Sohooo! Es geht weiter: Ich habe vor ein paar Tagen Schalotten und Zwiebeln gesteckt und Wurzelgemüse gesäht. Letztes Jahr hatte ich im alten Garten unangenehm viele Probleme mit Schnecken, Blattläusen und Kohlweißlingen. Deshalb bin ich zum mechanischen Pflanzenschutz übergegangen. Letztes Jahr konnte ich einiges an Salat durch einen kupfernen Schneckenzaun oder durch ganzjährigen Salatanbau im Frühbeet retten.

Vor fliegenen Schädlingen hat das aber nicht geschützt und so habe ich mein Reportoire für dieses Jahr um diese schöne Insektenschutznetztkonstruktion erweitert:

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Das habe ich von rrhase auf seinem Selbstversorgerkanal gelernt:

Allerdings sind meine Beete nicht so breit und mein Boden nicht so hart. Ich kann meine Rohre einfach so in die Erde stecken. Die Bögen sind aus PE-Wasserleitung/-Rohr für Außenbereiche ( PE HD Rohr 20 x 2,0 mm, 10 Meter) Diese 10 Meter habe ich für das Beet komplett verbraucht. Zugeschnitten habe ich sie mit einer Astschere.

Auch kaufe ich das Schutznetz nicht in Meterware wie rrhase, so groß ist mein Bedarf nicht. Ich habe fertige Netzte im Baumarkt gekauft. Sie waren 2 Meter breit und 5 Meter lang. Ich habe sie nicht zugeschnitten, ein bisschen Spiel ist gut. Ich habe, was zu viel ist einfach aufgewickelt oder an der Beetkante eingegraben. Um so dichter es an Boden abschließt, um so besser. Im Sonnenschein sieht’s gleich noch viel besser aus.

IMG_0225Alle Beete auf diesen Bild sind mit Irgendetwas abgedeckt, zur Erklärung: Rechts vom Schutznetz ist der Spargel. Er ist mit Wachstumsfließ abgedeckt, was eine konstantere Temperatur halten soll und vor leichtem Frost schützen soll. Links vom Schutznetz ist das Beet gegen Unkrautbewuchs mit einer Kompost-Abdeckfolie und einem Rest Erdebeermulchfolie abgedeckt. Da kommen Bohnen hin. Das Beet war früh fertig und muss auf die Bepflanzung länger warten, in der Zwischenzeit könnte sich da so Einiges ausbreiten, dass ich dann wieder mühsam entfernen müsste. So weit muss es ja nicht kommen. Im Vordergrund sieht man das Erdbeerbeet. Im Bild sind Erdbeeren, die ich auf alten Beeten gefunden habe, deshalb sind sie so klein. Aber sie werden sich erholen. Ich habe für die Erdbeermulchfolie noch kein Mulchmaterial, um sie zu beschweren. Noch ist sie sehr anfällig für Wind. Er findet bei den Einschnitten für die Pflanzlöcher eine Angriffsfläche und erweitert so die Löcher immer mehr, weil die Folie dann einreist. Deshalb sind die Pflanzlöcher mit Steinen beschwert. Sobald ich das erste Mal Rasen gemäht habe, kommt der Rasenschnitt als Mulch drauf. Am Rand ist die Folie durchgängig eingebraben und hat so gut wie kein Spiel.

Weiter Richtung Haus, wo noch die Anbaufläche umgegraben und gestaltet wird,  habe ich bei der Arbeit am zweiten Hauptweg neben den Brombeeren auch eine alte, wahrscheinlich schwarze, Johannesbeere ausgegraben. Ich wollte sie eigentlich neben die kleine Hecke vor dem Spargelbeet Pflanzen, als optische Abgrenzung zum Rasen und als Windschutz. Aber die Wurzeln waren so riesig, dass ich es unpraktisch und fragwürdig fand, zu versuchen, dort deartig zu graben.  Auch das letzte Beet ganz vorne Richtung Haus musste ich aufgeben. Dort wachsen auch überall Pfingstrosen und Maiglöckchen. Man muss sich den Gegebenheiten anpassen. Durch das Gewächshaus brauche ich nicht alle Flächen draußen. Wie ich allerdings die Kräuter unterbringe, die auf das gestrichene Beet sollten muss ich mir noch überlegen.

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Schwarz sind die ursprünglich geplanten Beete und Wege. Pink sind die neuen Beetverläufe und Wege.

So sieht es in Real aus:

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Auf dem zweiten Bild unten sieht man den “Kartoffelacker”, der schon zur Hälfte umgegraben ist. Gott, das geht so langsam voran. Da ist überall Giersch drin und es ist eine Menge Fummelei den raus zu suchen. Der Boden ist bei diesem Beet auch sehr verfestigt, weil wir, inklusive der Baumfäller bei der Entsorgung der Tannen über die Hecke und bei jeder anderen Gelegenheit  immer schön drauf rumgelatscht sind. Auf den alten Wegen wollte ja keiner laufen, sie hatten so eine Qualität von Gosse, eine tieflegende, stolpergefährdende, weil viel zu schmale, unebene Ablaufrinne in der sich der ganze Dreck sammelte. Da wollte man lieber einen Fuß höher auf dem breiten, überschaubaren Beet wandeln. . Hier noch mal ein Vorher-Nacher zum Vergleich: Alles, was auf dem Vorher-Foto grün ist, und auf dem Nachherfoto nicht mehr zu sehen ist wurde per Hand entfernt und füllt jetzt 1 1/2 Komposthaufen. Wahnsinn, wenn ich das selbst so sehe.

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