Gartenrundgang zwischen zwei Gewittern (Ende Juni)

Teil 1: Der Gemüsegarten kommt exra, sonst wird es zu lang.

Am Samstag und Sonntag war es so heiß, der Schweiß rann nur so in Strömen. Man konnte kaum etwas machen ohne Kreislauf-Koller. Nicht mal Fotos konnte ich machen währenddessen, weil durch das krasse Sonnenlicht die Kontraste so hart sind und ich zudem hätte in der Sonne stehen müssen.

Wir flüchteten zum Badesee und als wir wieder in den Garten zurück kamen braute sich schon ein Gewitter zusammen. Wegen des Gewitters wurde das Licht so schlecht, dass ich mit manueller Belichtung fotografieren musste, die Automatik ist bei solchen Lichtverhältnissen immer überfordert. Deshalb sehen die Fotos etwas übernatürlich aus.

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Die große Obstwiese mit der kleinen Süßkirsche und der Sauerkirsche.

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Die Sauerkirsche, an der ich letztes Jahr den Korrekturschnitt gemacht hatte. Sie trägt irre viel.

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Die Johannisbeeren, gepflanzt von meinem Nachbarn, die sich bei mir durch den Zaun quetschen. Ich bin dankbar und habe reichlich geerntet.

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Meine Himbeeren, auch einst vom Nachbarn rüber gewandert aber durch seine Rhizomsperre.

Ich habe an meiner Rabatte gearbeitet und bin noch immer dabei. Ich habe jetzt erfahren, dass diese nach Bepflanzung schreiende Streifen wohl eine frühere Nachbarschafts-Schlichtungsmaßnahme war. Denn wenn sich in einer KGA zwei Nachbarn über ungeliebte Pflanzen an der Grundstücksgrenze streiten und eben über das Rüberwandern dieser Pflanzen, wird gerne darauf verwiesen, dass eigentlich Pflanzungen 30 cm vor der Grenze aufhören sollen. Ein Kahlschlagstreifen, wie der Brandschutzstreifen zwischen Straße und Wald. Mein Streifen wird jetzt kultiviert. Ich habe den Giersch hier ausgegraben, die Maiglöckchen erhalten und gemulcht.

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Weiter Richtung Apfelbaum habe ich Platz für eine Reihe an Taglilien geplant, alles weiße oder rosa Variationen, die zum dunklen Hintergrund einen schönen Kontrast bilden werden. Alle Töpfe treiben schon Blüten, ich werde die Sorten noch mal vorstellen, wenn es was zu sehen gibt.

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Das Moorbeet: Der Rhododendron ist abgeblüht, der Farn breitet sich aus, aber mir gefällt das.

DSC_0713Im Moorbeet stehen auch die Blaubeeren. Dafür dass sie vermutlich schon überaltert sind, tragen sie erstaunlich gut. Ich dachte nicht, dass sie sich so erholen.

Die Blickachse über die Rabatte sieht derzeit ein bisschen grünlastig aus. Die Lupinen wurden in Blüte und Laub größtenteils von den ekligen großen grünen Blattläusen dahin gerafft. Aber in ihrer Glanzzeit und davor haben sie anderen Pflanzen so viel Licht weggenommen, dass sie nicht gut gedeihen konnten und nun ist meine Planung nicht aufgegangen. Ich muss mir da was überlegen. Nächstes Bild zeigt das Fliederwäldchen. Davor blühen die späteren Taglilien.

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Der Blick durch das Fliederwäldchen auf die kleine Obstwiese mit dem kleinen Aprikosenbäumchen.

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Auch auf der Wiese wächst der Holsteiner Cox Apfel. Er hat dieses Jahr sein Ertragsjahr. Hier ein Foto zum Thema Wasserschosser tragen nicht, deshalb abschneiden: Es ist schon der zweite Apfel an dem ich das widerlegt sehe. Die Wasserschosser werden sich durch das Gewicht der Äpfel zudem auch noch in die Waagerechte begeben, so dass sie langsam wie “richtige” Äste aussehen. Ich muss dann nur noch raus schneiden was zu dicht steht.

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Ein Blick über die Rabatte aus einem anderen Winkel:

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Der Giersch ist fertig und wurde abgelöst von der Waldhortensie Annabelle.

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Meine liebevoll restaurierte Gartenbank dürfte jetzt auch nach draußen ziehen. Sie passt dort perfekt und muss nicht mehr rein und raus getragen werden, wie zuvor. Denn sie steht völlig trocken, wegen der Überdachung. Die Ecke mutiert zum Lieblingsplätzchen, mein eigener mediterraner Platz. An die Hausmauer kommt später noch ein Spalier für den Wein, das macht den Eindruck perfekt.

