gott, ich habe einen Steckling produziert! Ich glaube das Stück kam vom Klarapfel, ein Baum stünde direkt an der Grundstücksgrenze denkbar ungünstig und ich habe wirklich keinen Mangel an Apfel, aber irgendwie freu ich mich so, dass ich mir das noch eine Weile angucken werde.

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Sehr gefreut habe ich mich auch, dass mein Bärlauch wieder gekommen ist. Ich habe es gehofft, aber er wächst eben nur da, wo es ihm zusagt und ich habe den richtigen Standort finden können, das Glück hatte ich bisher noch nicht. Ich kann nun darauf hoffen, die nächsten Jahre einen immer größeren Bärlauchteppich zu kriegen und immer schön ernten zu können.

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Und auch der Waldmeister hat es geschafft, was für ein Glück ich habe. Er ist noch ganz klein und versteckt sich unter dem Laub, aber er ist da.

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Und gleich nebenan hat die Waldmaus wieder ihr halbes Essen liegen lassen, eine Walnuss und eine Eichel. Mann, wo kriegt sie die bloß her? ich sehe weit und breit keine solchen Bäume. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie sie ewig durch die Gegen trägt, um sie dann in meinem Garten zu essen.

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Und ich glaube ich habe auch ihr neues Versteck gefunden oder eine ihrer abgelegten Verstecke. Hier in der Zwischenwand zwischen Sauerkrautplatte und wasserdichter Außenverleidung lebt es sich bestimmt prächtig. Nag, Nag.

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2 Comments

  1. Um den Bärlauch beneide ich Dich echt, ich hätte auch so gerne welchen, er dürfte meinetwegen auch wuchern, aber ich habe noch keinen Platz gefunden, wo er bei mir überleben möchte. Bei den Krokussen blühen im Vordergrund drei in einem Blau, wie ich es bei Krokussen noch nie gesehen haben. Liegt das an dem Foto oder sind die echt so blau? Falls ja, wäre das noch etwas, worum ich Dich beneide. Vielleicht können wir ja mal eine blaue gegen eine andere von mit tauschen, ich habe ganz viele Farben im Angebot! Dafür sieht die Christrose etwas mickrig ist, sie steht vielleicht nicht optimal? Ich hatte mehrmals prächtige Pflanzen gekauft, die im nächsten Jahr auch so zurück geblieben aussehen und im darauffolgenden Jahr ganz weg waren.

    • sas

      März 5, 2016 at 10:06 pm

      Die Farbe der Krokusse da war mir gar nicht aufgefallen. Hm muss ich noch mal gucken, ob das Foto etwas verfremdet hat. Das sieht wirklich sehr blau aus. Wann und wie krieg ich denn den gewünschten Krokus aus der Erde? Ich nehme alles nur keine Gelbtöne:-)
      Ja mir fällt auch kein Ort für Bärlauch bei dir ein. Vom Schatten und von der möglichen Feuchtigkeit her würde ich sagen zwischen Aussenwaschbecken und Wohnzimmerbeule, aber du hast nicht den richtigen Boden, nirgends. Ich glaube das ist auch das Problem bei deinen Christrosen. Du hast recht meine steht auch nicht optimal, sie steht zu frei und zu sonnig. Die wollen ja eher Gehölzrand. Ich hab sie da nicht gepflanzt, sie steht da wahrscheinlich schon Jahr und Tag. Dafür hat sie sich gut gehalten, all die Jahre des Darbens:-)Ich hab noch 2 weitere, die wachsen im Moorbeet zwischen Rhododendron und Mandelbäumchen, die erstarken gerade, aber blühen noch nicht. Der Standort ist quasi ideal, bis auf den Kalkgehalt. Ich sollte diese mit der Blüte wahrscheinlich besser umpflanzen, aber ich hab gelesen, dass sie am liebsten ungestört bleiben, wie Pfingstrosen. Wenn ich sie umpflanze blüht sie vielleicht eine Zeit gar nicht mehr.

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