DSC_0720Noch ein paar Ansichten vom Kiesrondell und vom Kiesbeet von allen Seiten 🙂 (Von Dingen, die man liebt, kann man nie genug kriegen.)

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Man beachte wie riesig die Stockrosen im Kiesbeet sind. Das liegt daran, dass sie vom Gewächshausbeet berührt werden und da ist ja nur Kompost drin. Sie ziehe sich alle Nährstoffe da raus. Das einst spärlich bepflanzte Beet ist rappelvoll.

Ein kleiner Vergleich: August 2015 und jetzt.

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Die Purpur-Witwenblume hat es geschafft zu überleben, im Gegensatz zu den persischen Kaiserkronen.

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In meiner Waldecke ist der Giersch abgeblüht und das Seifenkraut hat noch nicht angefangen. Darunter der große Kirschbaum im Gewitter.

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DSC_0936Die Ernte des Tages. Keiner kann so viel ernten und verarbeiten, wie ich ernten könnte. Ich habe deshalb die Süßkirschen zum Fremdpflücken frei gegeben. Bei über 30 Grad hielt sich das Interesse aber in Grenzen.

2 Comments

  1. Birgid Hartmann

    Juni 30, 2016 at 7:39 am

    Wollte mal kurz sehen obs was Neues gibt und bin mal wieder total überrascht.
    Das Häuschen sieht immer besser aus und der Garten ist traumhaft schön und der Kirschbaum grandios.
    Ich weiß nicht wie Du das neben der Arbeit alles schaffst, besonders wenn neben der normalen Gartenpflege jetzt auch noch die Ernte und deren Verarbeitung hinzu kommt.
    Übrigens – wie hältst Du den Giersch da wo Du ihn haben willst? Weil ich ihn so schön fand, hab ich ihn anfangs wachsen und blühen lassen. Irgendwann hat er sich im ganzen Garten ausgebreitet. Ich musste ihn ausgraben und hatte zwei Jahre Ruhe, aber jetzt ist er wieder da.
    Schön, dass es mit den Katzen im Garten geklappt hat. Ich hatte Sorge, dass sie verschwinden und Ihr sie nicht wieder findet.
    Hoffentlich haben wir Gelegenheit im August den Garten mal in Natura zu sehen, ich freue mich schon drauf.

    • sas

      Juni 30, 2016 at 9:38 pm

      Hallo Birgid,
      danke für das viele Lob, ich freu mich auch drauf ihn dir im August zu zeigen:-)
      Ja mit der Kirschernte komme ich gerade nicht hinterher, es steht noch ne Schüssel Süßkirschen im Schrank, die Sauerkirschen und Johannisbeeren habe ich geschafft, der Baum hängt aber immer noch voll.Aktuell ist der Garten wirklich sehr einnehmend, aber das liegt daran, dass er noch nicht so etabliert ist und das durch die Arbeiten an Haus immer Zeit für den Garten abgeht. Und dann immer diese Sperrzeiten. Ganz und gar unpraktisch. Wenn man in dem Haus schlafen kann wird es auch noch leichter werden, dann kann man die nötige Pflege am Abend machen und dann einfach nur reingehen.
      Ich habe vorne im Garten eine Rhizomsperre, die begrenzt das Areal. Das ist auf Dauer aber kein schweres Hindernis. Wenn was Richtung Gemüsegarten kommt wird es gehackt oder ausgegraben. Wüchse es Richtung Rasenstück würde es durch ständiges Mähen kaputt gemacht. Und in so richtig krasser Sonne mag es auch nicht wachsen. Hinten unterm Kirschbaum mache ich nichts. Die natürlichen Gegebenheiten (Sonne Wasser) und die Betonpatte des Hauses begrenzen ihn. Das ist eine sehr große Fläche und sie ist auch von der Kirsche durchwurzelt, ich kann mir nicht vorstellen ihn da auszugraben. Vorne probiere ich noch eine weitere Tatik: Ich habe Herbstannemonen gepflanzt, die sind sind ähnlich wüchsig und konkurrenzstark, erzeugen Wurzeldruck und wachsen höher, so dass ich hoffe dass sie den Giersch mit der Zeit verdrängen.
      Die Katzen waren heute auch wieder draußen, der Kater liebt es, Kitty hat heut den ganzen Tag nur im Gebälk gesessen.

      lg

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